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Gebärmutter Einnistung

Kinderwunsch München
Probleme bei der Gebärmutter Einnistung

Probleme bei der Gebärmutter Einnistung

Die Einnistung einer befruchteten Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut ist ein äußerst komplexer Prozess, der optimale Voraussetzungen erfordert, um erfolgreich zu sein. Es bedarf einer Einnistung zum optimalen Zeitpunkt bei optimalem Zustand der Gebärmutterschleimhaut. Folglich gibt es eine Vielzahl an Faktoren, die diesen Prozess stören und eine Gebärmutter Einnistung verhindern können, hormonellen, anatomischen, immunologischen und infektiologischen Ursprungs. Häufig ergeben sich Hinweise auf mögliche Ursachen aus der Vorgeschichte oder bei der Ultraschalluntersuchung in der Zyklusmitte.

Einnistung in die Gebärmutter

Als Einnistung in die Gebärmutter versteht man die Anheftung einer befruchteten Eizelle an die Gebärmutterschleimhaut. Da sich die Eizelle in die Schleimhaut wie in einem Nest ansiedelt, bezeichnet man den Vorgang umgangssprachlich als Einnistung; fachsprachlich auch Implantation oder Nidation genannt.

Von der Befruchtung bis zur Einnistung

Nach dem Eisprung und der Befruchtung der Eizelle wandert die diese durch den Eileiter zur Gebärmutter, um sich dort in die Gebärmutterschleimhaut einzunisten. Gleichzeitig bereitet sich auch die Gebärmutter auf die Einnistung vor und sorgt für eine optimale Durchblutung der Gebärmutterschleimhaut. Die befruchtete Eizelle, also der Embryo (in diesem Stadium auch Blastozyste genannt), heftet sich zuerst an die Gebärmutterwand. Anschließend dringt sie vollständig in die Gebärmutterschleimhaut ein, bis die Eizelle vollständig mit Schleimhaut bedeckt ist. Damit dockt sich die Eizelle auch an den Blutkreislauf der Mutter an. Fünf Tage dauert es, bis die befruchtete Eizelle in die Gebärmutterhöhle gewandert ist. Anschließend dauert es noch etwas, bis sie an der Gebärmutterwand angeheftet und sich vollständig eingebettet hat. Die Zeitspanne von der Befruchtung bis zur abgeschlossenen Einnistung umfasst in der Regel etwa 5-6 Tage.

Mit der abgeschlossenen Einnistung werden Signalstoffe, vor allem die Hormone hCG (humanes Choriongonadotropin) und Progesteron an den Organismus gesandt. Als Folge wird dem Körper signalisiert, dass keine Periode mehr stattfinden und die aufgebaute Gebärmutterschleimhaut erhalten bleiben soll.

Mögliche Hindernisse bei der Gebärmutter Einnistung sind u.a.:

  • Follikelreifungsstörungen, die zu einem mangelnden Aufbau der Gebärmutterschleimhaut führen
  • angeborene Fehlbildungen der Gebärmutter (z.B. Uterus subseptus)
  • Polypen der Gebärmutterschleimhaut
  • Muskelknoten (submucöse Myome) im Inneren der Gebärmutterhöhle
  • Adenomyosis uteri, eine Sonderform der Endometriose mit Wachstum in der Muskelschicht
  • Schädigung der Gebärmutterschleimhaut durch Ausschabungen (Asherman-Syndrom)
  • Chronische Entzündungen der Gebärmutterschleimhaut (Endometritis)
  • Störungen der immunologischen Abläufe der Einnistung
  • Verschiebung des Einnistungsfensters („window of implantation“): Die Schleimhaut ist möglicherweise noch nicht ausreichend auf die Einnistung des Embryos vorbereitet oder bereits überreif und deshalb nicht mehr empfänglich („rezeptiv“)
  • Auffällige Keimbesiedelung, v. a. Bakterien, aber auch Pilze und Viren (sog. Mikrobiom)

Behandlungsmöglichkeiten

Häufig lassen sich Einnistungsstörungen nicht unbedingt leicht erkennen. In einigen Fällen kommt es im Rahmen einer Einnistungsstörung nicht zum Eintritt einer Schwangerschaft; in anderen Fällen ist eine initiale Einnistung möglich, endet allerdings im vorzeitigen Ende der Schwangerschaft. Je nach Schweregrad der vorliegenden Einnistungsstörung oder Problemkombinationen gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, um diese zu behandeln bzw. eine Einnistung zu begünstigen. Kommt es zu wiederholten Fehlgeburten oder erfolglosen Transfers von Embryonen, ist eine ausführliche Diagnostik sinnvoll. 

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