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Autor: sophia

Kinderwunsch-Geschichte Susanne H.

Die Vorstellung, dass ein Kinderwunsch nur mit passendem Partner bzw. Partnerin verwirklicht werden kann, ist längst überholt. So wenden sich immer mehr Frauen an uns mit dem Wunsch, selbstbestimmt ihren Kinderwunsch zu realisieren. So auch Susanne H., die im Kinderwunsch Centrum München “Single Mom by Choice” geworden ist und uns von ihrem damals noch etwas ungewöhnlichen Weg der Familiengründung berichtet.

Susanne H.: Ich hatte immer den Wunsch, eine eigene Familie zu gründen. In meiner Vorstellung war fest das klassische Bild einer Vater-Mutter-Kind-Familie verankert, eine andere Variante ist mir nie in den Sinn gekommen. Doch wie das Leben so spielt, sollte es dann irgendwie anders kommen. Ich habe leider einfach nicht den richtigen Partner gefunden, mit dem ich mir die Familiengründung hätte vorstellen können. Gleichzeitig tickte meine biologische Uhr irgendwann einfach immer lauter, sodass ich mir einen Alternativplan überlegen musste. Wenn ich jetzt behaupten würde, ich hätte mir nicht trotzdem gewünscht, dass der Traumprinz im letzten Moment noch erscheint, wäre das vermutlich gelogen. Aber als ich dann Ende 30 war und kein “potenzieller Kandidat” in Sicht war, beschloss ich meinen Kinderwunsch nicht aufgrund des fehlenden Partners aufzugeben und wandte mich für eine erste Beratung meiner Möglichkeiten an das Kinderwunsch Centrum München. 

Im Kinderwunschzentrum wurde ich dann über die verschiedenen Möglichkeiten aufgeklärt, als Single Mom by Choice, meinen Kinderwunsch zu verwirklichen. Nach mehreren Gesprächen entschied ich mich dann für die Variante, ein Kind mittels Samenspende zu bekommen. Entgegen meiner Annahme, dass eine solche Behandlung nur im Ausland durchführbar wäre, konnte die Behandlung direkt im Kinderwunsch Centrum vorgenommen werden. Der nächste Schritt war aber erst mal die Auswahl eines passenden Spenders in der Samenbank. Die Samenröhrchen werden dann direkt in Stickstoffbehältern für die Behandlung an die Klinik geliefert.

Nachdem bei mir keine wissentlichen organischen Vorerkrankungen vorlagen und ich zudem noch nie probiert hatte, schwanger zu werden, entschloss ich mich gemeinsam mit meiner behandelnden Ärztin dazu, erst mal mit einer IUI (Intrauterinen Insemination) zu starten. Unterstützt wurde diese Phase mit einer leichten Hormonstimulation, denn ich war schon fast 40 und mein Hormonspiegel nicht optimal. Auch wenn die Chancen natürlich recht hoch waren, dass es nicht direkt beim ersten Versuch klappt, hoffte ich natürlich trotzdem. Leider sollte es bei den ersten beiden Versuchen nicht direkt klappen. Die Zeit danach war eine große Belastung für mich. Immerhin ist die mentale Belastung einer Kinderwunschbehandlung ohnehin schon groß. Diesen Weg alleine durchzustehen, hat mich daher das ein oder andere Mal an meiner Entscheidung zweifeln lassen. Der dritte Versuch sollte dann aber erfolgreich sein – das Durchhalten hatte sich gelohnt.

Mein Sohn ist mein größtes Glück. Natürlich ist es anstrengend, für alles alleine verantwortlich zu sein: Kinderbetreuung, Lebensunterhalt verdienen und den Alltag zu meistern, aber dennoch bin ich froh, meine Entscheidung, eine Familie zu gründen, selbst in die Hand genommen zu haben. Allen Frauen, die auch überlegen, eine Single Mom by Choice zu werden, kann ich nur raten, dass eine Entscheidung für diesen Weg ein Prozess ist, der Zeit braucht. Daher kann ich nur empfehlen, sich für eine Beratung professionelle Hilfe zu suchen und mit ExpertInnen zu sprechen. Letztlich bin ich überglücklich, dass ich zu denen gehöre, die diesen Weg beschritten haben und bei denen es tatsächlich geklappt hat!

Wir danken Susanne H. für ihre Offenheit und das Teilen ihrer Kinderwunsch-Geschichte. Wenn Sie ebenfalls Ihre Geschichte erzählen wollen, senden Sie uns bitte Ihren Kontakt an: kinderwunschgeschichten@ivf-muenchen.de.

Künstliche Befruchtung ohne PartnerIn: Antworten auf die häufigsten Fragen | FREE MINDED FOLKS

Künstliche Befruchtung ohne PartnerIn: Antworten auf die häufigsten Fragen

Der Wunsch nach einem eigenen Kind ist bei vielen fest in der Lebensplanung verankert. Das Familienmodell kann dabei stark variieren; während für manche das Bild einer Vater-Mutter-Kind-Familie das einzig denkbare ist, sind für viele auch alternative Familienmodelle eine Möglichkeit. Zusätzlich gibt es natürlich auch jene Fälle, in denen das “klassische” Bild zwar vorherrschend ist, aber die Erkenntnis, dass das Modell nicht realisierbar ist, im Laufe der Zeit eintritt. Häufig fehlt einfach der/die richtige PartnerIn. Nicht selten stehen unsere PatientInnen daher vor der Herausforderung: Kinderwunsch ohne PartnerIn. Alles, was Sie zum Thema künstliche Befruchtung ohne PartnerIn wissen müssen, beantworten wir Ihnen anhand der häufig gestelltesten Fragen.


Welche Möglichkeiten gibt es, um einen Kinderwunsch ohne PartnerIn zu realisieren? 

Die rechtliche Lage, in Deutschland als alleinstehende Frau ein Kind zu bekommen, ist durchaus kompliziert. Neben der Möglichkeit, nicht-leibliche Kinder aufzunehmen – beispielsweise Pflegemutter zu werden oder sich bei einer Adoptionsstelle zu bewerben – stellt die künstliche Befruchtung eine Option zur Erfüllung eines Kinderwunsches ohne PartnerIn dar. Dafür verwenden wir im Kinderwunsch Centrum München Spendersamen aus zertifizierten Samenbanken. Im Rahmen der künstlichen Befruchtung kann auf zwei verschiedene Verfahren zurückgegriffen werden: Die Insemination (IUI) oder die künstliche Befruchtung mittels IVF bzw. ICSI.


Ist eine Kinderwunschbehandlung als Single auch in Deutschland möglich? 

Häufig hält sich das Stigma, dass Kinderwunschbehandlungen als Single nur im Ausland durchgeführt werden können. In unserer Praxis in München unterstützen wir sehr gerne alleinstehende Frauen, die sich für eine künstliche Befruchtung ohne Partner interessieren. Vereinbaren Sie gerne einen Beratungstermin bei unserem erfahrenen Praxisteam.


Bis zu welchem Alter können sich Frauen in Deutschland künstlich befruchten lassen?

So unterschiedlich wie die Kinderwunschbehandlungen ausfallen, so unterschiedlich sind auch die PatientInnen, die sich an unsere Praxis wenden. Im Rahmen einer Behandlung mittels künstlicher Befruchtung ohne PartnerIn suchen vermehrt Frauen im fortgeschritteneren Alter Unterstützung bei uns. Gerade dann wird die Frage relevant, wo die Altersgrenze für künstliche Befruchtung liegt. Mehr zu den Gründen, warum es eine Altersgrenze bei künstlicher Befruchtung gibt und wo diese in unserer Praxis liegt, lesen Sie in folgendem Artikel.


Trägt die Krankenkasse die Kosten für die Behandlung?

Aktuell übernehmen Krankenkassen die Kosten für eine künstliche Befruchtung ohne Partner leider nicht und etwaige Kosten müssen selbst getragen werden. 


Was sollte bei einem Kinderwunsch ohne PartnerIn bedacht werden?

Patientinnen, die im Kinderwunsch Centrum München erfolgreich ihren Kinderwunsch ohne PartnerIn realisiert haben, berichten uns immer wieder, dass der Weg zwar anstrengend sei, diese Entscheidung jedoch die Beste sei, die sie in ihrem Leben getroffen haben. Mütter berichten aber auch immer wieder, dass es dennoch einiges an Vorbereitung braucht, um bestens auf den Weg als Single Mom by Choice vorbereitet zu sein. 

Zum einen sollten finanzielle Gesichtspunkte beachtet werden. Immerhin fällt bei dieser Art der Familienplanung die finanzielle Unterstützung eines zweiten Parts weg. 

PCO-Syndrom im Rahmen eines Kinderwunsches | Kinderwunsch Centrum München

PCO-Syndrom im Rahmen eines Kinderwunsches

Das Polyzystische Ovar Syndrom, abgekürzt PCO, ist die häufigste Ursache hormonell bedingter weiblicher Unfruchtbarkeit. Europaweit sind etwa 4 – 12 % aller Frauen im fruchtbaren Alter von dem Syndrom betroffen. Die Diagnose wird häufig erst aufgrund eines unerfüllten Kinderwunsches gestellt. Dabei ist eine frühzeitige Behandlung besonders wichtig, um die PatientInnen zu entlasten und die Erfolgschancen einer Therapie zu maximieren. Kein Wunder also, dass bei vielen Betroffenen speziell auch Fragen zum PCO im Zusammenhang mit Kinderwunsch („pco kinderwunsch“) auftauchen. Was dies im Rahmen eines Kinderwunsches bedeutet und mit welchen Therapieansätzen die Symptome behandelbar sind, lesen Sie im nachstehenden Artikel.


Was ist das PCO-Syndrom?

Bei dem Polyzystischen Ovar Syndrom handelt es sich um die am häufigsten auftretende hormonelle Störung bei Frauen im gebärfähigen Alter. Zahlreiche Beschwerden und Folgeerkrankungen wie beispielsweise Typ-2-Diabetes, chronische Herz-Kreislauf-Erkrankungen, eine eingeschränkte Fruchtbarkeit sowie Gebärmutterschleimhautkrebs können damit einhergehen. Von der Störung des Hormonhaushaltes sind vor allem die Geschlechtshormone betroffen; befinden sich diese im Ungleichgewicht, führt dies zu einer vermehrten Bildung von Androgenen (männlichen Hormonen). Durch die Erhöhung der Androgenwerte im Blut wird dann ein regulärer Zyklus verhindert. Daher leiden PatientInnen häufig an Oligo-, Ameno- beziehungsweise Hypermenorrhoe; also an zu seltenen, ausbleibenden oder besonders starken Regelblutungen. 

Zusätzlich können Symptome wie Hautunreinheiten, z.B. Akne, vermehrt auftretender männlicher Haarwuchs, Haarausfall im Kopfbereich sowie Übergewicht auf das PCO-Syndrom hindeuten. Mit Hilfe eines Ultraschalls kann häufig eine Vergrößerung der Eierstöcke, welche mit vielen kleinen wasserbefüllten Zysten behaftet sind, erkannt werden. 

Die Ursachen des PCO-Syndroms sind bis heute nicht restlos geklärt. Neben dem genannten Ungleichgewicht der hypophysären Hormone FSH und LH, kann auch eine angeborene Insulinresistenz oder Übergewicht mit daraus resultierenden hohen Insulinspiegeln das Zyklusgeschehen hemmen. Es wird davon ausgegangen, dass neben den eben genannten Faktoren auch Bewegungsmangel sowie falsche Ernährung das Auftreten der Erkrankung beeinflussen. 


Wie beeinflusst das PCO-Syndrom den Kinderwunsch?

Eine gestörte Funktion der Eierstöcke, welche oftmals mit dem PCO-Syndrom einhergeht, kann verlängerte Eizellreifungsphasen, eine Verspätung beziehungsweise das Nichteintreten des Eisprungs sowie Ausbleiben der monatlichen Periode verursachen. Die Zyklusstörungen werden dabei von einem unbalancierten Hormonhaushalt verursacht. Dem liegt ein unausgeglichenes Verhältnis von FSH (follikelstimulierendem Hormon) und LH (luteinisierendem Hormon) zugrunde; die Balance der beiden Hormone ist maßgeblich für die Bildung von Östrogen (weiblicher Hormone) verantwortlich. Bei Vorliegen eines PCO-Syndroms ist oftmals die im Körper vorhandene Menge an FSH nur halb so groß wie an LH. Folglich reifen die während eines Zyklus entstandenen Follikel nicht zu einer Eizelle heran und der Eisprung wird verhindert. Eine Verminderung der weiblichen Fruchtbarkeit ist die Folge. 

Die Verwirklichung eines Kinderwunsches auf normalen Weg ist für an PCO Betroffene daher oftmals eingeschränkt, jedoch nicht ausgeschlossen. 


Wie kann das PCO-Syndrom im Rahmen eines Kinderwunsches behandelt werden?

Aufgrund der Komplexität von PCO gibt es keine Standardtherapie, die auf alle Betroffenen angewendet werden kann. Welche Behandlung die größten Erfolgsaussichten bringt, hängt jeweils vom Einzelfall ab. Vorweg können bereits ein spezieller Ernährungsplan sowie die Adaption eines gesunden Lifestyles geeignete Maßnahmen darstellen. Auch die Behandlung des Insulinspiegels kann die Chance auf die Erfüllung eines Kinderwunsches erhöhen, denn einige  Betroffene leiden an einer angeborenen Insulinresistenz. Sollten etwaige Vorbehandlungen nicht ausreichen, ist eine hormonelle Stimulation denkbar.

Eileiterentzündung und Kinderwunsch | Kinderwunsch Centrum München

Eileiterentzündung und Kinderwunsch

Eileiterentzündungen und/oder Eierstockentzündungen sind Erkrankungen, die in einer engen Beziehung zu einer verminderten Fruchtbarkeit stehen. Ursächlich für eine Entzündung ist meist eine bakterielle Infektion. Während eine umgehend behandelte Infektion meist folgenlos bleibt, kann eine unbehandelte Infektion tiefgreifende Folgen haben.

Verkleben in Folge der Entzündung beispielsweise die Eileiter, kann dies eine verminderte Fruchtbarkeit sowie die Begünstigung einer extrauterinen Schwangerschaft zur Folge haben. Inwiefern eine Eileiterentzündung behandelt werden muss, welche Symptome damit einhergehen können und was dies für einen unerfüllten Kinderwunsch bedeuten kann, erklären wir im Folgenden.


Eileiterentzündung 

Eine Eileiterentzündung ist eine zumeist bakterielle Infektion (Salpingitis) eines oder beider Eileiter. Eine solche Infektion der Eileiter ist unbedingt ernst zu nehmen, da sie unbehandelt zu einer verminderten Fruchtbarkeit führen kann. Ursache hierfür sind Infektionserreger, die zum Eileiter gelangt sind und dort eine Entzündung auslösen. 

Neben den Eileitern können auch die Eierstöcke von einer Entzündung betroffen sein (Adnexitis). Sehr selten liegt eine Eierstockentzündung vor, die die Eileiter nicht angreift. Potenziell lebensgefährlich wird eine Entzündung dann, wenn sich aus der Adnexitis eine Bauchfellentzündung oder sogar eine Blutvergiftung (Sepsis) entwickelt. 

Auslöser für eine Entzündung sind meist Bakterien; diese gelangen am häufigsten aszendierend, also von der Scheide aus aufsteigend zu den Eileitern. Risikofaktoren für eine bakterielle Infektion sind vor allem ungeschützter Geschlechtsverkehr sowie bestehende Infektionen mit Erregern wie Chlamydien oder Gonokokken. Ursächlich kann aber ebenfalls eine sogenannte bakterielle Vaginose, ein Bakterienbefall der Scheide sein (z. B. Gardnerellen), oder eine Entzündung aus dem Bauchraum, wie beispielsweise eine Blinddarmentzündung.


Symptome einer Eileiter- und/oder Eierstockentzündung

Eine akute Eileiterentzündung oder Adnexitis geht meist mit starken Schmerzen einher. Sollte deshalb eines oder mehrere der folgenden Symptome auftreten, ist eine umgehende ärztliche Untersuchung empfehlenswert, um eine geeignete Medikation einzuleiten. In vielen Fällen schaffen Antibiotika bereits eine schnelle Besserung der Symptome.

Zu den typischen Symptomen einer Eierstock- bzw. Eileiterentzündung gehören: 

  • starke Unterleibsschmerzen und Krämpfe
  • Fieber
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Schmierblutungen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • unangenehm riechender Scheidenausfluss

Im Rahmen einer Eileiterentzündung oder einer Adnexitis sind meist die Entzündungswerte im Blut erhöht, was eine ersten Anhaltspunkt für eine vorliegende Entzündung bieten kann.  Eine Ultraschalluntersuchung ist ergänzend sehr hilfreich.

Bei manchen Keimen sollte unbedingt eine Paartherapie durchgeführt werden, um eine Wiederansteckung (Ping-Pong-Effekt) zu vermeiden. Zu diesen Keimen gehören z. B. Chlamydien, Mykoplasmen (sexuell übertragbare Infektionen (“sexual transmitted infection”)), aber auch Gardnerellen.


Eileiterentzündung und Kinderwunsch 

Wird eine Entzündung früh genug erkannt und behandelt, und sind die Eileiter nach der Entzündung intakt, hat eine Entzündung meist keine negativen Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit. Die Infektion heilt dann ohne Folgen ab.  

Bleibt eine Eileiterentzündung oder eine Adnexitis hingegen unbehandelt, kann die Entzündung chronisch werden. Das von der Infektion “wunde” Gewebe entzündet sich bei einer chronischen Entzündung immer wieder, so dass sich Verwachsungen oder Vernarbungen bilden können. 

Vernarbungen, die aus einer chronischen Eileiterentzündung oder Adnexitis resultieren, können die Eileiter verkleben, oder die Oberfläche des Eileiters soweit schädigen, dass dessen Transporteigenschaft nicht mehr gegeben ist. In Folge kann es zu einer Funktionsstörung der Eileiter kommen, womit das Risiko für eine Eileiterschwangerschaft ansteigt. 

Essenziell, um das Risiko einer Unfruchtbarkeit bzw. einer verminderten Fruchtbarkeit zu minimieren, ist daher die umgehende Abklärung und falls notwendig Behandlung bei einem oder mehreren der oben aufgeführten Symptomen. 

Kinderwunsch-Geschichte Minu L. | Kinderwunsch Centrum München

Kinderwunsch-Geschichte Minu L.

Die Erwartungshaltung nach dem Absetzen von Verhütungsmethoden ist oftmals, dass eine Schwangerschaft umgehend eintritt. In der Realität kann der Zeitraum, bis ein positives Ergebnis vorliegt, stark variieren: Bei manchen Paaren tritt eine Schwangerschaft bereits beim ersten Zyklus nach dem Absetzen ein, bei anderen braucht es mehrere Anläufe bis zum gewünschten Ergebnis. In Geduld üben mussten sich auch Minu und ihr Mann. Ihre ganz persönliche Kinderwunsch-Geschichte erzählen sie im folgenden Beitrag.

Minu L.: Dass wir irgendwann einmal Kinder haben wollen, war für meinen Mann und mich bereits am Anfang unserer Beziehung klar. “Irgendwann” haben wir immer gesagt. Zuerst wollten wir beide unsere Ausbildungen abschließen, in die ersten Jahre unseres Berufslebens starten und einige Zeit zu zweit verbringen. Als wir dann beschlossen, dass wir uns nun bereit dazu fühlten, unsere Familienplanung zu starten, war ich 29 Jahre alt und mein Mann 32. Ich setzte die Pille ab und wir starteten die ersten Versuche. Dass ich dabei nicht sofort schwanger wurde, war normal, dachte ich. Immerhin muss sich der Körper erstmal umstellen. Nach einigen weiteren Versuchen stellte sich Ernüchterung ein: es passierte nichts. Schnell sollten wir feststellen, dass die Familiengründung eben doch nicht so planbar ist. 

Nach zwei Jahren des erfolglosen Versuchens und einer Vielzahl an negativen Schwangerschaftstests beschloss ich dann, mich mit meinem Problem an meinen Frauenarzt zu wenden. Dieser machte einen Ultraschall, welcher aber unauffällig war. Seine Empfehlung: wir sollten dem Ganzen etwas mehr Zeit lassen. Zudem legte er uns nahe, ein Spermiogramm meines Mannes anfertigen zu lassen, um dahingehende fruchtbarkeitsmindernde Faktoren ausschließen zu können. Aber auch dieses blieb ohne Auffälligkeiten. Wir waren zunächst beruhigt, immerhin schien kein offensichtliches körperliches Hindernis vorzuliegen. Wir beschlossen, dem Ganzen noch etwas mehr Zeit zu geben. 

Aber als ich auch nach sechs weiteren Monaten immer noch einen negativen Schwangerschaftstest in der Hand hielt, beschlossen wir die Ursachenforschung erneut anzugehen und wandten uns auf Empfehlung an das Kinderwunsch Centrum München. Im Nachhinein betrachtet, hätten wir diese Entscheidung bereits viel früher treffen sollen. Nach einigen Untersuchungen erhielten wir nämlich die Diagnose: auf natürlichem Weg ist ein Schwangerschaftseintritt nur äußerst schwer möglich. Durch die Untersuchungen wurde festgestellt, dass meine Eileiter nicht vollständig durchlässig sind und eine Einnistung in der Gebärmutter für die Eizelle so nur äußerst schwer möglich ist. 

Gemeinsam mit unserer Ärztin entschieden wir uns dann für eine Behandlung mittels In-vitro-Fertilisation (IVF). Bei diesem Verfahren werden die befruchteten Eizellen direkt in die Gebärmutter eingesetzt und müssen nicht durch die Eileiter zur Gebärmutter transportiert werden. Zwar sollte es auch dann noch einige Zeit dauern und einige Versuche brauchen, bis ich dann wirklich schwanger wurde, aber irgendwann hat es geklappt. Auch wenn wir uns auf dem Weg mehrfach gefragt haben, warum wir uns das antun, die stetige Enttäuschung über ein negatives Ergebnis hat in den letzten Jahren stark an den Nerven gezerrt, sind wir nun unfassbar glücklich, dass wir diese Reise mitgemacht haben. Wir sind dem gesamten Team des Kinderwunsch Centrum München unglaublich dankbar, dass sie uns auf unserem Weg immer unterstützt und uns stets so viel Zuversicht vermittelt haben. 

Wir danken Minu L. für ihre Offenheit. Wenn Sie ebenfalls Ihre Kinderwunschgeschichte erzählen wollen, senden Sie uns bitte Ihren Kontakt an: kinderwunschgeschichten@ivf-muenchen.de. Wir freuen uns, Ihre Geschichte zu hören!

Schwanger werden trotz Endometriose | Kinderwunsch Centrum München

Schwanger werden trotz Endometriose

Endometriose, eine Erkrankung bei der sich Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ähnelt (“ose” = ähnlich)), außerhalb der Gebärmutter ansammelt, ist eine der häufigsten gynäkologischen Erkrankungen. Sie geht häufig mit starken Schmerzen sowie einer verminderten Fruchtbarkeit einher und spielt daher eine wichtige Rolle bei unerfülltem Kinderwunsch. Wie genau sich Endometriose äußert, welche Therapiemöglichkeiten es bei einem Kinderwunsch mit Endometriose gibt und von welchen Bedingungen diese abhängen, haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.


Endometriose

Endometriose ist eine chronische Erkrankung, also ein Leiden, bei der sich Zellen, die der Gebärmutterschleimhaut ähneln, außerhalb dieser ablagern. Die sogenannten Endometrioseherde können sich so beispielsweise im Becken, in den Eierstöcken, auf der Blase oder auf dem Darm ansiedeln. In einigen Fällen bleiben diese Gewebeansammlungen folgenlos, in anderen Situationen können unterschiedlich starke Beschwerden die Folge sein. 

Schätzungen zufolge sind bis zu 10 % der Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter davon betroffen. Die Symptome sind oftmals nicht eindeutig und werden nicht selten als “psychisch” abgetan, weshalb es oft Jahre dauert, bis die richtige Diagnose gestellt wird. Da die Endometrioseherde hormonell, im Rahmen des Menstruationszyklus, beeinflusst werden, kann es zu regelmäßigen, zyklischen Beschwerden kommen, die Regelschmerzen ähneln. Unklar ist dabei nach wie vor, welche Faktoren genau für das Entstehen sowie Fortschreiten der Erkrankung verantwortlich sind. Auch die genauen Mechanismen, durch die die Fruchtbarkeit beeinflusst werden kann, sind noch nicht vollständig geklärt. Allerdings zeigt sich immer mehr, dass es neben den anatomischen Problemen, die durch Verwachsungen und Vernarbungen entstehen, vor allem die entzündliche Gegenreaktion des Körpers gegen die Endometrioseherde ist, die die Fruchtbarkeit einschränkt. Hierbei werden nämlich konstant Entzündungsstoffe (Zytokine) frei, welche die Ovarien und Gebärmutter durchsetzen und negative Auswirkungen auf die Eizellreifung und v. a. die embryonale Einnistung ausüben.


Therapiemöglichkeiten: Schwanger werden trotz Endometriose

Bleibt der ersehnte Kinderwunsch im Rahmen einer Endometriose-Diagnose aus, empfiehlt es sich, für eine weitere Abklärung professionelle Unterstützung zu suchen. Hierbei ist in einem ersten Schritt aufzuklären, ob die Endometriose der einzige Grund für die Unfruchtbarkeit ist oder ob noch weitere fruchtbarkeitsmindernde Faktoren vorliegen. 

Maßgeblich für die Entscheidung, eine Endometriose zu behandeln, ist vor allem das Beschwerdebild der PatientIn, das Alter der PatientIn (bzw. die Eizellreserve) und die Dauer des unerfüllten Kinderwunsches. Ist beispielsweise der Weg zwischen Gebärmutter und Eierstöcken durch Verwachsungen/Vernarbungen blockiert, ist eine künstliche Befruchtung häufig die einzige Möglichkeit, dennoch schwanger zu werden. 

Nach heutiger Lehrmeinung ist der erste Schritt aber die operative Entfernung der Verwachsungen bzw. Endometrioseherde. Hierfür gibt es im Wesentlichen zwei Gründe. Bei einer ausgeprägten Endometriose mit Vernarbungen, Verwachsungen und Endometrioseabsiedelungen kann es durch einen operativen Eingriff gelingen, die Anatomie wieder herzustellen, um ggf. eine Schwangerschaft auf normalem Wege zu ermöglichen. Aber auch bei wenig ausgeprägter Endometriose ist die Entfernung der Endometrioseherde angezeigt, da diese eine chronisch-entzündliche Aktivierung des Immunsystems unterhalten können, wodurch sich auch die Chancen vermittels “künstlicher Befruchtung” schwanger zu werden, verschlechtern. Zudem darf nicht vergessen werden, dass Beschwerdefreiheit ein wichtiges Gut darstellt. Methode der Wahl ist heutzutage die Pelviskopie, selbst bei ausgedehnten Endometrioseabsiedelungen.

Leider ist die Endometriose keine Krankheit im eigentlichen Sinne, sondern ein Leiden, also eine Veranlagung. Gerade bei sehr aktiven, also zumeist “juvenilen” (jugendlichen) Endometriosen kann es nach einer gewissen Zeit zu Rezidiven kommen, weswegen es dann nicht bei einem operativen Eingriff bleibt. Insofern war die Pelviskopie als “minimal-invasive” Methode anstelle eines Bauchschnittes ein großer Fortschritt, gerade in Hinblick auf die Lebensqualität. 

Eileiterdurchgängigkeitsprüfung im Rahmen eines Kinderwunsches | Kinderwunsch Centrum München

Eileiterdurchgängigkeitsprüfung im Rahmen eines Kinderwunsches

Die Eileiter stellen die Verbindung zwischen Gebärmutter und Eierstock und Gebärmutter dar. Die Fimbrien, die sich am Ende des Eileiters befinden, fangen die Eizelle auf und leiten diese in die Eileiter weiter. Befinden sich Spermien im Eileiter, wird hier die Eizelle dort befruchtet. Anschließend wird die Eizelle mittels feiner Härchen (Zilien) in die Gebärmutter weiter transportiert. Sind die Eileiter vollständig oder teilweise verschlossen, wird die Befruchtung der Eizelle durch die Spermien verhindert und/oder der Weg der (un)befruchteten Eizelle in die Gebärmutterhöhle blockiert. 

Für einen natürlichen Schwangerschaftseintritt sind durchgängige Eileiter also eine Grundvoraussetzung. Sind diese hingegen in ihrer Funktion (!) beiträchtigt oder gar vollständig verschlossen, kann die Fruchtbarkeit vermindert/komplett verloren gegangen sein. Eine erste orientierende Untersuchung ist die  sogenannte Hysterokontrastsonografie (HKSG oder HyCoSy).

Welche Ursachen (teilweise) verschlossenen Eileitern zugrunde liegen können, welche Methoden der Eileiterdurchgängigkeitsprüfung es noch gibt und welche Behandlungsmethoden im Rahmen eines negativen Ergebnisses angewendet werden können, haben wir im Folgenden zusammengefasst.


Ursachen für verschlossene Eileiter

Die häufigsten Ursachen für (teilweise) verschlossene/verklebte Eileiter sind:

Anatomische Veränderungen:

  • Angeborene Fehlbildungen
  • Polyposis
  • Nach organerhaltender operativer Therapie einer Tubargravidität
  • Vernarbungen infolge von Unterleibsoperationen
  • Onkologische Neubildungen

Eierstocks- und Eileiterentzündungen (Adnexitis):

  • (Sexuell) übertragbare Krankheiten wie z. B. Chlamydien oder Gonokokken (unbedingt darauf achten, dass bei diesen Infektionen eine Behandlung beider Partner*innen notwendig ist)
  • Im Rahmen von aufsteigenden (aszendierenden) oder absteigenden (deszendierende) Infektionen, z. B. aus dem Scheidenbereich, Kontakt mit „infizierten“ Nachbarorganen (z. B. Blinddarmentzündungen)
  • Kontrazeption mit einer Spirale: über den Faden können Bakterien in die Gebärmutter gelangen
  • Unterleibsoperationen

Endometriose:

Gutartige, meist schmerzhafte Wucherungen aus gebärmutterschleimhautartigem Gewebe. Wuchert dieses in Richtung der Eileiter, kann sie diese (teilweise) blockieren.


Eileiterdurchgängigkeitsprüfung: Methoden

Hysterosalpingo-Kontrastsonographie (HKSG oder HyCoSy)

Die Hysterosalpingo-Kontrastsonographie (HKSG) ist die häufigst angewandte und schonendste Methode zur Eileiterdurchgängigkeitsprüfung, da sie ein gering invasives Verfahren darstellt. Der beste Zeitpunkt für eine HKSG ist nach Ende der Menstruationsblutung bis kurz vor dem Eisprung; meistens fällt dies etwa auf den sechsten bis zwölften Zyklustag. Bei der HKSG wird ein dünner Katheter über den Muttermund in den Gebärmutterhals eingeführt. Mittels Ultraschall wird der Sitz des Katheters überprüft. Für die Eileiterdurchgängigkeitsprüfung wird anschließend ein Kontrastmittel über die Gebärmutterhöhle in die Eileiter gespritzt. Das Kontrastmittel fließt die Eileiter entlang und tritt bei durchgängigen Eileitern nahe der Eierstöcken wieder aus. Per Ultraschalluntersuchung kann der Austritt der Flüssigkeit beobachtet und eventuelle Verklebungen bzw. Verschlüsse (durch den Nicht-Austritt) sichtbar gemacht werden. Eine Narkose ist für die HKSG nicht notwendig.

Bauchspiegelung (Laparoskopie) mit Chromopertubation

Liegen hingegen weitere Hinweise für andere fruchtbarkeitsmindernde Faktoren, wie beispielsweise Zysten, Myome oder Verwachsungen, vor, kann zur Eileiterdurchgängigkeitsprüfung eine Chromopertubation im Rahmen einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) durchgeführt werden. Diese Untersuchung erfolgt unter Narkose. Die Eileiterdurchgängigkeitsprüfung erfolgt durch die sogenannte Chromopertubation. Ähnlich der HKSG wird jetzt aber ein blauer Farbstoff (z. B. Toluidinblau, Methylenblau) über die Gebärmutterhöhle in die Eileiter gespült. 

Im Rahmen der Bauchspiegelung können neben der Durchgängigkeitsprüfung auch nach Verwachsungen sowie eine Endometriose gefahndet werden. Sollten Endometrioseherde gefunden werden oder Verwachsungen vorliegen, können diese ggf. direkt entfernt werden, ebenso Myome (falls vorhanden).


Behandlungsmethoden bei negativer Eileiterdurchgängigkeitsprüfung

Fällt die durchgeführte Eileiterdurchgängigkeitsprüfung negativ aus, bedeutet dies nicht, dass der Kinderwunsch unerfüllt bleiben muss. Ist nur ein Eileiter verschlossen, ist eine Schwangerschaft auf natürlichem Wege fast uneingeschränkt möglich – jedoch kann der Zeitraum  bis zum Schwangerschaftseintritt verlängert sein. Sind hingegen beide Eileiter betroffen, kann ein natürlicher Schwangerschaftseintritt stark erschwert bis unmöglich sein. In solchen Situationen ist heutzutage die “In Vitro-Fertilisation” (IVF), also die Umgehung der Eileiter die erste Wahl. Sie stellt gewissermaßen eine “normale Befruchtung” am “künstlichen Ort” dar.

An Bedeutung stark verloren haben mikrochirurgische Methoden zur Wiederherstellung der Eileiter, auch weil das beschädigte Gewebe – selbst bei einer Wiederherstellung der Durchgängigkeit – meist zu erheblichen Funktionseinbußen führt. 

Unterstützung bei unerfülltem Kinderwunsch im Kinderwunsch Centrum München | Kinderwunsch Centrum München

Unterstützung bei unerfülltem Kinderwunsch im Kinderwunsch Centrum München

Einem unerfüllten Kinderwunsch können vielfältige Ursachen zugrunde liegen. Und auch wenn sich Betroffene häufig damit alleine fühlen – sie sind es nicht! Schätzungsweise jedes siebte Paar in Deutschland ist vorübergehend oder auf Dauer ungewollt kinderlos. In den meisten Situationen handelt es sich dabei also nicht um eine vollständige Sterilität, sondern um das Vorliegen fruchtbarkeitseinschränkender Faktoren, die einen Schwangerschaftseintritt erschweren bzw. verzögern, also eine Subfertilität. Umso wichtiger ist es deshalb, dass die PatientInnen/Patientenpaare eine vollständige Ursachenabklärung sowie die bestmöglichste Unterstützung bei unerfülltem Kinderwunsch erhalten. Unser Praxisteam steht Ihnen während der gesamten Behandlungszeit zur Seite. Wir freuen uns Sie bei Ihrem Start in die Familienplanung zu begleiten. 


Unterstützung bei unerfülltem Kinderwunsch im Kinderwunsch Centrum München

Ihre Wünsche und Vorstellungen haben für unser Centrum oberste Priorität. In angenehmer und herzlicher Atmosphäre, verbunden mit hoher Professionalität in allen technischen Abläufen, unterstützen wir Sie hierbei umfassend. Deshalb geht einer Erstuntersuchung im Kinderwunsch Centrum München stets ein persönliches Beratungsgespräch voraus.

Ablauf einer Erstuntersuchung bei unerfülltem Kinderwunsch

1. Erstgespräch

Am Anfang jeder Behandlung steht stets ein ausführliches gemeinsames Beratungsgespräch. Dabei werden die medizinische Vorgeschichte, eventuell bereits vorhandene Untersuchungsergebnisse sowie mögliche Vorbehandlungen besprochen und alle offenen Fragen besprochen.

2. Blutabnahme 

Anschließend an das Gespräch werden meist umfassende Blutuntersuchungen vorgenommen. Dazu zählen Hormonuntersuchungen, serologische Untersuchungen auf Infektionen sowie weitere sterilitätsrelevante Parameter. Abhängig von der Vorgeschichte sowie Erkrankungen in der Familie können die Untersuchungen auch die Abklärung einer möglichen Thromboseneigung oder den Ausschluss von Strukturanomalien der Chromosomen beinhalten. 

3. Vaginale Sonographie

Zudem werden fast immer Ultraschalluntersuchungen durchgeführt, um anatomische Auffälligkeiten wie Zysten, Myome oder andere Veränderungen der weiblichen Fortpflanzungsorgane zu erkennen oder auszuschließen. 

4. Spermiogrammuntersuchung 

Zu den ersten Untersuchungen zählt meist auch die Untersuchung der Samenflüssigkeit des Mannes mittels eines Spermiogramms. Zur weiteren Diagnostik kann gegebenenfalls die Konsultation eines Urologen bzw. Andrologen notwendig werden. 

5. Weitere Untersuchungen 

Weitere Untersuchungen sind beispielsweise eine Durchgängigkeitsprüfung der Eileiter durch die Hysterokontrastsonographie (HKSG) oder eine weitergehende operative Überprüfung durch Hysteroskopie, Pelviskopie mit Chromopertubation. Neuerdings führen wir dabei fast regelhaft eine Untersuchung auf eine chronische Endometritis (CE) und die Keimbesiedelung (Mikrobiom) durch.

6. Besprechung der Untersuchungsergebnisse

Sobald alle Befunde vorliegen, besprechen wir gemeinsam mit unseren PatientInnen/Patientenpaaren das weitere Vorgehen und machen Vorschläge zu zielführenden diagnostischen Untersuchungen sowie Behandlungsmaßnahmen. Dieser Termin kann auch als Videotermin stattfinden.


Behandlungen im Kinderwunsch Centrum München

Um unseren PatientInnen die bestmögliche Unterstützung bei unerfülltem Kinderwunsch zukommen zu lassen, bietet unsere Praxis eine umfassende Bandbreite an Behandlungsmethoden an. Die Bandbreite reicht dabei von Zyklusoptimierungen bis hin zu operativen Eingriffen sowie Behandlungen wie der künstlichen Befruchtung mittels IVF und ICSI. Insgesamt umfasst das Behandlungsspektrum: 

  • Unterstützung der natürlichen Konzeption
  • Hormonelle Zyklusoptimierung
  • Insemination (IUI)
  • In-vitro-Fertilisation (IVF)
  • Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)
  • MESA/TESE
  • Blastozystenkultur
  • Assisted Hatching (AHA)
  • Social Freezing (SOF)
  • Fertiprotektion bei Tumorerkrankungen
  • Präimplantationsdiagnostik (PID)
  • Psychologische Betreuung
Gelbkörperschwäche im Rahmen eines unerfüllten Kinderwunsches | Kinderwunsch Centrum München

Gelbkörperschwäche und Kinderwunsch – Diagnose und Therapien

Neben Östrogenen ist Progesteron eines der wichtigsten weiblichen Sexualhomone. Dieses wird vorwiegend in der zweiten Zyklushälfte vom Gelbkörper gebildet und übernimmt wichtige Funktionen im Rahmen der Einnistung einer befruchteten Eizelle sowie dem Erhalt einer Schwangerschaft. Ist die zweite Zyklushälfte stark verkürzt, tritt also eine Lutealphaseninsuffizienz auf, kann es in Folge zu einer “Gelbkörperschwäche” kommen: Das Hormon Progesteron wird nicht mehr in den notwendigen Konzentrationen gebildet. So kann eine Gelbkörperschwäche für sich schon eine Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch sein. Was dies im Rahmen eines Kinderwunsches bedeutet, wie eine Gelbkörperschwäche entsteht und wie diese behandelt werden kann, lesen Sie im folgenden Artikel.


Gelbkörperschwäche und Progesteronabfall

Die Lutealphase

Die zweite Hälfte des Menstruationszyklus kennzeichnet die Gelbkörperphase bzw. die Lutealphase. In dieser Phase bildet der Gelbkörper das Hormon Progesteron. In der Regel dauert die Lutealphase 14 Tage. Abhängig von der individuellen Zykluslänge kann allerdings auch die Länge der Lutealphase schwanken. Schwankungen im Bereich zwischen 12 und 16 Tagen sind dabei bedenkenlos. Ist die Lutealphase freilich kürzer als 10 Tage, liegt eine Lutealphaseninsuffizienz beziehungsweise Gelbkörperschwäche vor. 

Progesteron

Das Hormon Progesteron führt zu einer Veränderung der Gebärmutterschleimhaut, so dass eine Einnistung der befruchteten Eizelle ermöglicht wird. Zudem übernimmt das Hormon wichtige Funktionen im Hinblick auf das embryonale Wachstum nach erfolgreicher Einnistung. Findet hingegen keine Einnistung statt, führt der Abfall des Progesteronspiegels dann zur Menstruationsblutung. 


Gelbkörperschwäche im Rahmen eines unerfüllten Kinderwunsches

Als Gelbkörperschwäche bezeichnet man eine Funktionsschwäche des Gelbkörpers, mit der Folge eines Progesteronmangels. Ein ausreichend hoher Progesteronspiegel spielt eine wichtige Rolle bei einer eintretenden Schwangerschaft. Ist der Progesteronspiegel hingegen zu niedrig, wird die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter erschwert. Fehlt das Hormon vollständig, kann eine Schwangerschaft gar nicht erst eintreten oder eine bestehende Schwangerschaft gefährdet werden. 

So kann eine vorliegende Gelbkörperschwäche sowohl zu Unfruchtbarkeit, als auch zu einem erhöhten Fehlgeburtenrisiko führen. Grund dafür ist die meist damit verbundene unzureichende Eizellreifung und folglich eine unvollständige Gelbkörperbildung. 

Mögliche Symptome und Ursachen einer Lutealphaseninsuffizienz (Progesteronmangel):

Eine Gelbkörperschwäche äußerst sich meist nicht durch spezifische Symptome, sondern wird oftmals häufig erst im Rahmen der Abklärung für einen unerfüllten Kinderwunsch oder wiederholten Fehlgeburten festgestellt. Zu den möglichen Symptomen gehören: 

In vielen Fällen hat eine Lutealphaseninsuffizienz eine krankhafte Ursache. Dazu zählt beispielsweise das PCO-Syndrom, bei dem die Follikelreifung unzureichend stattfindet. Ebenso Erkrankungen der Eierstöcke beziehungsweise deren geringe Stimulation durch eine mangelnde Produktion der Hormone FSH und LH. Auch Autoimmunerkrankungen, etwa der Schilddrüse oder Erkrankungen des Darms, der Bauchspeicheldrüse oder der Nebenniere können eine Ursache für eine Gelbkörperschwäche sein. Ist der Progesteronwert niedrig, kann dieser auch ein Anzeichen für den Beginn der Wechseljahre darstellen. 

Vorgehensweise bei Verdacht auf Gelbkörperschäche 

Besteht aufgrund der möglichen Symptome der Verdacht des Vorliegens einer Gelbkörperschwäche, sollte im ersten Schritt der Zyklus genau beobachtet werden. Um festzustellen, ob die zweite Zyklushälfte tatsächlich verkürzt ist, können Ovulationstests hilfreich sein. Zudem ist eine Abklärung sowie Diagnosenstellung durch ärztliches Fachpersonal stets ratsam, um gegebenenfalls frühzeitig mit der passenden Therapie zu beginnen. 

Behandlung einer Gelkörperschwäche

Um eine Gelbkörperschwäche im Rahmen eines unerfüllten Kinderwunsches zu behandeln, können entweder Eisprung-auslösende Medikamente oder Progesteron-Präparate eingesetzt werden. Die Eisprung-auslösenden Medikamente unterstützen das Eizellwachstum und die Eizellreifung und somit die Qualität des Gelbkörpers. 

Die 2. Zyklushälfte kann auch direkt durch Progesteron-Präparate unterstützt werden. 

Eine Gelbkörperschwäche mit rapidem Abfall kann auch zu einer vorzeitigen Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut führen. 


Häufige Fragen zur Gelbkörperschwäche

  • Wie kann man Gelbkörperschwäche feststellen?
    1. Beobachten der Basaltemperaturkurve: Durch das vom Gelbkörper freigesetzte Progesteron steigt die Körpertemperatur nach dem Eisprung für mindestens 10-12 Tage leicht an. Ist diese Zeit kürzer, kann dies ein Hinweis auf Gelbkörperschwäche sein. Diese Methode ist jedoch unsicher und gibt allenfalls Hinweise zu einer möglichen Gelbkörperschwäche
    2. Progesteron-Bluttest: Etwa sieben Tage nach dem Eisprung wird das Progesteron im Blut gemessen. Ist der Wert zu niedrig, deutet dies auf eine Gelbkörperschwäche hin.
    3. Ultraschalluntersuchung: Eine zu dünne Gebärmutterschleimhaut und eine fehlende Transformation können auf eine Gelbkörperschwäche hinweisen.
    4. Zusätzliche weitere hormonelle Zyklusprofile: Das Messen von LH, FSH, Östradiol und Prolaktin kann helfen, die hormonellen Zusammenhänge zu klären
  • Ist Gelbkörperschwäche behandelbar?

    In den meisten Fällen ist Gelbkörperschwäche gut behandelbar. Mögliche Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten sind:

    1. Vorübergehende hormonelle Schwankungen:
      Ursachen: Stress, Ernährung und allgemeiner Lebensstil (z. B. starke körperliche Belastung, Diäten, Krankheiten, nach Absetzen der Pille):
      Behandlung: Oft reicht es, den Körper zu stabilisieren (Stressabbau, ausgewogene Ernährung, Gewichtsreduktion, normaler Schlafrhythmus, Mikronährstoffe)
    2. Hormonelles Ungleichgewicht:
      Ursachen: z. B. Schilddrüsenunterfunktion, erhöhte Prolaktinwerte, Östrogendominanz
      Behandlung: Korrektur der zugrunde liegenden Hormonstörung (z. B. Schilddrüsenmedikamente, Senkung von Prolaktin).
    3. Gabe von Hormonen um den Zyklus zu unterstützen:
      Progesteronpräparate
  • Findet trotz Gelbkörperschwäche ein Eisprung statt?

    Meist findest trotz vorliegender Gelbkörperschwäche ein Eisprung statt. Allerdings produziert der Gelbkörper nach dem Eisprung zu wenig Progesteron und die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter wird erschwert.

  • Kann man trotz Gelbkörperschwäche schwanger werden?

    Auch wenn eine Gelbkörperschwäche vorliegt, kann in manchen Zyklen der Gelbkörper genug Progestoron für eine Schwangerschaft produzieren. Eine eintretende Schwangerschaft ist, je nach Ursache für die Gelbkörperschwäche, also durchaus möglich.

    Zudem lässt sich die Gelbkörperschwäche mit Eisprung-auslösende Medikamenten oder Progesteron-Präparaten meist gut behandeln.

  • Wohin kann ich mich bei einer vorliegenden Gelbkörperschwäche wenden?

    Unser Praixsteam steht Ihnen jederzeit sehr gerne als vertrauensvoller Partner bei einem unerfüllten Kinderwunsch zur Seite. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir herausfinden, welche Ursache dem zugrunde liegt und einen optimalen Behandlungsplan für Ihren erfolgreichen Start in die Familienplanung erarbeiten.

Kinderwunsch nach Fehlgeburt | Kinderwunsch Centrum München

Kinderwunsch nach Fehlgeburt

Auch wenn sich viele damit alleine fühlen: Fehlgeburten kommen sehr viel häufiger vor als angenommen. Etwa 10 bis 15 % der klinischen Schwangerschaften enden vorzeitig. Die Zeit nach einem Abgang empfinden viele Betroffene als psychisch sehr belastend. Dennoch stellt sich häufig – früher oder später – die Frage nach einer weiteren Schwangerschaft. Viele Frauen sind unsicher, wann es ihnen nach einer Fehlgeburt wieder möglich ist, schwanger zu werden. Auch besteht bei Betroffenen häufig Unsicherheit, ob die Schwangerschaft beim nächsten Mal problemlos verläuft. Um Ihnen die Unsicherheit zu nehmen, gehen wir im Folgenden auf einige offene Fragen rund um das Thema Kinderwunsch nach Fehlgeburt ein.


Häufigkeit von Fehlgeburten

Über die exakte Fehlgeburtenrate lässt sich nur schwer Aussage treffen. Grund hierfür ist die große Dunkelziffer: Nicht alle Fehlgeburten werden auch als solche wahrgenommen. So bleiben gerade Fehlgeburten in der frühen Zeit der Schwangerschaft häufig unbemerkt – oftmals wurde die Schwangerschaft noch gar nicht festgestellt. Aber grundsätzlich gilt: Zwischen der fünften und der zehnten Schwangerschaftswoche haben etwa 15 bis 20 % der Schwangeren einen Spontanabort. Am häufigsten (50 %) treten Frühestaborte bereits vor der sechsten Schwangerschaftswoche auf. Mit Fortschreiten der Schwangerschaft wird die Wahrscheinlichkeit eines Abganges zunehmend geringer. Im zweiten Schwangerschaftsdrittel (12. – 24. SSW) kommt es nur noch bei 2 % zu einer Fehlgeburt. Treten wiederholt Spontanaborte auf, spricht man von “wiederholten Spontanaborten” (WSA) oder „recurrent spontaneous abortions“ (RSA). 


Kinderwunsch nach Fehlgeburt

Für viele Frauen, die einen Abgang durchleiden mussten, wird der Kinderwunsch nach einer Fehlgeburt ein Thema. 

Es gibt eine Vielzahl an Ursachen, die zu wiederholten Fehlgeburten führen können. Daher gilt es, der Ursache für den Spontanabort auf den Grund zu gehen, um so ggf. das Risiko für einen wiederholten Abort zu minimieren: 

Hormonelle Ursachen

Eine Reihe hormoneller Störungen können für eine Fehlgeburt verantwortlich sein. Eine gestörte Gelbkörperphase, Schilddrüsenfunktionsstörungen oder Eizellreifungsstörungen wie das PCO-Syndrom können Ursache für einen Spontanabort sein. Schwankt die Konzentration bestimmter Hormone oder fehlt gar ein bestimmtes Hormon im Körper völlig, steigt das Risiko eines Spontanaborts. Ist eine hormonelle Störung Ursache für die Fehlgeburt gewesen, so sollte diese vor dem nächsten Schwangerschaftsversuch behandelt werden, um eine erfolgreiche Schwangerschaft zu ermöglichen; ggf. ist in einer Folgeschwangerschaft auch eine hormonelle Unterstützung sinnvoll.

Genetische Ursachen 

Besonders bei frühen Abgängen finden sich häufig genetische Veränderungen der Embryonen. Oftmals handelt es sich dabei um zufällige, neue aufgetretene Fehler in einzelnen Genen oder aber in der Struktur oder Anzahl einzelner Chromosomen. 

Gerade bei wiederholten Spontanaborten ist es daher ratsam, das Abortmaterial genetisch untersuchen und die mütterlichen sowie väterlichen Erbanlagen abklären zu lassen. Im Laufe des Alters nehmen Fehlverteilungen von Chromosomen zudem zu, und zwar vor allem aufgrund des Alterungsprozesses der Eizellen. 

Anatomische Ursachen

Ebenfalls können bisher unentdeckte anatomische Ursachen, wie etwa eine Fehlbildung der Gebärmutter oder Verwachsungen nach Operationen oder durch vorangegangene Fehlgeburten Ursache für einen Spontanabort sein. Meist lassen sich jene anatomischen Ursachen mit einer einfachen Ultraschalluntersuchung oder auch eine Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) feststellen. 

Infektionen

Auch eine fehlerhafte Besiedelung der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) mit Keimen (Mikrobiom) oder gar Infektionen können für ein Einnistungsversagen oder ein verfrühtes Schwangerschaftsende verantwortlich sein. Um die Wahrscheinlichkeit einer intakten Schwangerschaft nach einer Fehlgeburt zu erhöhen, gilt es, Fehlbesiedelungen oder Infektionen durch Bakterien, Viren oder Pilze auszuschließen. Dafür wird ein Gebärmutterhalsabstrich entnommen und auf Erreger untersucht. Ergänzend erfolgen Blutuntersuchungen (Serologie).

Immunologische Ursachen

Für einen erfolgreichen Einnistungsprozess und einen ungestörten Schwangerschaftsverlauf ist ein richtig ausbalanciertes Immunsystem essentiell. Sowohl Unter- als auch Überfunktionen können zu Schwangerschaftsverlusten oder Komplikationen im Schwangerschaftsverlauf führen. Problematisch ist es auch, wenn es zu Autoimmunerkrankungen kommt, das Immunsystem also körpereigene Gewebe angreift und sogar Antikörper dagegen bildet.

Um die sich daraus ergebenden Probleme in ihrer Gesamtheit zu erfassen, bedarf es spezieller diagnostischer Verfahren und Funktionstests. Lassen sich hierbei Störungen nachweisen, so gibt es eine Reihe von Therapieansätzen, um einer erneuten Fehlgeburt vorzubeugen  

Thrombophilie (Störung der Blutgerinnung)

Es gibt verschiedene Störungen der Blutgerinnung, im Volksmund als “zu dickes” oder “zu dünnes” Blut klassifiziert. Nicht alle müssen Fehlgeburten begünstigen, einige tun dies jedoch. Auch hier ist eine umfassende Diagnostik angezeigt.