Zum Hauptinhalt springen

Autor: sophia

PMS Symptome: Daran erkennen Sie das prämenstruelle Syndrom | Kinderwunsch Centrum München

PMS Symptome: Daran erkennen Sie das prämenstruelle Syndrom

Viele Frauen leiden jeden Monat aufs Neue an den Tagen vor dem Einsetzen der Monatsblutung unter körperlichen oder psychischen Beschwerden. Für dieses Phänomen wird der Begriff “Prämenstruelles Syndrom” (PMS) verwendet. Bei den meisten Frauen treten die PMS-Symptome nicht allzu stark auf, andere jedoch leiden so stark unter den Beschwerden, dass ihr alltägliches Leben nachhaltig negativ beeinflusst wird. Welche Symptome mit einem PMS verbunden sind, auf welche Ursachen das Syndrom zurückzuführen ist und was es für einen Kinderwunsch bedeutet, haben wir im Folgenden zusammengetragen.


Durch welche Symptome äußert sich das PMS?

PMS-Symptome treten in der zweiten Hälfte des Zyklus etwa zwei Wochen bis 3 Tage vor dem Einsetzen der Regelblutung auf. Im Regelfall enden sie mit dem ersten Tag der Periode. Frauen mit PMS leiden an körperlichen und/oder psychischen Beschwerden, die in ihrer Intensität von Frau zu Frau und von Monat zu Monat variieren können. Die am häufigsten auftretenden körperlichen Symptome sind Gewichtszunahme, Hautveränderungen, Spannungsgefühl in den Brüsten, Müdigkeit, vermehrte Wassereinlagerungen, Schmerzen im Kopf, Rücken sowie Unterbauch, Übelkeit und Kreislaufprobleme. Neben den körperlichen Beschwerden treten oftmals psychische Veränderungen als PMS-Symptome auf, wie z. B.:: Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Angstzustände, depressive Schübe, innere Unruhe wie auch Konzentrations- sowie Schlafstörungen. Zirka 5 % der betroffenen Frauen leiden so stark darunter, dass sie sich in ihrem privaten, sozialen wie auch beruflichen Alltag eingeschränkt fühlen.

Zudem kann es bei Betroffenen in der Zeit vor der Periode vermehrt zu einem Gefühl der Überforderung kommen. Während das Selbstwertgefühl beeinträchtigt wird, können Sorgen und die Angst vor Kontrollverlust verstärkt werden. Diese negativen Verstimmungen und Stimmungsschwankungen haben häufig keinen objektivierbaren Grund und können innerhalb kurzer Zeit auftreten beziehungsweise verschwinden.


Was sind die Ursachen des PMS?

Trotz jahrelanger und intensiver Forschung am PMS sind die Ursachen für dessen Auftreten bis heute nicht restlos geklärt. Da die auftretenden PMS-Symptome sehr vielfältig sind, wird davon ausgegangen, dass diese nicht ausschließlich auf eine einzige Ursache zurückzuführen sind, sondern auf ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren als Auslöser. Somit kann das PMS als eine multifaktoriell bedingte Störung bezeichnet werden, dessen Faktoren in der Psyche, im Nerven- wie auch im Hormonsystem verankert sind. Außerdem wird von einem Zusammenhang mit einer Gelbkörperschwäche, also einer Störung der Progesteronbildung, oder einer Dysbalance zwischen der Progesteron- und Östrogenkonzentration ausgegangen.


Kann ein Kinderwunsch trotz PMS Symptome erfüllt werden?

Kinderwunsch-Geschichte Hanna | Kinderwunsch Centrum München

Kinderwunsch-Geschichte Hanna L.

Immer häufiger wenden sich Frauen an unser Kinderwunschzentrum, die sich für eine Familienplanung ohne PartnerIn entschieden haben und somit bewusst alleinerziehende Mutter werden wollen. Sich für einen Weg zu entscheiden, der vom „klassischen Familienbild” abweicht, kann häufig sehr emotional sein. Hanna L. ist Single Mom By Choice geworden und teilt im Folgenden ihre ganz persönliche Geschichte.

Hanna L.: Während all meine FreundInnen in Beziehungen mit ihren langjährigen PartnerInnen an die Familiengründung dachten, befand ich mich Mitte 30 inmitten der Trennung von meinem Lebensgefährten. Meine Lebenssituation in diesem Alter hatte ich mir definitiv anders vorgestellt. Anstelle eines eigenen Hauses, in dem mein Partner und ich mit unseren gemeinsamen Kindern lebten, war ich wieder Single. Das Schlimmste an der ganzen Sache für mich war mein unerfüllter Kinderwunsch, dessen Verwirklichung ohne Partner immer unwahrscheinlicher wurde.

Zwar war ich bereit für eine neue Beziehung, doch gestaltete sich die Partnersuche leider sehr schwierig, da ich niemanden kennenlernte, der sich etwas Festes und Langfristiges vorstellen konnte. Aus diesem Grund suchte ich nach Lösungen für meine Situation und stieß nach Internetrecherche auf die Website des Kinderwunsch Centrum Münchens. Ich dachte sehr lange darüber nach, ob es denn der richtige Weg ist, meinen Kinderwunsch in einer Kinderwunschklinik ohne Partner zu erfüllen. Die Angst, diesen herausfordernden Weg, der viel Kraft kosten würde, alleine zu gehen und schließlich alleinerziehende Mutter zu sein, war stets präsent. Irgendwann wurde mir jedoch bewusst, dass es ausschließlich eine vorübergehende Situation sein würde und ich auch mit Kind einen Partner finden werde. So kam es, dass ich einen Termin im Kinderwunsch Centrum vereinbarte. Ich bin unendlich dankbar, dass mir meine FreundInnen währenddessen stets als Unterstützung beiseite standen, denn die Behandlung in der Kinderwunschklinik war mit unzähligen Voruntersuchungen, Labortests und organisatorischen Erledigungen eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Um bei meiner Arbeit Missverständnisse zu vermeiden, informierte ich auch meine Chefin über die belastende Situation, in der ich mich befand. Da mir selbst der Aufwand, den eine solche Behandlung mit sich brachte, nicht bewusst war, wollte ich mit meinem gesamten Umfeld darüber sprechen, um Verständnis zu erhalten.

Ich kann mich noch gut an den ersten Versuch einer Schwangerschaft erinnern. Ich war voller Freude und Optimismus, meinen größten Wunsch nun endlich zu erfüllen. Doch die Glücksgefühle hielten nur für kurze Zeit an, denn mit dem Eintreten der Periode wusste ich, dass es nicht geklappt hat. Ich wollte mich nicht unterkriegen lassen und begann, um keine Zeit zu verlieren, recht schnell wieder mit der Planung des nächsten Versuchs. Als dieser auch nicht funktionierte, war der Schmerz noch größer als beim ersten Mal. Da ich nach meinen ersten beiden Fehlversuchen mental sehr mitgenommen war, begleitete mich beim dritten Mal meine beste Freundin und stand mir unterstützend beiseite. Es war ein gutes Gefühl, eine wichtige Bezugsperson dabei zu haben. Die Situation erlaubte es mir, mich komplett zu entspannen und mich zu 100 % auf die Behandlung einzulassen. Als ich nur wenig Zeit später tatsächlich einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand hielt, war ich voller Freude und konnte es kaum abwarten, meiner Freundin davon zu erzählen.

Nach einer aufregenden Schwangerschaft halte ich nun meine Tochter in den Armen und kann mein Glück kaum fassen. Ich weiß, dass es die einzig richtige Entscheidung war, den Weg mit dem Kinderwunsch Centrum in München zu gehen und möchte dem ganzen Team für die wunderbare Begleitung auf der Reise zu meinem Wunschkind danken.

Wir danken Hanna L. für ihre Offenheit. Wenn Sie ebenfalls Ihre Kinderwunsch-Geschichte teilen wollen, kontaktieren Sie uns gerne unter: kinderwunschgeschichten@ivf-muenchen.de. Wir freuen uns auf Ihre Geschichte!

Alleine Kind bekommen: Single Mom By Choice | Kinderwunsch Centrum München

Alleine ein Kind bekommen: Single Mom by Choice

Häufig entscheiden sich Frauen ganz bewusst für den Weg einer Familienplanung ohne PartnerIn. Dahinter stehen ganz unterschiedliche Beweggründe. Vielleicht haben sie den richtigen Partner bzw. die richtige Partnerin noch nicht kennengelernt, vielleicht wollen sie aber auch sämtliche Entscheidungen der Familiengründung unabhängig treffen und die Verantwortung selbst tragen. Alleine ein Kind bekommen: Frauen entscheiden sich bewusst dafür, alleinerziehende Mutter zu sein. Im folgenden Beitrag haben wir die wichtigsten Informationen über die Möglichkeiten und Voraussetzungen für Single Moms by Choice zusammengetragen.


Welche Wege gibt es zur Kinderwunscherfüllung ohne Partner?

Obwohl die rechtlichen Vorgaben in Deutschland sehr eng ausgestaltet sind, gibt es verschiedene Möglichkeiten für Frauen, die alleine ein Kind bekommen wollen. Besteht ein Kinderwunsch ohne PartnerIn, kann dieser im Rahmen einer künstlichen Befruchtung erfüllt werden. Dabei kann eine Insemination (IUI) oder eine künstliche Befruchtung mittels IVF bzw. ICSI als geeignetes Verfahren durchgeführt werden. Während bei der Insemination die Spendersamen zum Zeitpunkt des Eisprungs durch einen Katheter direkt in die Gebärmutter gespült werden, werden bei der künstlichen Befruchtung mittels IVF bzw. ICSI die Eizellen mit dem Spendersamen im Labor befruchtet. Abgesehen davon kann der Kinderwunsch mittels Adoption eines Kindes oder der Aufnahme eines Pflegekindes erfüllt werden.

Wird sich für den Weg einer künstlichen Befruchtung entschieden, um alleine ein Kind zu bekommen, läuft die Behandlung wie folgt ab:

  • In einem ersten Beratungsgespräch erhält die Patientin umfassende Informationen über den gesamten Behandlungsablauf und bekommt alle ihr noch offenstehenden Fragen ausführlich geklärt.
  • Die entsprechende zertifizierte Samenbank steht für eine Beratung zu den Spendersamen beiseite und klärt sämtliche psychosozialen Fragen sowie Bedenken der Patientin.
  • Im Anschluss an das Erstgespräch werden zahlreiche Untersuchungen vorgenommen, um die passende Methode der künstlichen Befruchtung herauszufinden.
  • Sobald die Befunde vorliegen, kann schließlich entschieden werden, ob eine Behandlung im natürlichen Zyklus oder eine hormonelle Stimulation vorgenommen wird.

Alleine Kind bekommen: Gibt es Voraussetzungen hierfür, die erfüllt werden müssen?

Wie im oberen Kapitel bereits beschrieben, ist es in Deutschland für Frauen grundsätzlich möglich, alleine ein Kind zu bekommen. Eine wichtige Voraussetzung muss jedoch vor Beginn der Kinderwunschbehandlung erfüllt werden: Um im Falle einer Krankheit oder Tod der Mutter für das Kind eine Versorgung (Betreuung sowie finanziell) zu garantieren, muss eine Garantieperson festgelegt werden. Diese Person kann sowohl ein anderes Familienmitglied, etwa ein Elternteil oder ein Geschwisterkind der Mutter, als auch eine gute Freundin / ein guter Freund sein. Mit der gewählten Garantieperson wird schließlich ein notariell beglaubigter Vertrag geschlossen.
Zudem ist vor Behandlungsbeginn ein psychologisches Beratungsgespräch über die Herausforderungen, alleine ein Kind zu bekommen, ratsam.


Woher stammen die Spendersamen und muss die Patientin die Kosten für eine künstliche Befruchtung selber tragen?

Es kommt nicht selten vor, dass im privaten Umfeld oder über Internetportale nach Samenspendern gesucht wird. Problematisch ist jedoch, dass hierbei keine umfassende gesundheitliche Untersuchung beziehungsweise Prüfung zur Eignung als Samenspender vorgenommen wurde. Im Kinderwunsch Centrum München arbeiten wir deshalb ausschließlich mit Spendersamen aus zertifizierten Samenbanken. Diese entsprechen den strengen gesundheitlichen Vorgaben des Samenspendergesetz und werden im Vorfeld auf chronische, genetische sowie übertragbare Krankheiten untersucht.

Momentan fallen sämtliche Kosten einer Kinderwunschbehandlung mittels künstlicher Befruchtung auf die Patientin selbst und werden nicht von der Krankenkasse übernommen.


Kinderwunsch Geschichte Susanne

Kinderwunsch Geschichte Susanne

Dass eine Familie zwangsläufig aus Vater, Mutter und Kind bestehen muss, ist längst überholt. Immer mehr Frauen wollen selbstbestimmt ihren Kinderwunsch als alleinerziehende Mutter verwirklichen. So auch Susanne H., die ihre ganz persönliche Geschichte darüber erzählt, wie sie durch das Kinderwunsch Centrum München alleine ein Kind bekommen hat.

Weiter lesen

Kinderwunschgeschicte Celine M.

Kinderwunschgeschicte Celine M.

Auch Celine M. hat sich bewusst für ein anderes Familienmodell entschieden und sich als Single mit ihrem Wunsch vom eigenen Kind an das Kinderwunsch Centrum München gewendet.

Weiter lesen

kinderwunschgeschichte-karoline | Kinderwunsch Centrum München

Kinderwunsch-Geschichte Karoline M.

Es kommt nicht selten vor, dass sich Paare bei der Familiengründung unter Druck gesetzt und von Außen beeinflusst fühlen. Fragen wie “Wann ist es denn bei Euch soweit?” oder “Bist du denn schon schwanger” kennen wohl viele Paare. Diese auf den ersten Blick einfachen Fragen können jedoch besonders bei Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch eine belastende Situation auslösen. Ähnlich ging es auch Karoline M. Im Folgenden teilt sie ihre persönliche Geschichte.

Karoline M.: Heiraten, Haus bauen und Kinder bekommen. So sah die Vorstellung für meinen Partner und mich über unsere gemeinsame Zukunft aus. Seit acht Jahren waren wir in einer Beziehung und für uns beide war sehr bald klar, dass wir Ende 20 unser erstes Kind bekommen wollen. Die Betonung liegt auf “erstes”, denn wir beide waren uns von Beginn an einig, dass wir uns zumindest eine vierköpfige Familie wünschen. Dass im Leben jedoch nicht immer alles so kommt, wie man es sich erwartet, daran haben wir nicht gedacht. So hat sich der Weg unserer Familiengründung doch etwas anders gestaltet, als wir uns das vorgestellt hatten.

Als mein Freund und ich uns dafür entschieden haben, dass es der richtige Zeitpunkt war, mit der Gründung unserer Familie zu starten, dauerte es keine drei Monate, bis ich zum ersten Mal einen positiven Schwangerschaftstest in meinen Händen hielt. Wenn ich mich über Dehnungsstreifen oder andere Dinge, die mit einer Schwangerschaft einhergehen, beschwerte, hörte ich oft von meinen Freundinnen, dass ich mich glücklich schätzen sollte, dass ich überhaupt die Möglichkeit habe, ein Kind zu bekommen. Das tat ich auch, doch trotzdem war es phasenweise eine schwierige Zeit und vor allem die letzten Wochen fühlten sich an wie eine halbe Ewigkeit. Als unsere Tochter schließlich auf die Welt kam, konnten wir unser Glück noch gar nicht richtig fassen. Es war eine schöne Zeit, erfüllt mit einzigartigen Momenten und besonderen Erlebnissen.

Ein Jahr später hörten wir von immer mehr Eltern aus der Krabbelgruppe, dass sie ihr zweites Kind erwarteten. Anscheinend war ein Jahr der optimale Abstand zum ersten Kind, um die Familie zu vergrößern. Mein Freund und ich hatten eigentlich geplant, etwas mehr Zeit zwischen unserem ersten und zweiten Kind vergehen zu lassen, aber der soziale Druck, den wir durch das nahe Umfeld mitbekommen haben, beeinflusste uns dann doch mehr, als wir dachten. Ich weiß gar nicht, wie oft ich gefragt wurde, wann es denn bei uns so weit sei mit dem Nachwuchs. Oder wie sehr ich, genauer gesagt, mein Bauch gemustert wurde, um eine mögliche Schwangerschaft zu erkennen.

Schließlich wollten wir unser zweites Kind doch in einem näheren Abstand bekommen und starteten deswegen mit dem Versuchen. Nur kurze Zeit später klappte es auch und ich wurde wieder schwanger. Dass das Glück jedoch nicht lange anhalten würde, war uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst. Ich bekam nach zwei Monaten starke Schmerzen, gefolgt von Blutungen und verlor das Kind. Es war ein unheimlicher Verlust, der uns sehr stark getroffen hat.
Nachdem etwas Zeit verging und wir uns von dem traurigen Erlebnis erholten, wollten mein Freund und ich noch einmal schwanger werden, doch trotz vieler Versuche klappte es nicht. Mein Partner und ich haben uns schließlich an das Kinderwunsch Centrum in München gewendet. Nachdem man uns darüber aufklärte, dass sekundäre Sterilität häufiger vorkommt, als wir dachten und uns das gesamte Team unterstützend beiseite stand, wussten wir, dass das Aufsuchen der Klinik der richtige Schritt war. Im Kinderwunsch Centrum München waren die ÄrztInnen zuversichtlich, dass es bald klappen wird.

Ich wurde von Freunden, Familie und sogar teilweise fremden Menschen, die mir nicht nahe standen, oftmals gefragt, wann es nun endlich so weit ist mit unserem zweiten Kind. All diese Nachfragen und die Neugierde der anderen machte die Belastungssituation, in der ich mich befand, noch schwieriger und ich weiß nicht, wieso ich nicht den Mut aufbrachte, dieses aufdringliche Verhalten von mir fernzuhalten. Mittlerweile weiß ich, dass mein Partner und ich nicht die einzigen Menschen sind, denen es so geht, und ich möchte alle Paare, die das Gleiche durchmachen, dazu ermutigen, ihre Privatsphäre zu wahren. Man muss nichts rechtfertigen und es müssen nicht alle über das sehr private Familienleben Bescheid wissen.

Wir danken Corinna S. für ihre Offenheit. Wenn Sie ebenfalls Ihre Kinderwunsch-Geschichte teilen wollen, kontaktieren Sie uns gerne unter: kinderwunschgeschichten@ivf-muenchen.de. Wir freuen uns auf Ihre Geschichte!

Wie die Schilddrüse mit einer Schwangerschaft zusammenhängt | Kinderwunsch Centrum München

Wie die Schilddrüse mit einer Schwangerschaft zusammenhängt

Die Schilddrüse hat durch die Produktion wichtiger Hormone starke Auswirkungen auf sämtliche Körperfunktionen. So wird oft nicht bedacht, dass das kleine Organ ebenfalls die Fruchtbarkeit der Frau beeinflusst und den Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch darstellen kann. Neben psychischen Faktoren wie beispielsweise Stress können auch körperliche Beschwerden wie Zyklusprobleme das Eintreten einer Schwangerschaft beeinflussen. Hierbei sind Funktionsstörungen der Schilddrüse mögliche Auslöser. Studien zufolge haben zirka 10 % aller Frauen, die an einem unerfüllten Kinderwunsch leiden, eine Schilddrüsenfunktionsstörung. Was die Schilddrüse mit Schwangerschaft zu tun hat, erfahren Sie im Folgenden.


Funktionen der Schilddrüse

Die Schilddrüse befindet sich unterhalb des Kehlkopfes und wird vom Hypothalamus und der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) gesteuert. Sie ist als zentrale Hormondrüse des Körpers für die Produktion von stoffwechselwirksamen Hormonen zuständig. Sie produziert also die Schilddrüsenhormone T3 (Triiodthyronin) sowie T4 (Thyroxin), indem das Gehirn die entsprechenden Signale überträgt. Bei den beiden produzierten Hormonen handelt es sich um Hormone, die für Stoffwechselprozesse, wie den Fettstoffwechsel, die Ausschüttung von Insulin wie auch den Umsatz von Energie essentiell sind. Des Weiteren trägt die Schilddrüse maßgeblich zur Unterstützung von Reifungsprozessen, die im Gehirn stattfinden und zur gesunden Funktion des Nervensystems bei. Dies ist gerade bei ungeborenen Babys von besonderer Bedeutung, denn bei diesen reifen die Organe im Mutterleib entsprechend aus. Kann die Schilddrüse ihren Aufgaben im Körper nicht nachkommen, liegen Schilddrüsenfehlfunktionen oder seltener Schilddrüsenerkrankungen vor.


Schilddrüsenüber- und unterfunktion

Liegt eine Schilddrüsenüberfunktion vor, wird diese durch einen zu niedrigen Wert des Hormons TSH (Thyreoidea stimulierendes Hormon) und eine gleichzeitige Erhöhung der T3 und T4 Werte diagnostiziert. Dies erfolgt durch eine Blutabnahme. Eine Schilddrüsenüberfunktion bedeutet, dass die Schilddrüse eine zu hohe Menge der Hormone T3 und T4 produziert und im Anschluss ausschüttet; so werden die körperlichen Prozesse beeinflusst und in ein Ungleichgewicht gebracht. Durch die starke Anregung des Stoffwechsels wird der Körper überfordert. Dies wirkt sich in erster Linie durch Heißhunger und stark gesteigertem Appetit in Kombination mit Durchfall aus. Zudem zählen auch Nervosität, starkes Schwitzen, generelle Unruhe, Herzrasen, Schlafstörungen sowie Zyklusprobleme zu den gängigsten Symptomen. Mithilfe einer Medikamententherapie wird die Überproduktion gehemmt und ein Gleichgewicht hergestellt.
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion wird im Umkehrschluss eine zu geringe Menge der Hormone T3 sowie T4 ausgeschüttet. Dies kann sich ebenfalls negativ auf bestimmte Abläufe des Körpers auswirken. So kommt es häufig zu Unregelmäßigkeiten beziehungsweise zu einem kompletten Ausbleiben der Monatsblutung. Zu den weiteren Symptomen einer Unterfunktion der Schilddrüse zählen depressive Verstimmungen, Erschöpfung, starke Müdigkeit und Blutarmut. Außerdem kann es zu Gewichtszunahme und Haarausfall kommen. Auch eine Schilddrüsenunterfunktion bedarf unbedingt einer Behandlung und kann im Regelfall mittels Medikamente ins Gleichgewicht gebracht werden.


Zusammenhang: Schilddrüse und Schwangerschaft

Da die Schilddrüse eine tragende Rolle im Hormonhaushalt des Körpers trägt, wirken sich Funktionsstörungen ebenfalls auf den weiblichen Zyklus aus. Bleibt die Menstruation aus oder tritt nur unregelmäßig ein, gestalten sich die Bestimmung der fruchtbaren Tage und der Eintritt einer Schwangerschaft schwierig. Somit hat eine Schilddrüsenfehlfunktion einen direkten Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Überdies kann zwar eine Schwangerschaft trotz Vorliegen einer undiagnostizierten Fehlfunktion eintreten, jedoch ist dadurch die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt sehr hoch. Tritt innerhalb von 12 (bei Frauen bis 35 Jahren) beziehungsweise sechs Monaten (bei Frauen über 35 Jahren) keine Schwangerschaft ein, sollte sich für eine umfangreiche Ursachenfindung an eine Kinderwunschklinik gewandt werden, in Rahmen dessen auch eine Erhebung der Schilddrüsenwerte vorgenommen wird. Schilddrüse und Schwangerschaft hängen zwar zusammen und eine ausgeglichene Funktion der Schilddrüse kann das Eintreten einer Schwangerschaft begünstigen, doch gibt es eine Vielzahl an Ursachen, die einem unerfüllten Kinderwunsch zugrunde liegen können.

Kinderwunschgeschichte-Corinna | Kinderwusch Centrum München

Kinderwunsch-Geschichte Corinna S.

Bei vielen Paaren ist der individuelle Weg zum Wunschkind kein einfacher und häufig stehen dem Hürden im Weg, mit denen man nicht gerechnet hätte. Wichtig ist es jedoch stets in Erinnerung zu behalten, dass man mit einem unerfüllten Kinderwunsch nicht alleine ist und dass es viele Betroffene gibt, die ähnliche Situationen durchlebt haben. Weil das Lesen anderer Erfahrungen häufig dabei hilft, den oftmals komplizierten Weg selbst durchzustehen, erzählt Corinna S. im Folgenden ihre persönliche Geschichte zur Wunschfamilie.

Corinna S.: Sportlich, jung, gesund und frisch verheiratet waren mein Mann und ich für die Gründung einer gemeinsamen Familie bereit. Ich setzte also nach Jahren erstmals die Pille ab und wir gingen davon aus, dass es anschließend schnell gehen würde mit der Erfüllung unseres Kinderwunsches. Doch wie so oft im Leben sah das Schicksal einen anderen Weg vor und unser gewünschtes Kind ließ länger auf sich warten als vermutet.

Da ein negativer Schwangerschaftstest dem Nächsten folgte und mein unregelmäßiger sowie viel zu langer Zyklus sich ebenfalls nicht einpendelte, nahm ich einen Termin bei meiner Frauenärztin wahr. Diese erklärte mir, dass der Körper nach Jahre langer hormoneller Verhütung erst wieder ins Gleichgewicht kommen muss und ein Schwangerschaftseintritt deshalb häufig etwas Zeit in Anspruch nehmen kann. Mein Mann ließ zudem ein Spermiogramm anfertigen, um alle möglichen Ursachen abzuklären, doch auch dieses zeigte keinerlei Auffälligkeiten. 

Nachdem sowohl mein Mann als auch ich komplett gesund waren, konnten wir uns nur in Geduld üben und es weiterhin versuchen. Als ich schließlich einen Monat später einen positiven Schwangerschaftstest vor mir hatte, konnte ich mein Glück nicht fassen. Dankbar und voller Freude hielten wir neun Monate später unseren Sohn in den Händen. 

Wenige Monate nach der Geburt wussten wir, dass wir uns unbedingt ein viertes Familienmitglied wünschen. Nachdem ich mir nach der Geburt unseres ersten Kindes die Kupferspirale einsetzen ließ, musste diese entfernt werden, bevor wir mit dem Versuchen starten konnten. Da ich nicht mehr hormonell verhütete, war ich zuversichtlich, dass dieses Mal alles so klappen würde, wie wir es uns vorgestellt hatten. Da jedoch immer mehr Zeit verging und ich immer noch keinen positiven Schwangerschaftstest in der Hand hielt, begann meine Frauenärztin mit der Überwachung meines Zyklus. Dies lieferte schnell das Ergebnis, dass meine Follikel nicht einwandfrei reifen und somit die Wahrscheinlichkeit des Eintretens einer Schwangerschaft herabsetzen. Um die Reifung der Follikel zu unterstützen, begann ich mit der Einnahme von Hormonen, welche gleichermaßen körperlich und physisch eine enorme Belastung für mich waren. Neben einer deutlichen Gewichtszunahme litt ich unter Unterleibsschmerzen, mentalem Druck und Problemen, die folglich in unserer Beziehung aufkamen. Mein Mann, der immer an meiner Seite stand, stieß im Internet auf das Kinderwunsch Centrum München und vereinbarte sofort einen Termin für uns. Ich war sehr froh, als wir beide im Wartezimmer der Praxis saßen und wussten, dass wir nicht das einzige Paar sind, das eine solch schwere Zeit durchlebt. Nach zahlreichen Untersuchungen im Kinderwunsch Centrum hatten wir endlich eine Diagnose und somit Klarheit darüber, weshalb es einfach nicht klappen will: Die Reifung meiner Follikel funktionierte nicht so, wie sie es eigentlich sollte und beeinflusste dadurch meinen Zyklus. Um unsere bislang dreiköpfige Familie komplett zu machen, entschieden wir uns für die Durchführung einer intrauterinen Insemination, bei der die aufbereiteten Spermien meines Mannes direkt über einen Katheter in die Gebärmutter geleitet wurden. Kurze Zeit nach der Behandlung machte ich den ersten Schwangerschaftstest und traute meinen Augen nicht, als der zweite Strich erschien. Dass es direkt beim ersten Versuch klappen würde, hätten wir nie gedacht und danken den ÄrztInnen des Kinderwunsch Centrum München für die professionell-unterstützende Begleitung während unserer Familienplanung. 

Wir danken Corinna S. für ihre Offenheit. Wenn Sie ebenfalls Ihre Kinderwunsch-Geschichte teilen wollen, kontaktieren Sie uns gerne unter: kinderwunschgeschichten@ivf-muenchen.de. Wir freuen uns auf Ihre Geschichte! 

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden? | Kinderwunsch Centrum München

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden?

Die Wahrscheinlichkeit für den Eintritt einer Schwangerschaft ist von vielen Faktoren abhängig und kann im jeweiligen Einzelfall variieren. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit pro Zyklus ist, schwanger zu werden, in welchem Zeitraum sich eine Schwangerschaft einstellen kann und in welchem Alter diese am höchsten ist, erfahren Sie im folgenden Beitrag.


Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden pro Zyklus?

Bei Frauen im Alter von 20 – 30 Jahren liegt die statistische Wahrscheinlichkeit, in einem Zyklus schwanger zu werden, bei zirka 25 – 35 %. Diese Wahrscheinlichkeit halbiert sich ab einem Alter von etwa 35 Jahren, dann liegt diese bei 10 – 15 % und sinkt folglich mit steigendem Alter. Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit einer eintretenden Schwangerschaft abnimmt, nicht jedoch unmöglich ist.

Um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu steigern, ist es besonders wichtig, ideale Voraussetzungen zu schaffen. Dazu gehören etwa eine gute Gesundheit, Fruchtbarkeit sowie die Bestimmung der fruchtbaren Tage im Zyklus. Um die Frage zu beantworten: “Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden?“, werden in Studien unterschiedliche Parameter herangezogen. Infolgedessen gibt es deutliche Unterschiede in den Ergebnissen. Wird die Ovulation als Referenzwert herangezogen, liegt laut Deutscher Datenbank die höchste Empfängniswahrscheinlichkeit am Tag der Ovulation mit 33 %, also am Tag des Eisprungs, sowie den beiden Tagen davor. Solche statistischen Modelle errechnen Werte, die eine Annäherung zur Höhe der Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden ermöglichen, gelten jedoch nicht als absolut und müssen nicht auf jeden Einzelfall zutreffen.


Wann ist es am wahrscheinlichsten, schwanger zu werden?

Aufgrund der Lebensfähigkeit der Eizellen gelten drei-fünf Tage vor sowie bis zu 24 Stunden nach dem Eisprung als die fruchtbarsten; folglich ist die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, in diesem Zeitraum am höchsten. Die Dauer der fertilen Phase eines Zyklus kann jedoch nicht allgemein festgelegt werden, sondern variiert bei jeder Frau und in jedem Zyklus.


Ist die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit vom Alter abhängig?

Wie eingangs bereits erwähnt, besteht grundsätzlich eine Abhängigkeit zwischen der Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden und dem Alter einer Frau und dementsprechend auch dem Alter der Eizellen. Das Alter zwischen 20 und 30 Jahren ist bei Frauen die Zeit, in der die Fruchtbarkeit am höchsten ist. Demnach ist in diesem Zeitraum häufig das Ideal für die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft.

Dies gilt ebenfalls für das Alter 30 – 34. Demnach besteht auch dann noch eine hohe Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden. Zu einer Abnahme der Fruchtbarkeit kommt es etwa ab dem 35. Lebensjahr. Damit einher geht die Steigerung für das Risiko genetischer Defekte. Zudem kann es zu anovulatorischen Zyklen kommen, bei denen mangels Eisprung keine Befruchtung stattfindet. Mehr zum Thema später Kinderwunsch lesen Sie auf unserer Seite Kinderwunsch mit 40 plus.

Des Weiteren kommt es ab einem Alter von 35 Jahren beim Mann zu einer langsamen Abnahme der Spermienqualität. 


Wie viel Zeit sollte vergehen, bevor ein Spezialist für Reproduktionsmedizin aufgesucht wird?

Mit der Frage “Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden?” stellt sich auch die Frage nach der Zeit, die vergehen sollte, bevor es ratsam ist, sich mit dem unerfüllten Kinderwunsch an einen Spezialisten zu wenden. Abhängig vom Alter des Paares variiert die Zeit, die es benötigt, bis eine Schwangerschaft eintritt. Liegt bei jungen Paaren in einem Alter unter 30 Jahren die monatliche Schwangerschaftsrate bei 20 %, bedeutet das, dass eine Schwangerschaft nach durchschnittlich fünf Monaten eintritt. Tritt nach zwölf Monaten ungeschützten Geschlechtsverkehr keine Schwangerschaft ein, nimmt die Wahrscheinlichkeit immer weiter ab. Daher ist es ratsam, spätestens nach dieser Zeit einen Termin bei einem Spezialisten zu vereinbaren. Ist die Frau älter als 30 Jahre und der Mann über 40 Jahre alt, sollte dies bereits nach sechs Monaten ohne Schwangerschaftseintritt stattfinden.

Dann ist eine Bauchspiegelung bei Kinderwunsch sinnvoll | Kinderwunsch Centrum München

Dann ist eine Bauchspiegelung bei Kinderwunsch sinnvoll

Bei der Vielzahl an Methoden, die es bereits gibt, um eine Diagnose für den Grund ungewollter Kinderlosigkeit zu stellen, gehört die Durchführung einer Bauchspiegelung bei entsprechender Anamnese zu den wichtigsten. Wann genau eine Bauchspiegelung bei Kinderwunsch vorgenommen wird, wie eine solche Untersuchung aussieht und welche Faktoren postoperativ zu berücksichtigen sind, haben wir im Folgenden zusammengefasst.


Wann wird eine Bauchspiegelung bei Kinderwunsch durchgeführt?

Bei Vorliegen eines unerfüllten Kinderwunsches zählt die Bauchspiegelung (Laparoskopie) zu den wichtigsten Methoden der Kinderwunschabklärung und wird mittlerweile als Routineeingriff durchgeführt. Vor allem bei Vorliegen des Verdachts auf Endometriose, Myome, Verklebungen der Eileiter oder Verwachsungen liefert die Untersuchung aussagekräftige Ergebnisse, um die richtige Diagnose zu stellen und anschließend den passenden Behandlungsplan umzusetzen. Zudem können mithilfe einer Bauchspiegelung Eierstöcke, Gebärmutter, Eileiter und Organe des Bauchraumes weitgehend überprüft werden. Somit können während der Durchführung einer Bauchspiegelung Veränderungen im Bauch, die das Eintreten einer Schwangerschaft erschweren, festgestellt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, Behandlungen direkt vorzunehmen, um erneute Eingriffe zu vermeiden. Zudem kann im Rahmen einer Bauchspiegelung die Überprüfung der Eileiterdurchgängigkeit mittels Chromopertubation durchgeführt werden.


Wie läuft eine Bauchspiegelung ab?

Da eine Bauchspiegelung unter Vollnarkose vorgenommen wird, ist es vorab wichtig, abzuklären, ob eine Bauchspiegelung tatsächlich erforderlich ist. Dafür wird eine umfassende Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Nach einer körperlichen Untersuchung der Patientin ist ein individuelles Beratungsgespräch von besonderer Bedeutung. Zwar handelt es sich bei einer Bauchspiegelung um einen sicheren sowie routinierten Eingriff, doch bringt jede Vollnarkose Risiken mit sich. Der Ablauf einer Bauchspiegelung bei Kinderwunsch variiert je nachdem, welche Indikation dem Eingriff zugrunde liegt. Bei Vorliegen eines Verdachts auf Endometriose sowie anderen Verwachsungen werden die Organe des Bauchraumes mit einer kleinen Kamera, welche über einen Schnitt auf Nabelhöhe eingeführt wird, untersucht. Sind während der Untersuchung Endometrioseherde beziehungsweise Zysten oder Myome erkennbar, können diese oftmals gleich entfernt werden. Zur Überprüfung der Durchgängigkeit der Eileiter (Chromopertubation) wird ein Farbstoff in die Gebärmutter eingebracht. Über die kleine Kamera kann folglich beobachtet werden, ob dieser Farbstoff bei durchgängigen Eileitern austritt. Wird ein Verschluss diagnostiziert, kann dieser unter Umständen im Zuge der Bauchspiegelung geöffnet werden.


Worauf ist nach einer Bauchspiegelung bei Kinderwunsch zu achten?

Im Regelfall wird eine Bauchspiegelung im Zuge einer ambulanten Behandlung durchgeführt. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass die Patientin nach dem Eingriff keine körperlich anstrengenden Aktivitäten vornimmt. Um den Heilungsprozess bestmöglich zu unterstützen, ist es dementsprechend ratsam, dem Körper Ruhe zu geben, die ersten Tage auf Sport zu verzichten und das Heben schwerer Gegenstände zu unterlassen. Aufgrund des kleinen Schnittes, welcher zum Einführen der Kamera notwendig ist, bleibt eine Narbe in Höhe des Bauchnabels zurück, die in den Tagen nach der Bauchspiegelung entsprechend versorgt werden sollte. Des Weiteren wird dazu geraten, auf blähende Lebensmittel zu verzichten, da diese ein unangenehmes Spannungsgefühl auslösen können. Kommt es in den Tagen nach dem Eingriff zu Nachblutungen, Fieber oder starken Schmerzen, muss umgehend eine medizinische Versorgung stattfinden.

Kinderwunsch-Geschichte Tatjana K.

Dass der Weg zum Wunschkind ein individueller ist und bei jedem Paar anders aussieht, ist vielen bewusst, dennoch wird viel zu selten darüber gesprochen, dass der Weg häufig ein sehr langer und vor allem schwieriger ist. Es sind Belastungssituationen, die Paare mit einem unerfüllten Kinderwunsch durchleben. Umso hilfreicher ist es, Geschichten von anderen Betroffenen zu hören, denen es ähnlich ging. So erlebten es auch Tatjana K. und ihr Mann, die in diesem Beitrag ihre ganz persönliche Geschichte teilen.

Tatjana K.: Ein gemeinsames Kind zu bekommen war für meinen Mann und mich der allergrößte Wunsch. So haben wir uns dazu entschlossen, die Pille bewusst abzusetzen und zu versuchen, eine eigene Familie zu gründen. Schneller als gedacht hielt ich einen positiven Schwangerschaftstest in meinen Händen und ich erinnere mich noch heute an die Glücksgefühle, die dieser in mir auslöste. Die Freude war jedoch leider nur auf sehr kurze Zeit beschränkt, denn bei dem ersten Kontrolltermin konnte bereits kein Herzschlag festgestellt werden. Unsere Frauenärztin meinte, dass Fehlgeburten normal sind und wir es weiter versuchen sollten. Für mich war an eine erneute Schwangerschaft allerdings erstmal nicht zu denken.

Einige Zeit später und als wir uns wieder bereit dazu fühlten, wollten wir es erneut probieren. Doch leider ebenfalls vergebens. Nach drei solcher Anläufe, welche stets in Blutungen und einer Fehlgeburt endeten, unterzog ich mich umfangreichen Tests bei meiner Gynäkologin. Dass wir nach der ersten Fehlgeburt weitere Versuche vornahmen, um unseren Kinderwunsch zu erfüllen, davon wusste niemand aus unserem persönlichen Umfeld. Nach fünf gescheiterten Schwangerschaften musste ich jedoch darüber sprechen und das war in Nachbetrachtung auch eine gute Entscheidung. Ich erfuhr von vielen Frauen, dass sie ähnliche Situationen durchleben mussten und dass Fehlgeburten keine Seltenheit auf dem Weg zum Wunschkind sind. Dies machte den Umgang mit dieser Belastung deutlich leichter für mich. Nach der sechsten gescheiterten Schwangerschaft riet mir meine Frauenärztin dazu, eine Kinderwunschklinik aufzusuchen. So stieß ich auf das Kinderwunsch Centrum München, in dem wir einige Wochen später unseren ersten Beratungstermin hatten. Nach zahlreichen Tests und Untersuchungen war klar, weshalb es einfach nicht funktionierte. Mein Mann hat eine reziproke balancierte Translokation, also einen Gendefekt. Das bedeutet, dass bei den Chromosomen Bruchstücke untereinander ausgetauscht sind und somit kein Embryo, der ebenfalls diese Auffälligkeit hatte, die Chance hatte, sich dauerhaft einzunisten. Im Kinderwunsch Centrum wurden wir schließlich darüber aufgeklärt, dass es wohl eine kleine Wahrscheinlichkeit gibt, auf natürlichen Weg schwanger zu werden, doch gäbe es auch die Option, eine Schwangerschaft mittels einer IVF (In-Vitro-Fertilisation) mit genetischer Untersuchung zu erreichen. Zu diesem Zeitpunkt fühlte sich die Methode IVF für meinen Mann und mich noch nicht als die richtige an, also entschieden wir uns dazu, es weiterhin mittels natürlicher Konzeption zu probieren.

Nach elf Fehlgeburten jedoch waren wir am Ende unserer Kräfte und es fühlte sich für uns beide so an, als hätten wir alles versucht. Wir hatten keine Hoffnung mehr, dass es bei zukünftigen Versuchen funktionieren wird, also entschieden wir uns für eine IVF. So begann die Behandlung mit der Stimulation meiner Eierstöcke. Im Anschluss wurden die Eizellen punktiert und befruchtet. Nach genetischen Untersuchungen stand fest: Ein Embryo war unauffällig. Für meinen Mann und mich brachte diese Nachricht Hoffnung und riesengroße Freude zugleich. Nach der erfolgreichen Einnistung in meiner Gebärmutter und der geschafften 14. Schwangerschaftswoche konnten mein Mann und ich unser Glück nicht fassen. Es war ein steiniger Weg, den wir gehen mussten und wir sind unendlich dankbar, dass uns das Kinderwunsch Centrum München währenddessen professionell sowie unterstützend beiseite stand.

Wir danken Tatjana K. für ihre Offenheit. Wenn Sie ebenfalls Ihre Kinderwunsch-Geschichte teilen wollen, kontaktieren Sie uns gerne unter: kinderwunschgeschichten@ivf-muenchen.de. Wir freuen uns auf Ihre Geschichte!

Spermiogramm: Ablauf & Durchführung | Kinderwunsch Centrum München

Spermiogramm: Ablauf & Durchführung

Bei Paaren mit einem unerfüllten Kinderwunsch gilt es alle möglichen Ursachen, die gleichermaßen auf die Frau wie auf den Mann zurückzuführen sein können, für das Nichteintreten einer Schwangerschaft abzuklären. Bleibt eine Schwangerschaft trotz ungeschützten Geschlechtsverkehrs lange Zeit (über 12 Monate) aus, ist die Durchführung verschiedener Untersuchungen ratsam, um mögliche fruchtbarkeitsmindernde Faktoren auszuschließen. Zur Beurteilung der Fruchtbarkeit des Mannes kann die Durchführung eines Spermiogramms ratsam sein. Wie ein Spermiogramm durchgeführt wird, haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst.


Ablauf eines Spermiogramms

Mithilfe eines Spermiogramms können die Qualität und Quantität des Spermas festgestellt werden. Somit wird die Untersuchung insbesondere bei Vorliegen eines unerfüllten Kinderwunsches zur Beurteilung der männlichen Zeugungsfähigkeit durchgeführt. Dafür wird das Sperma vom Patienten im Labor abgegeben und im Anschluss genau analysiert.

Vier bis fünf Tage vor Durchführung des Spermiogramms sollte kein Samenerguss stattgefunden haben, um ein möglichst aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten. Die Enthaltsamkeit darf jedoch nicht länger als eine Woche andauern, da eine zu hohe Anzahl an Spermien im Ejakulat deren Beweglichkeit in diesem Zeitraum mindert. Abgegeben wird die Samenprobe vom Patienten nach Masturbation in einem sterilen Gefäß; die Probe wird innerhalb einer Stunde analysiert. Anschließend wird die abgegebene Samenprobe im Labor untersucht. Zuerst werden Volumen und Verflüssigung des Ejakulats geprüft. Entspricht das Ergebnis nicht der Norm, kann bereits hierbei ein Grund für die Zeugungsunfähigkeit vorliegen. Nachfolgend werden Parameter wie Anzahl, Beweglichkeit sowie Form der Spermien unter dem Mikroskop beurteilt. Bei dem Ergebnis ist vor allem zu beachten, dass die Samenqualität Schwankungen unterliegt und vom Gesundheitszustand des Mannes beeinflusst wird. Daher kann das Spermiogramm bei einem auffälligen Ergebnis nach acht bis zwölf Wochen erneut durchgeführt werden.


Auswertung und Normalwerte eines Spermiogramms

Das Ejakulat wird bei einem Spermiogramm nach standardisierten Parametern der Weltgesundheitsorganisation bewertet. Demnach gelten folgende Normalwerte für ein Spermiogramm:

– Spermienkonzentration ≥16 Millionen pro Milliliter
– Gesamtspermienzahl pro Ejakulat ≥ 39 Millionen
– Ejakulatvolumen ≥ 1,4 Milliliter
– Motilität: ≥ 30 % vorwärtsbewegliche Spermien
– Motilität gesamt: ≥ 42 % bewegliche Spermien
– Morphologie: ≥ 4 % normal geformte Spermien

Fallen die Werte des Spermiogramms geringer als die vorgegebenen Referenzwerte der WHO aus, werden weitere Untersuchungen zur Ursachenfindung der Zeugungsunfähigkeit durchgeführt.


Verbesserung der Spermienqualität

Zahlreiche Faktoren können die Qualität der Spermien beeinflussen und mindern. Zwar können die Einflüsse der Faktoren nicht zweifelsfrei beurteilt werden, doch ist es trotzdem empfehlenswert, über mögliche Einflussfaktoren informiert zu sein.
Wie bei Frauen sinkt auch bei Männern die Fruchtbarkeit mit steigendem Alter. Ab dem 40. Lebensjahr nimmt die Spermienqualität folglich ab. Zudem können Krankheiten sowie Verletzungen Auswirkungen auf die Spermienproduktion haben. Auch Medikamente können die Qualität des Spermas negativ beeinflussen. Des Weiteren ist die richtige Temperatur ein wichtiger Faktor. Diese sollte für die Spermienproduktion ein Grad weniger sein als die Körpertemperatur. Aus diesem Grund sollten Saunagänge wie auch zu heiße Bäder weitestgehend vermieden werden. Von besonderer Bedeutung für die Verbesserung der Spermienqualität sind ein gesunder Lebensstil und eine ausgewogene Ernährung. Dazu gehört der Verzicht auf Suchtmittel, ausreichend Bewegung und auch die Vermeidung von übermäßigem Stress, welcher die Produktion der Spermien nachweislich stören kann.