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Autor: sophia

Fruchtbarkeitstest bei Frauen: Ablauf | Kinderwunsch Centrum München

Fruchtbarkeitstest bei Frauen: Ablauf

Schätzungsweise bei jedem zehnten Paar in Deutschland kommt es zu Schwierigkeiten für einen natürlichen Schwangerschaftseintritt. Dies hat hohe psychische Belastungen zur Folge, die bei jedem erneuten erfolglosen Versuch größer werden. Damit sich die immergleichen Szenarien nicht stetig im Kopf erneut abspielen und Gewissheit herrscht, ist der Rückgriff auf einen Fruchtbarkeitstest empfehlenswert. Wie ein solcher Fruchtbarkeitstest im Kinderwunsch Centrum München durchgeführt wird und welche Schritte dieser umfasst, haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.

1. Erstgespräch

Im Rahmen eines Fruchtbarkeitstests stellt ein individuelles Erstgespräch stets den ersten Schritt dar. Hierbei wird die individuelle medizinische und persönliche Vorgeschichte erhoben, die notwendigen Untersuchungen besprochen, in der Regel ein Basisultraschall durchgeführt und weitere diagnostische Schritte gemeinsam mit den PatientInnen festgelegt.

2. Bestimmung des Hormonspiegels mittels Blutabnahme

Der zweite Schritt bei einem Fruchtbarkeitstest ist die Untersuchung des Blutes zur Bestimmung der Hormonspiegel. Von Bedeutung für die Fruchtbarkeit sind:

  • Steuerungshormone FSH und LH: Die Steuerungshormone werden in der Hirnanhangsdrüse gebildet. Das follikelstimulierende Hormon (FSH) steuert das Heranreifen der Eizellen (und Spermien). Das luteinisierende Hormon (LH) triggert den Eisprung.
  • Östradiol: Östradiol wird von den Eibläschen gebildet. Deshalb kann damit die Reifung der Eizellen eingeschätzt werden.
  • Progesteron: Progesteron ist das führende Hormon in der 2. Zyklushälfte, das die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) und den Gesamtorganismus auf eine Schwangerschaft vorbereitet. Wird z. B. ein Progesteronmangel festgestellt, nimmt die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft ab.
  • Androgene: Dies sind Hormone mit männlichen Wirkungen, genau wie Testosteron. Aber auch im weiblichen Körper sind Androgene notwendig und unterstützen beispielsweise die Reifung der Eizellen. Ist der Androgen-Wert allerdings zu hoch, dann kann sich dies nachteilig auf die Reifung der Eizellen auswirken.
  • Schilddrüsensteuerungshormon TSH: Ein erhöhter oder zu niedriger TSH-Wert steht in Zusammenhang mit der Schilddrüsenfunktionsstörung und wirkt sich negativ auf die Fruchtbarkeit aus.
  • Prolaktin (“Milchhormon”): Auch Prolaktin unterstützt die Reifung der Eizellen. Ist der Wert jedoch stark erhöht, kann auch dies die Reifung der Eizellen negativ beeinflussen.
  • Anti-Müller-Hormon AMH: Eigentlich heißt es “Müllersches Anti-Hormon”, da es in der Embryonalentwicklung die sog. “Müllerschen Gänge” unterdrückt, womit sich das männliche Geschlecht ergibt. Das AMH zeigt aber auch die Stimulierbarkeit der Eierstöcke an und – mit einigen Vorbehalten – auch die sog. “ovarielle Reserve”. Dachte man früher, dass der Werst stets konstant sei, so weiß man heute, dass es durch äußere bzw. medikamentöse Einflüsse durchaus schwanken kann. (Die Stimulierbarkeit der Ovarien und die sog. ovarielle Reserve läßt sich ergänzend auch durch den “anhaltenden Follikel-Count (AFC)” abschätzen: Auszählen der kleinen Eibläschen in den Ovarien in der 1. Zyklushälfte. Weitere Untersuchungsmöglichkeiten sind z. B. Inhibin B im Blut.

3. Vaginale Sonographie mit ausführlicher Beurteilung der Fortpflanzungsorgane

Neben der Bestimmung der Hormonspiegel ist auch die Untersuchung der Gebärmutter und der Eierstöcke mittels vaginalen Ultraschalls ein wichtiger Schritt des Fruchtbarkeitstest. Durch das Zyklusmonitoring lässt sich analysieren, wie sich die Eibläschen im Laufe des Zyklus entwickeln und ob Störungen im Rahmen der Eizellreifung und des Eisprungs auftreten. So lassen sich auch krankhafte Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut (z.B. Schleimhautpolypen, submucöse Myome, Fehlbildungen der Gebärmutter) erkennen bzw. ausschließen und Hinweise auf eine Endometriose (z.B. blutgefüllte Eierstockzysten) oder ausgeprägte Eileiterschäden (Wasserbildung im Eileiter: Hydrosalpinx) gewinnen. Gleichzeitig ist im Rahmen einer vaginalen Sonografie auch eine Beurteilung des AFC (siehe oben unter Anti-Müller-Hormon) möglich.

4. Durchgängigkeitsprüfung der Eileiter

Im Rahmen des Fruchtbarkeitstest kann man auch die Eileiter auf ihre Durchgängigkeit prüfen. Teilweise oder vollständige Eileiterverschlüsse als Folge von vorangegangenen Entzündungen treten nicht selten auf, werden aber meist erst im Rahmen eines solchen Durchgängigkeitstest erkannt. Die Prüfung mittels Ultraschall wird dafür idealerweise in einem Zeitfenster zwischen Ende der Menstruation und vor dem Eisprung durchgeführt. Bei dieser ambulanten Untersuchung werden hochwertige Ultraschallbilder der Eileiter- und Gebärmutterhöhle erstellt und so ggf. Unregelmäßigkeiten festgestellt.

Besteht aufgrund des Beschwerdebildes und der vorangegangenen Untersuchungen der Verdacht auf gynäkologische Erkrankungen wie beispielsweise einer Endometriose, ist zur Abklärung eine operative Diagnostik mittels Bauchspiegelung (PSK) anzuraten. Im Rahmen dieser kann zur Durchgängigkeitsprüfung der Eileiter auch eine Chromopertubation, also die Einspülung einer blauen Flüssigkeit (Methylenblau/Toluidinblau), durchgeführt werden. Zudem ist es bei einer PSK möglich, Endometrioseherde zu entfernen, auch Myome oder Vernarbungen. Da diese auch in der Gebärmutter auftreten können, wird die PSK üblicherweise mit einer Hysteroskopie (HSK) kombiniert. Neuerdings werden auch Proben entnommen, um ggf. eine chronische Entzündung (“Chronische Endometritis (CE)”) anhand von sog. Plasmazellen zu erkennen; zudem erfolgen Abstriche zur Diagnose der Keimbesiedelung (Bakterien, Pilze, Viren), dem sog. Mikrobiom. Diese Eingriffe steht in der Regel aber eben am Ende der diagnostischen Untersuchungen.

5. Mikrobiom

Unter dem Mikrobiom versteht man die Gesamtheit der Keimbesiedelung, hier der Gebärmutterschleimhaut. Mit herkömmlichen Untersuchungsmethoden (Anzüchtung auf Kulturböden im Brutschrank) war diese Keimbesiedelung nicht erkennbar. Erst mittels moderner molekulargenetischer Untersuchungsmethoden wie des PCR (“Polymerasekettenreaktion”), des NGS (“Next Generation Sequencing”) oder des WGS (“Whole Genome Sequenzing”) ist es möglich geworden, die Gesamtheit der Keimbesiedelung – auch wenn nur geringe Keimkonzentrationen vorliegen – zu erkennen.
Im optimalen Zustand ist das Endometrium von “guten” Bakterien (vor allem Laktobazillen) besiedelt. Störungen des endometrialen Mikrobioms durch bakterielle Fehlbesiedelungen, Pilze etc. können unter Umständen dem Einnistungsvorgang im Wege stehen oder einen Abgang/Abort verursachen. Oft ergeben sich bereits im Erstgespräch Hinweise auf einen ggf. vorliegenden auffälligen Mikrobiombefund. So können z. B. gynäkologische Voroperationen, Chlamydieninfektionen, bei sekundärem Kinderwunsch auch Kaiserschnitte ein erster Hinweis auf eine mögliche Fehlbesiedelung sein.
Der Mikrobiomabstrich ist mit einem geringen Zeitaufwand verbunden und kann entweder in unseren normalen Untersuchungszimmern oder in Kombination mit einer bereits geplanten Bauchspiegelung erfolgen. Hierzu wird entweder zur Menstruation oder um den 14. Zyklustag (zu diesen Zeitpunkten ist naturgemäß die Gebärmutterpassage am einfachsten zu überwinden) mittels eines Tupfers ein Abstrich aus der Gebärmutterschleimhaut entnommen und zur Diagnostik weitergeleitet. Bei vorliegen eines auffälligen Befundes kann das Mikrobiom mittels speziell auf die gefundenen Erreger abgestimmten Antibiotikatherapien sowie der Gabe von Milchsäure-Medikamenten saniert werden.

6. Besprechung aller Untersuchungsergebnisse

Liegen alle Untersuchungsergebnisse des Fruchtbarkeitstest vor, werden diese im Rahmen einer Wiedervorstellung oder einer Videokonferenz gemeinsam besprochen, Behandlungsmöglichkeiten erörtert und ein individueller Therapieplan erarbeitet. Besonders wichtig es ist es uns dabei, die ausführlichen Vor- und Nachteile der verschiedenen Behandlungsmethoden zu besprech23en und die Chancen zu erläutern, die mit der jeweiligen Behandlungsmethode – bezogen auf die individuelle Lebenssituation des Paares – einhergehen.

Um Ihnen stets eine optimale Behandlung zu gewährleisten, ist eine individuelle Betreuung für uns essentiell. Ihre Wünsche und Vorstellungen haben dabei stets oberste Priorität. Das erfahrene Praxisteam steht Ihnen stets zur Seite und gewährleistet eine umfassende Begleitung und Beratung in der Bandbreite der Behandlungsmethoden.

Kinderwunschgeschichte | Kinderwunsch Centrum München

Kinderwunsch-Geschichte Malina I.

Häufig werden wir gefragt, was entscheidend dafür ist, ob eine Kinderwunschbehandlung erfolgreich ist. Neben den physischen Voraussetzungen, die bei jeder Frau unterschiedlich sind, und der Expertise unseres Praxisteams glauben wir fest daran, dass Vertrauen einen wichtigen Faktor darstellt: Vertrauen in unsere Arbeit, in den eigenen Körper sowie Vertrauen in den Erfolg der Kinderwunschbehandlung. Wie wichtig dies ist, zeigt auch die Geschichte von Malina I., die aufgrund ihres Vertrauens mittlerweile 4-fache Mutter ist.

Malina I.: Nachdem wir auch nach 1,5 Jahren vergeblichen Versuchens kinderlos blieben, besuchten mein Mann und ich das Kinderwunsch Centrum München. Nach einigen Untersuchungen stand fest, dass eine Hodenbiopsie bei meinem Mann die besten Erfolgschancen versprach.

Mein Mann unterzog sich der Operation und die so gewonnenen Spermien wurden nach erfolgreicher Behandlung eingefroren. Im Anschluss entschieden wir uns für eine ICSI-Behandlung. Nach so vielen erfolglosen Versuchen der letzten 1,5 Jahre wollte ich mir auch hier nicht allzu große Hoffnungen machen. Und der erste Versuch endete leider auch erfolglos.

Im Anschluss an die Nachricht des erfolglosen Versuchs sprach ich mit unserem Arzt im Kinderwunsch Centrum über die Erfolgsfaktoren einer Kinderwunschbehandlung. Neben all den physischen Komponenten wies er mich auch darauf hin, dass vor allem Vertrauen wichtig sei. Und auch wenn es mir zunächst unwahrscheinlich vorkam, dass Vertrauen uns unserer Familie näher bringt, so haben mein Mann und ich nach diesem Gespräch unsere Haltung geändert.

Beim anschließenden zweiten Versuch waren wir voller Vertrauen. Wir sprachen häufig darüber, wie es sein wird, wenn ich bald schwanger sei und wie es sich wohl anfühlen wird, bald eine Familie zu sein. Wir waren sogar so voller Vertrauen, dass ich auf die positive Nachricht, dass es diesmal geklappt hatte und ich schwanger sei mit “Ich weiß” antwortete. Neun Monate später kam unser ältester Sohn zur Welt.

Drei Jahre später kehrten wir erneut ins Kinderwunsch Centrum München zurück. Unser Vertrauen wurde diesmal sogar doppelt belohnt, als wir schon nach dem ersten Versuch die Nachricht erhielten, dass ich schwanger sei – und zwar mit Zwillingen. Unsere Töchter sind mittlerweile 12 Jahre alt.

Bei meinem letzten Besuch im Kinderwunsch Centrum war ich bereits 42 Jahre alt und es waren lediglich nur noch wenige Spermien übrig, sodass wir nur einen Versuch machen konnten, bevor sich mein Mann einer erneuten Hodenbiopsie hätte unterziehen müssen. Alles sprach gegen eine dritte Schwangerschaft – insbesondere in meinem Alter – , jedoch vertraute ich ein weiteres Mal auf die Expertise meines behandelnden Arztes, auf meinen Körper und unseren Wunsch nach einem Nachzügler-Kind.

Wir wussten die Chancen waren gering – man sagte uns, sie lägen bei knapp 5 % – dennoch glaubten wir gemeinsam mit unserem Arzt fest daran, dass es auch dieses Mal klappen würde. Und so war es umso schöner, dass wir auch mit einer dritten Schwangerschaft beglückt wurden. Unser jüngster Sohn (mittlerweile 6) machte unsere Familie perfekt!

Und auch wenn ich sicher bin, dass es vor allem an der großartigen Arbeit aller Beteiligten des Kinderwunsch Centrums Münchens lag, dass ich nun 4-fache Mutter bin, so glaube ich, dass mein bzw. unser Vertrauen seinen Teil dazu beigetragen hat.

Wir danken Malina I. für ihre Offenheit. Wenn Sie ebenfalls Ihre Kinderwunsch-Geschichte erzählen wollen, senden Sie uns bitte ihren Kontakt an: kinderwunschgeschichten@ivf-muenchen.de. Wir freuen uns ihre Geschichte zu hören!

Kinderwunsch als lesbisches Paar | Kinderwunsch Centrum München

Kinderwunsch als lesbisches Paar

Familienmodelle umfassen längst mehr, als das starre Bild von Mutter, Vater und gemeinsamen Kindern. Deshalb unterstützen wir vom Kinderwunsch Centrum München lesbische Paare beim Start zur eigenen Familie. Diese sind im Rahmen von Kinderwunschbehandlungen jedoch häufig mit vielen Fragen und Entscheidungen konfrontiert. Wie eine Kinderwunschbehandlung als gleichgeschlechtliches Paar abläuft und welche Voraussetzungen für eine Behandlung erfüllt werden müssen, beantworten wir Ihnen anhand der am häufigsten gestellten Fragen zu dem Thema Kinderwunsch als lesbisches Paar.

Welche Möglichkeiten der Kinderwunschbehandlung gibt es als lesbisches Paar?

Neben anderen Möglichkeiten, wie beispielsweise das Gründen einer Pflegefamilie oder Adoption, stellt die künstliche Befruchtung eine gute Option für lesbische Paare mit Kinderwunsch dar. Im Rahmen dieser kommt Spendersamen zum Einsatz, der von einer Samenbank stammt. Für die künstliche Befruchtungen kommen zwei verschiedene Verfahren in Betracht: Bei der Insemination wird der Spendersamen durch einen dünnen Katheter direkt in die Gebärmutterhöhle gespült. Die Eizelle wird dann auf natürlichem Weg befruchtet. Unterstützend kann eine hormonelle Stimulation vorgenommen werden, falls Zyklusstörungen die Behandlung erschweren.
Bleiben Behandlungen mittels Inseminationen mehrfach erfolglos oder tritt bei der Patientin eine Komplikation, wie beispielsweise verschlossene Eileiter, auf, kommt auch eine künstliche Befruchtung mittels IVF bzw. ICSI infrage. Dabei werden Eizelle und Samenzelle im Labor künstlich befruchtet und die befruchtete/n Eizelle/n, also Embryo/nen, schließlich in die Gebärmutter eingesetzt.

Welche Voraussetzungen muss ein lesbisches Paar für eine Kinderwunschbehandlung erfüllen?

Voraussetzung für eine Behandlung ist, dass Sie vor Beginn einer Kinderwunschbehandlung verheiratet sein müssen oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben. Außerdem erhalten Sie bei Ihrem Erstgespräch bei uns eine vertragliche Vereinbarung in Bezug auf die Garantieperson, Unterhalt und Samenspende, welche von beiden PartnerInnen zu unterzeichnen ist.

Werden die Kosten für eine künstliche Befruchtung von der Krankenkasse übernommen?

Die Kosten für Kinderwunschbehandlungen durch künstliche Befruchtung werden von Krankenkassen nicht übernommen und müssen von Paaren bislang selbst getragen werden.

Woher stammt die Samenspende für eine künstliche Befruchtung?

Für die künstliche Befruchtung im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung als lesbisches Paar wird auf eine Samenspende von der Samenbank zurückgegriffen. Samenspender müssen dabei strenge gesundheitliche Vorgaben erfüllen (vgl. Samenspendergesetz). Vor einer Spende wird der Spender umfassend untersucht und eine gründliche Anamnese in Bezug auf chronische und genetische Erkrankungen erhoben. Auch übertragbare Erkrankungen werden ausgeschlossen.

Häufig wird auch im Bekanntenkreis oder über Internetportale nach Samenspendern gesucht. Allerdings kann dies mit Problemen einhergehen, da zum einen die gesundheitliche Prüfung und Eignung als Samenspender entfällt und sich zum anderen auch rechtliche Probleme in Bezug auf Unterhaltszahlungen und Forderungen ergeben können. Deshalb führen wir im Kinderwunsch Centrum München Behandlungen lediglich mit Spendersamen von zertifizierten Samenbanken durch.

Wie läuft eine Kinderwunschbehandlung ab?

Im Rahmen eines Beratungsgespräches werden zunächst alle Fragen geklärt und Patientinnen ausführlich über die einzelnen Schritte der Behandlung informiert. Gleichzeitig berät auch die entsprechende Samenbank Patientinnen ausführlich zu psychosozialen Fragen bezüglich einer Samenspende. Anschließend erfolgt eine sorgfältige Untersuchung die Aufschluss über die in Frage kommenden Behandlungen gibt: künstliche Befruchtung mittels Insemination oder eine künstliche Befruchtung mittels IVF bzw. ICSI.

Wir selbst unterhalten keine Samenbank. Deshalb finden die diesbezüglichen Beratungen bei einer (zertifizierten) Samenbank statt. Dort erfolgen durch die erfahrenen KollegInnen auch die Inseminationen. Sollten IVF/ICSI-Behandlungen erforderlich werden, so führen wir diese bei uns durch.

Ihr Kinderwunsch ist unsere absolute Priorität. Wir vom Kinderwunsch Centrum München unterstützen Sie bei Ihrem Start in die Familienplanung. Unser erfahrenes Praxisteam steht Ihnen während der gesamten Zeit zur Seite und unterstützt Sie umfassend bei Ihrem Weg zur Familienplanung.

Künstliche Befruchtung als lesbisches Paar: Erfahrung von PatientInnen

kinderwunschgeschichte viNach langem Überlegen haben meine Partnerin Anne und ich uns dazu entschieden, unsere eigene Familie mit Hilfe einer künstlichen Befruchtung im Kinderwunsch Centrum München zu gründen. Dort fühlten wir uns nicht nur während der Erstellung des Behandlungsplans kompetent betreut, sondern wurden auch bezüglich den zu erfüllenden rechtlichen Schritten bestens informiert. Die künstliche Befruchtung wurde bei mir im Rahmen einer Insemination mit Spendersamen durchgeführt und verlief komplett schmerzfrei. Nach nur wenigen Wochen später erfuhren wir von der positiven Schwangerschaft und waren überaus glücklich. Einige Zeit später entschieden wir uns dazu, ein weiteres Kind zu bekommen. Dieses Mal sollte Anne die Mutter werden. Obwohl es als lesbisches Paar einige bürokratische Hürden zu bewältigen gilt, um eine Familie zu gründen, sind wir dankbar, den Weg in Begleitung des Kinderwunsch Centrum Münchens auf uns genommen zu haben.

Lesen Sie die vollständige Kinderwunschgeschichte 

Kinderwunschgeschichte | Kinderwunsch Centrum München

Kinderwunsch-Geschichte Annika S.

Noch heute erreichen uns regelmäßig Fotos und Postkarten von Kindern von PatientInnen, die wir im Rahmen ihres Kinderwunsches begleiten durften. Häufig auch von PatientInnen, die eine lange Kinderwunschhistorie hinter sich haben, bevor ihr Wunsch von einer Familie Wirklichkeit geworden ist. Wir möchten diese Geschichten erzählen, da sie Zeugnis davon sind, dass es auch mit den schwierigsten Vorgeschichten mit der richtigen Behandlung möglich ist, eigene Kinder zu bekommen. Und weil diese Geschichten uns täglich motivieren, unsere PatientInnen bestmöglich im Rahmen ihres Kinderwunsches zu begleiten. Wie langwierig und psychisch belastend ein unerfüllter Kinderwunsch sein kann, zeigt die Geschichte von Annika S., die mittlerweile mittels Immuntherapie und ICSI-Behandlung Mutter von zwei Söhnen ist.

Annika S.: Ich hatte nie Schwierigkeiten natürlich schwanger werden. Daher unterscheidet sich meine Geschichte vermutlich von vielen anderen. Ganz im Gegenteil, ich wurde immer sehr schnell schwanger. Leider hatte ich jedoch auch immer einen sehr frühen Abgang. Meist konnte nicht einmal ein Herzschlag festgestellt werden.
Insgesamt hatte ich sieben Abgänge, sogenannte Aborte. Bei den ersten zwei Abgängen hielten wir es noch für Zufall, danach wurde uns immer bewusster, dass dies vermutlich bedeutet, dass es schwer werden würde, eigene Kinder zu bekommen. Und auch die psychische Belastung stieg mit jedem weiteren Versuch an: Zunächst freuen wir uns immer sehr, mit der Zeit nur noch verhalten und dann kam das Bangen, ob die Schwangerschaft denn dieses Mal bleiben würde, bis wir nach dem siebten Versuch emotional völlig am Ende waren. Zu oft hatten wir gehofft und wurden doch wieder enttäuscht.
Ich hatte das Vertrauen in meinen Körper verloren und glaubte auch nicht mehr daran, ohne Hilfe ein Kind zur Welt zur bringen, weshalb ich mich auf Empfehlung einer Freundin hin, die bei Dr. Krüsmann bereits in Behandlung war und erfolgreich schwanger geworden ist, mich ans Kinderwunsch Centrum München wendete.
Nach dem Erstgespräch führten wir einige Untersuchungen durch, die erklärten, warum ich meine bisherigen Schwangerschaften nicht halten konnte. Nach einer ausführlichen Besprechung von Diagnose, Behandlungsoptionen und Chancen haben wir uns zunächst für eine Immuntherapie mittels Infusionen entschieden. Hier wurde ich vom Kinderwunsch Centrum in Zusammenarbeit mit dem immunologischen Institut in Göttingen (Aktive Immunisierung) behandelt, um einen erneuten frühen Abgang zu verhindern. Da die Aktive Immunisierung nur begrenzt anhält, erfolgte danach unmittelbar eine “künstliche Befruchtung”.

ICSI-Behandlung:
Für eine ICSI-Therapie werden zunächst die Eibläschen mittels Hormonen zum Wachstum angeregt. Durch eine Punktion über die Scheide werden Eizellen entnommen und ein Spermium wird im Labor in eine Eizelle injiziert (ICSI). Anschließend kommt es zum Embryotransfer. Damit die Einnistung der übertragenen Embryonen erfolgreich ist, wird dieser Schritt erneut durch eine Hormonbehandlung unterstützt. Mehr dazu finden Sie im Rahmen unseres Behandlungsablaufs zur ICSI-Behandlung.

Schon beim zweiten Versuch wurde ich schwanger und konnte diesmal die Schwangerschaft erfolgreich behalten. Nach so vielen erfolglosen Versuchen konnten wir es kaum glauben. Wir waren in den ersten Wochen noch sehr vorsichtig, dann jedoch immer mutiger und freuten uns unglaublich, als wir die 12-Wochen-Marke überwunden hatten und ein Abgang immer unwahrscheinlicher wurde. Im darauf folgenden Jahr kam unser älterer Sohn zur Welt. 

Als wir uns dann zwei Jahre später mit dem Gedanken an ein zweites Kind befassten, probierten wir es erneut auf natürliche Weise. Doch es kam erneut zu einem Abgang. Diesmal warteten wir nicht weiter, sondern haben uns direkt erneut an das Kinderwunsch Centrum gewandt, das uns auch diesmal wieder freundlich beraten und mich hervorragend behandelt hat. 

Mittels erneuter Immuntherapie und erneuter künstlicher Befruchtung wurde ich dann sogar bereits beim ersten Versuch mit unserem zweiten Sohn schwanger. Unsere beiden Söhne sind nun 4 und 2 Jahre alt. Wir sind so dankbar, dass wir diesen Weg gegangen sind, wo uns doch viele nach unseren Fehlversuchen dazu angeregt hatten, die Familienplanung erstmal aufzuschieben. Daher möchte ich mich nochmal ganz herzlich beim gesamten Team des Kinderwunschzentrums bedanken – ohne Sie alle gäbe es meine heutige Familie nicht.

Wir danken Annika S. für ihre Offenheit. Wenn Sie ebenfalls Ihre Kinderwunsch-Geschichte erzählen wollen, senden Sie uns bitte ihren Kontakt an: kinderwunschgeschichten@ivf-muenchen.de. Wir freuen uns auf Ihre Geschichte! 

Eizellen einfrieren

Eizellen einfrieren (Social Freezing) – Fruchtbarkeit für später bewahren

Eizellen einfrieren (Social Freezing) – das Kryokonservieren unbefruchteter Eizellen – bietet die Möglichkeit, die eigene Familienplanung flexibel zu gestalten. Diese Option kann sinnvoll sein, wenn der passende Lebenspartner noch nicht gefunden wurde oder persönliche Gründe einen späteren Zeitpunkt für die Erfüllung des Kinderwunsches nahelegen. Im Rahmen der Behandlung werden reife Eizellen entnommen und in flüssigem Stickstoff schockgefroren (→ mehr über den Ablauf einer künstlichen Befruchtung), um ihren biologischen Alterungsprozess zu stoppen.

Eizellen einfrieren (Social Freezing): Ablauf

Ovarielle Stimulationsbehandlung

In einem ersten Schritt erfolgt die ovarielle Stimulationsbehandlung mittels follikelstimulierendem Hormon (FSH). Im Rahmen eines natürlichen Zyklus reifen in den Eierstöcken mehrere Eizellen heran. Jedoch reift nur eine davon aus, was gleichzeitig bedeutet, dass es auch nur bei einer Eizelle zum Eisprung kommt. Die Stimulationsbehandlung als erster Schritt beim Eizellen einfrieren sorgt für ein Anreifen einer größeren Menge an Eizellen. Wie viele Eizellen dabei den entsprechenden Reifegrad erreichen, ist abhängig von diversen Faktoren, beispielsweise von der Dosis der jeweiligen verabreichten Medikamente, der Stimulierbarkeit der Eierstöcke sowie vom Lebensalter. Als Richtwert für das Eingefrieren gelten 15-20 reife Eizellen.

Die Stimulationsbehandlung erfolgt im Kinderwunsch Centrum München nach dem sogenannten kurzen Protokoll. Dabei beginnt die Behandlung am zweiten bzw. dritten Tag der Regelblutung. Meist wird ein Depot-Präparat eingesetzt, das eine Wirkdauer von ca. sieben Tagen umfasst. Dadurch entfällt ein Großteil der täglichen Spritzen, die sonst notwendig wären. Auch kann auf Wunsch der Beginn der Regelblutung durch die Zugabe natürlicher Hormone beeinflusst werden, wodurch eine höhere Terminsicherheit gewährleistet werden kann. Die Qualität der heranreifenden Eizellen bleibt hiervon unberührt.

Eizellentnahme

Sind genügend Eizellen ausgereift, erfolgt in einem zweiten Schritt die Eizellentnahme durch die sogenannte Follikelpunktion. Der Eingriff wird dabei in Kurznarkose durchgeführt und dauert in der Regel nur etwa 30 Min.. Im Rahmen der Eizellentnahme werden die Follikel mittels Ultraschallkontrolle durch die Scheide mit einer dünnen Nadel punktiert und die Follikelflüssigkeit sowie die darin enthaltenen reifen Eizellen abgesaugt. Die gewonnene Flüssigkeit wird anschließend umgehend im Labor untersucht. EmbryologInnen spüren dabei die Eizellen in der Follikelflüssigkeit auf und untersuchen diese auf ihre Anzahl sowie Qualität hin. Anschließend werden die reifen Eizellen eingefroren (vitrifiziert).
Etwa eine Woche nach der Eizellentnahme ist eine Rückbildung der im Rahmen der Eizellreifung entstandenen Gelbkörper zu erwarten. Die als Folge beginnende Regelblutung markiert gleichzeitig auch den Abschluss der Behandlung.

Vitrifikation

Kern des Eizellen einfrieren ist die Vitrifikation. Dabei wird den entnommenen Eizellen durch die Zugabe einer speziellen Lösung das Wasser innerhalb dieser (intrazelluläres Wasser) entzogen. Die Zellen werden dann mittels flüssigem Stickstoff bei minus 196 Grad Celsius “ultraschnell” eingefroren. Deshalb spricht man häufig auch vom Schockfrieren. So wird verhindert, dass sich Eiskristalle in der Zelle bilden und diese zerstören können. Gelagert werden die Eizellen anschließend in sogenannten Kryobehältern in flüssigem Stickstoff. Durch die Vertifikation werden dabei sämtliche physikalische Prozesse in der Zelle, wie beispielsweise die Alterung, aufgehalten und diese kann über Jahrzehnte hinweg gelagert werden.

Optional: Künstliche Befruchtung durch ICSI

Die künstliche Befruchtung durch ICSI (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion) ist unabhängig des Social Freezings zu betrachten. Auch wenn diese den Abschluss einer Behandlung darstellt, ist die künstliche Befruchtung lediglich eine Option, die nicht genutzt werden muss. Hier erfahren Sie mit zur künstlichen Befruchtung mittels ICSI.

Häufige Fragen zum Einfrieren von Eizellen

Viele Frauen möchten genauer verstehen, wie das Einfrieren von Eizellen abläuft und welche Chancen dieses Verfahren bietet. Die folgenden Fragen geben einen Überblick über wichtige medizinische und praktische Aspekte des Social Freezing.

Wie funktioniert das Einfrieren von Eizellen (Social Freezing)?

Beim Social Freezing werden nach einer kurzen hormonellen Stimulation reife Eizellen entnommen, in flüssigem Stickstoff schockgefroren und so über viele Jahre haltbar gemacht. Durch dieses Verfahren bleibt die Qualität der Eizellen dauerhaft erhalten.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um Eizellen einfrieren zu lassen?

Empfohlen wird das Einfrieren vor dem 35. Lebensjahr, da die Eizellqualität mit zunehmendem Alter abnimmt. In bestimmten Fällen kann auch später eine individuelle Beratung sinnvoll sein, um Chancen und Optionen zu besprechen.

Wie viele Eizellen sollten eingefroren werden?

Als Richtwert gelten etwa 15 bis 20 reife Eizellen, um bei einer späteren Behandlung gute Erfolgsaussichten zu erreichen. Die tatsächliche Anzahl hängt von Alter, Hormonstatus und individueller Reaktion auf die Stimulation ab.

Wie lange können eingefrorene Eizellen gelagert werden?

Eizellen können über viele Jahre, theoretisch auch Jahrzehnte, sicher aufbewahrt werden. Durch die Vitrifikation werden sämtliche biologischen Prozesse – einschließlich der Alterung – vollständig angehalten.

Für viele Frauen ist das Einfrieren von Eizellen ein wichtiger Schritt, um die eigene Familienplanung selbstbestimmt zu gestalten. Das Team des Kinderwunsch Centrums München begleitet dabei mit langjähriger Erfahrung und individueller Beratung – von der ersten Information bis zur Entscheidung für den passenden Zeitpunkt.

Schilddrüsenunterfunktion vor und während der Schwangerschaft | Kinderwunsch Centrum München

Schilddrüsenunterfunktion vor und während der Schwangerschaft

Liegt ein unerfüllter Kinderwunsch vor, denken die meisten vor allem an Ursachen in den Reproduktionsorganen. Dabei kann ungewollte Kinderlosigkeit auch andere Ursachen haben, die beispielsweise in der Schilddrüse liegen. So kann eine Schilddrüsenunterfunktion den Eintritt einer Schwangerschaft erschweren oder den positiven Verlauf einer bestehenden Schwangerschaft potenziell gefährden. Inwieweit eine Schilddrüsenunterfunktion eine Schwangerschaft beeinflussen kann und wie eine solche im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung diagnostiziert werden kann, haben wir hier für Sie zusammengetragen.

Wodurch wird eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) verursacht?

Im Rahmen von Schilddrüsenerkrankungen treten vor allem Schilddrüsenunterfunktionen (Hypothyreose) verhäuft auf. Etwa jede/r Zehnte ist in Deutschland von einer Unterfunktion der Schilddrüse betroffen, Frauen dabei deutlich häufiger als Männer (Verhältnis 4:1). Eine Schilddrüsenunterfunktion kann dabei verschiedene Ursachen haben. Zum einen kann diese vererbt sein oder sich bereits im Mutterleib ausgebildet haben. Häufiger jedoch liegt die Ursache einer Hypothyreose in der Schilddrüse selbst, seltener auch als Folge einer Störung der hormonellen Regelkreise in den übergeordneten Steuerungsorganen, wie der Hirnanhangdrüse oder dem Hypothalamus. Die häufigste Ursache einer Hypothyreose stellt dabei die Schädigung von ursprünglich funktionsfähigem Schilddrüsengewebe als Folge einer chronischen Schilddrüsenentzündung, einer sogenannten Hashimoto-Thyreoiditis, dar. Aber auch andere Ursachen wie beispielsweise ein Jodmangel oder eine vorangegangene Operation an der Schilddrüse können eine Unterfunktion zur Folge haben.

Wie beeinflusst eine Schilddrüsenunterfunktion Schwangerschaft, deren Eintritt sowie deren Verlauf?

Die Schilddrüse ist ein kleines Organ, das auf eine Vielzahl an Körperfunktionen einwirkt. Mittels der Hormone, die in der Schilddrüse gebildet werden, werden so beispielsweise die Herz-Kreislauf-Funktion, das Verdauungssystem sowie die psychische Verfassung beeinflusst. Zudem stellt die Schilddrüse einen wichtigen Faktor für die Fruchtbarkeit und damit für eine mögliche Schwangerschaft dar. So haben die Steuerhormone der Schilddrüse Auswirkung auf die Eizellreifung sowie den Zyklus. Liegt ein Ungleichgewicht dieser Steuerhormone vor, beispielsweise verursacht durch eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), kann eine eintretende Schwangerschaft erschwert werden oder zu vermehrten Schwangerschaftskomplikationen wie Fehl- oder Frühgeburten führen.

Zudem stellt ein erfolgreicher Schwangerschaftseintritt eine Herausforderung für die Schilddrüse dar. In den ersten Wochen der Schwangerschaft muss das Organ verstärkt arbeiten, da die Mutter Hormone mitproduziert und über die Plazenta an das Kind überträgt. Erst ab etwa der zwölften Schwangerschaftswoche beginnt die Schilddrüse das Kindes damit, eigenständig Hormone zu produzieren. Da die Zellen und Organe des Kindes während dem Wachstum besonders stark von Schilddrüsenhormonen abhängen, birgt die Unterversorgung mit Schilddrüsenhormonen durch die Mutter auch die Gefahr von Missbildungen sowie neurologischen Schäden beim Kind.

Wie wird eine Schilddrüsenunterfunktion im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung diagnostiziert?

Das Thyreoidea-stimulierende Hormon (TSH) wird in der Hirnanhangsdrüse gebildet, ist das übergeordnete Steuerhormon in der Schilddrüse und wird ausgeschüttet, wenn der Spiegel der übrigen Schilddrüsenhormone (T3 und T4) zu niedrig ausfällt. Schüttet die Hirnanhangsdrüse das TSH aus, führt dies zu einer vermehrten Bildung der Hormone T3 sowie T4. Um zu untersuchen, ob eine optimale Funktion der Schilddrüse vorliegt, wird daher Blut abgenommen und der TSH-Wert bestimmt. Liegt der gemessene Wert über oder unter dem Normalwert, kann eine entsprechende Behandlung mit Schilddrüsenhormonen angestrebt werden und so der Eintritt einer Schwangerschaft begünstigt oder eine bestehende Schwangerschaft in ihrem positiven Verlauf unterstützt werden.

Lässt das Eintreten der Schwangerschaft auf sich warten, ist eine umfangreiche Ursachenuntersuchung empfehlenswert. Es gibt eine Vielzahl an Auslösern für einen unerfüllten Kinderwunsch wie z. B. eine Schilddrüsenunterfunktion (und ganz selten auch einmal eine Überfunktion).

Kinderwunschgeschichte | FREE MINDED FOLKS

Kinderwunsch-Geschichte Sophie Elise L.

Im Rahmen unseres Praxisalltags begleiten wir unsere PatientInnen oft über einen längeren Zeitraum. Dabei erfahren wir die ganz persönlichen Geschichten, die dazu führten, dass sich PatientInnen in unser Kinderwunsch Centrum begeben und sind dabei, wenn sich ihr Kinderwunsch verwirklicht. Wir haben uns entschieden, diese Geschichten zu erzählen, da sie der Grund sind, warum wir täglich unser Bestes geben, wenn es darum geht, PatientInnen in ihrem Kinderwunsch zu unterstützen. Und nicht zuletzt weil wir Betroffenen Mut machen wollen. Insbesondere all jenen, die im Rahmen ihrer Kinderwunschhistorie teils vernichtende Erstdiagnosen erhalten haben. Eine solche erhielt auch unsere Patientin, Sophie Elise L., die uns diesen Monat an ihrer Kinderwunsch-Geschichte teilhaben lässt.

Sophie Elise L.: Als es nach eineinhalb Jahren vergeblicher Versuche schwanger zu werden nicht klappte, besuchten mein Mann und ich eine niedergelassene Kinderwunschärztin. Wir gingen fest davon aus, dass wir lediglich meinen Zyklus falsch bemessen hatten oder es einen einfach zu behandelnden Grund bei mir oder meinem Mann gibt, weshalb ich nicht schwanger wurde.

Im Rahmen der ersten Untersuchungen wurde unter anderem mein AMH-Wert, also das Anti-Müller-Hormon, bestimmt. Dieser Wert gibt Aufschluss darüber, wie viele Eizellen mein Körper produziert. Das Ergebnis war ernüchternd, mein Wert war so gering, dass uns mitgeteilt wurde, dass ich aufgrund der Untersuchungsergebnisse niemals eigene Kinder bekommen würde. Wortlos verließen wir die Praxis. Die Diagnose riss uns völlig den Boden unter den Füßen weg.

Trotz dieses Befundes überredete ich meinen Mann sechs Monate später dazu, eine weitere Meinung einzuholen und einen Termin im Kinderwunsch Centrum München zu vereinbaren. Ich hatte von der Reputation von Prof. Würfel gelesen, der häufig in wirklich aussichtslosen Fällen herausragende Erfolge erzielte. Sollte die Erstdiagnose hier ähnlich vernichtend sein, versprach ich meinem Mann es dabei bewenden zu lassen und über alternative Kinderplanung nachzudenken.

Ich weiß noch wie aufgeregt ich war, als ich im Behandlungszimmer von Prof. Würfel saß. Lange haben wir auf diesen Termin gewartet. Wir erzählten von unserer bisherigen Historie und zeigten ihm bisherige Untersuchungsergebnisse. Entgegen unserer Erwartung sah Prof. Würfel unsere Situation nicht als gänzlich ausweglos an und diskutierte verschiedene Behandlungsoptionen mit uns. Ich teilte ihm mit, dass er unsere letzte Hoffnung auf eigene Kinder sei und er antwortete, dass er mit dieser Hoffnung verantwortungsvoll umgehen werde.

Bereits als wir das Kinderwunsch Centrum nach unserem ersten Termin verließen, war ich wieder hoffnungsvoll. Mein Mann versuchte noch mich zu bremsen, zu viel Angst hatte er von einem erneut vernichtenden Behandlungsergebnis. Ich sagte ihm jedoch, dass wir unbedingt positiv bleiben müssen und Herrn Prof. Würfel und dem Team des Kinderwunsch Centrums Vertrauen entgegenbringen müssen. Im Rahmen des nächsten Termins entschieden uns für einen Versuch mittels künstlicher Befruchtung (ICSI-Behandlung).

ICSI-Behandlung:
Für eine ICSI-Therapie wird mittels Hormonbehandlung das Eibläschenwachstum angeregt. Durch eine Punktion der Eibläschen werden Eizellen entnommen und eine Befruchtung erfolgt außerhalb des Körpers. Im Reagenzglas wird ein einzelnes Spermium in eine Eizelle injiziert (ICSI). Der Embryotransfer erfolgt zwischen dem 1. bis 6. Tag nach der Eizellgewinnung und die Einnistung der übertragenen Embryonen wird erneut durch Hormone unterstützt. Mehr dazu finden Sie im Rahmen unseres Behandlungsablaufs zur ICSI-Behandlung.

Die Behandlung verlief zwar komplikationsfrei, ich konnte dennoch kaum schlafen, bis wir endlich das Ergebnis erfuhren. Als uns Prof. Würfel berichtete, dass bereits dieser erste Versuch erfolgreich war und ich schwanger sei, konnten wir es kaum glauben. In den Wochen, nachdem uns Prof. Würfel das positive Ergebnis mitteilte, mussten wir uns regelmäßig daran erinnern, dass wir bald Eltern werden würden, so surreal kam uns meine Schwangerschaft nach der vernichtenden Erstdiagnose vor. Neun Monate später kam unsere Tochter zur Welt. Sie ist mittlerweile fast drei Jahre alt und wir erzählen ihr regelmäßig davon, dass sie unser kleines Wunder ist, da wir die Hoffnung schon aufgegeben hatten, sie zu bekommen

Wir sind Prof. Würfel und dem Team des Kinderwunsch Centrums unendlich dankbar und ich hoffe mit meiner Geschichte auch die vielen Frauen zu erreichen, die ähnlich vernichtende Erstdiagnosen erhalten haben. Gebt die Hoffnung nicht auf, ist die Botschaft, die ich gerne vermitteln möchte.

Wir danken Sophie-Elise L. für ihre Offenheit. Wenn Sie ebenfalls Ihre Kinderwunsch-Geschichte erzählen wollen, senden Sie uns bitte Ihren Kontakt an: kinderwunschgeschichten@ivf-muenchen.de. Wir freuen uns auf Ihre Geschichte!

Unfruchtbarkeit bei der Frau: Die häufigsten Gründe | Kinderwunsch Centrum München

Unfruchtbarkeit bei der Frau: Die häufigsten Gründe

Häufig fühlen sich Frauen sowie Paare bei einem unerfüllten Kinderwunsch alleine. Doch das Gegenteil ist der Fall: Laut Statistik hat etwa jedes siebte Paar Schwierigkeiten, ohne Unterstützung schwanger zu werden. Die Ursachen hierfür sind vielfältig: Manchmal sind organische Ursachen ausschlaggebend, manchmal sind es psychologische Ursachen, die zu Unfruchtbarkeit führen. Unfruchtbarkeit sollte jedoch keinesfalls mit einem aussichtslosen Kinderwunsch gleichgesetzt werden. Von Unfruchtbarkeit wird gesprochen, sobald eine Schwangerschaft nicht innerhalb eines Jahres eintritt, obwohl sonstige Faktoren hierfür optimal ausfallen. Die Gründe, die eine Schwangerschaft erschweren, können dabei gleichermaßen bei Männern sowie bei Frauen vorliegen. In diesem Artikel haben wir die häufigsten Gründe sowie Ursachen zusammengetragen, die für eine Unfruchtbarkeit der Frau verantwortlich sein können.

Die häufigsten Gründe für Unfruchtbarkeit bei der Frau

Hormonelle Störungen

Hormonelle Störungen sind im Rahmen eines unerfüllten Kinderwunsches ein häufiger Faktor. Diese können Auslöser für eine Vielzahl weiterer Folgeursachen sein. Ist der Hormonhaushalt beeinträchtigt, hat dies so beispielsweise Auswirkungen auf den Zyklus, kann das Heranreifen von Eizellen sowie den Eisprung beeinträchtigen oder die Einnistung einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut erschweren. Ein erstes Anzeichen für eine hormonelle Störung tritt häufig in Form eines unregelmäßigen Zyklus auf.

Unregelmäßiger Zyklus und Eizellqualität

Ein unregelmäßiger Zyklus ist meist durch einen stark verkürzten oder verlängerten Zyklus gekennzeichnet. Häufig ist ein unregelmäßiger Zyklus zudem nicht selbst Auslöser eines unerfüllten Kinderwunsches, sondern ein Symptom einer anderen Ursache, die zu Unfruchtbarkeit führt. So kann ein unregelmäßiger Zyklus sowohl Anzeichen für eine vorliegende Eibläschenreifungsstörungen aber auch für ein vollständiges Ausbleiben des Eisprungs geben. Erfahren Sie hier mehr darüber, inwieweit sich ein unregelmäßiger Zyklus auf die Fruchtbarkeit auswirkt.

Organische Störungen der Eileiter

Sind die Eileiter vollständig oder teilweise verschlossen, kann als Folge eine Unfruchtbarkeit der Frau auftreten. Organische Störungen der Eileiter werden dabei vor allem durch Entzündungen, Endometriose oder vorangegangenen Eileiterschwangerschaften verursacht. Durch eine Funktionsstörung dieser kann der Transport der Eizelle in die Gebärmutter oder die Passage der Samenzellen bis zur Eizelle erschwert werden. Im schlimmsten Fall wird eine selbstständige, natürliche Schwangerschaft hierdurch unmöglich. Mehr über Störungen im Eileiter erfahren Sie auf unserer Seite Eileiter und Gebärmutterhals.

Defekte am Gebärmutterhals

Wird durch Hormonstörungen oder Infektionen der Prozess des Verflüssigens des Schleimpfropfens am Gebärmutterhals gestört, können Spermien nur erschwert oder sogar gar nicht mehr in den Eileiter zur Eizelle gelangen. Auch eine Starke Vernarbung der Zervix kann dies zur Folge haben. Mehr zu Defekten am Gebärmutterhals erfahren Sie auf unserer Seite Eileiter und Gebärmutterhals.

Probleme bei der Einnistung

Wenn man die Komplexität des Einnistungsprozesses in die Gebärmutter betrachtet, ist es nicht verwunderlich, das dieser leicht mit Störungen einhergehen kann. So bedarf es zur Einnistung optimale Voraussetzungen sowie Umstände. Hormonelle, immunologische, anatomische sowie infektiologische Faktoren können dafür sorgen, dass dieser Prozess gestört wird und folglich eine Einnistung verhindert wird. Die Folge können ein erschwerter Schangerschaftseintritt oder gar eine Unfruchtbarkeit der Frau sein. Erfahren Sie hier mehr darüber, inwieweit sich Probleme bei der Einnistung auf einen unerfüllten Kinderwunsch auswirken.

Endometriose

Etwa 1 – 3 % aller Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter sind in Deutschland von Endometriose betroffen. Ursache für diese chronische Erkrankung ist eine Ansiedlung von Gebärmutterschleimhaut-ähnlichem Gewebe außerhalb der Gebärmutter. Endometriose ist häufig mit einer verminderten Fruchtbarkeit oder gar Unfruchtbarkeit verbunden. Mehr über die chronische Erkrankung erfahren Sie auf unserer Seite Endometriose.

PCO Syndrom

Im Rahmen von hormonell bedingten Ursachen für eine Unfruchtbarkeit bei der Frau spielt das Polycystisches Ovarialsyndrom (PCO Syndrom) eine große Rolle. Studien gehen davon aus, dass 5 – 10 % aller Frauen von dem PCO Syndrom betroffen sind – auch wenn dieses häufig unentdeckt bleibt. Dabei liegen viele kleine Eibläschen vor, die verursacht durch fehlender Hormone nicht heranreifen können.

Kinderwunsch Zentrum München: Kinderwunschklinik mit Tradition | Kinderwunsch Centrum München

Kinderwunschzentrum München: Kinderwunschklinik mit Tradition

Lässt das eigene Kind auf sich warten, ist ein vertrauensvoller Partner essentiell. Mit einem kompetenten Behandlungsteam, langjähriger Erfahrung und persönlicher Betreuung setzt sich das Kinderwunschzentrum München für Sie und Ihre Wünsche ein. Das jahrelange Vertrauen, das PatientInnen dem Praxisteam entgegenbringen ist die Motivation, die uns täglich antreibt. Damit Sie sich ein genaueres Bild des Kinderwunschzentrums in München und der Arbeitsweise machen können, haben wir die wichtigsten Meilensteine unserer Geschichte für Sie zusammengefasst und zeigen, warum ein individuell auf unsere PatientInnen abgestimmter Behandlungsplan oberste Priorität hat.

Über das Kinderwunschzentrum München

Das Kinderwunschzentrum München gehört zu den ersten deutschen Einrichtungen in Sachen Kinderwunschbehandlung. Bereits seit 1985 unterstützt das Zentrum Einzelpersonen und Paare mit ungewollter Kinderlosigkeit. Das auf Diagnose, Therapie und Innovation spezialisierte Zentrum setzt da an, wo andere bereits aufgegeben haben. So konnten mittlerweile mehr als 10.000 Kinder durch eine IVF- und/oder einer ICSI-Behandlung im Kinderwunschzentrum München geboren werden. Damit gehört die Klinik zu den erfahrensten und renommiertesten Kinderwunschzentren in Europa. Das bestätigt auch die jährliche Auswertung des des IVF-Registers (DIR), in der die Kinderwunschklinik stets ausgezeichnete Erfolgsquoten erzielt.

Die mehr als 30-jährige Erfahrung bürgt für eine hohe medizinische Kompetenz. Die leitenden Ärzte Prof. Dr. Dr. med. habil. Wolfgang Würfel, Dr. med. Gottfried Krüsmann, Dr. med. Jan Krüsmann und Dr. med. Claudia Gaßner haben sich mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung internationale Anerkennung erworben und sind Vorreiter, was Kinderwunschbehandlungen betrifft.

Entwicklung der Kinderwunschklinik

Darüber hinaus leistete das Kinderwunschzentrum in München Pasing Pionierarbeit im Bereich des unerfüllten Kinderwunsches. So wurden bereits 1985 die ersten Zwillinge geboren, die durch eine IVF in der Kinderwunschklinik entstanden sind. 1994 folgte der nächste Meilenstein: Die Kinderwunschklinik baute eine ICSI-Einheit (Spermieninjektion) auf und etablierte die bis dahin noch selten angewandte Befruchtungstechnik. Ein revolutionärer Schritt im Feld der Kinderwunschbehandlung. 1995 folgte anschließend die erste Geburt nach einer ICSI. Hierfür wurden Spermien verwendet, die aus dem Hoden bzw. Nebenhoden entnommen wurden, bevor 1997 die erste Geburt in Deutschland nach dem Einfrieren einer unbefruchteten Eizelle (Kryokonservierung) erfolgte.

Mittlerweile besteht das Kinderwunschzentrum bereits seit über 35 Jahren und hat in den letzten Jahren durch innovative Behandlungen internationalen Ruhm erworben. Viele wegweisende Techniken, die inzwischen Teil des Therapiestandards geworden sind, wurden von der Kinderwunschklinik in München etabliert. So beispielsweise die Eizellgewinnung unter Ultraschallsicht.

Vision der Kinderwunschklinik

Die Motivation, die hinter jedem Handeln des Praxisteams steht, ist unseren PatientInnen die bestmöglichste Unterstützung und Behandlung zukommen zu lassen, um den individuellen Kinderwunsch – egal wie aussichtslos dieser zunächst aussehen mag – zu realisieren. Im Fokus der Behandlung stehen daher Kompetenz, Wissen, langjährige Erfahrung sowie eine individuelle Betreuung. Wir streben stets nach einer individuell auf PatientInnen abgestimmten Therapieform, um deren Möglichkeiten und Vorstellungen optimal umzusetzen. Die persönliche Therapieform kann dabei äußerst variabel ausfallen. In einigen Fällen stellt sich bereits durch einfache Modifikation zur Zyklusoptimierung ein erfolgreiches Ergebnis ein. In anderen Fällen bedarf es der Anwendung des vielseitigen Leistungsspektrum des Kinderwunschzentrums, wie hochentwickelter Labortechniken oder immunologischer bzw. Infektiologischer Therapieansätze. Vollkommen unabhängig von Art und Umfang des benötigten Therapieansatzes, die Kinderwunschklinik bietet ein breites Spektrum an Behandlungsmethoden unter einem Dach. Das vielfältig spezialisierte Praxisteam findet in ausführlichen Beratungsgesprächen die ideale Lösung für PatientInnen.

Behandlungsmethoden im münchener Kinderwunschzentrum

Um PatientInnen stets eine optimale Behandlungserfahrung zu gewährleisten, ist ein individuelles Beratungsgespräch für die Kinderwunschklinik essentiell. Die Wünsche und Vorstellungen von PatientInnen haben dabei stets oberste Priorität. Das erfahrene Praxisteam steht Ihnen zur Seite und bietet Ihnen eine umfassende Bandbreite an Behandlungsmethoden: