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Autor: sophia

Kinderwunsch-Geschichte Nalaya K.

Wenn man an unerfüllten Kinderwunsch denkt, so denkt man stets an ein kinderloses Paar. In unserem Klinik-Alltag begegnen uns jedoch auch häufig Fälle von sekundärer Sterilität, also Fälle, in denen ein unerfüllter Kinderwunsch beim zweiten bzw. einem weiteren Kind vorliegt. Da wir die individuelle Familienplanung – egal in welcher Phase – unterstützen wollen, behandeln wir sowohl primäre als auch sekundäre Sterilität und freuen uns ganz besonders, dass Nalaya K. ihre Geschichte hier mit uns teilt.

Nalaya K.: Mein Mann und ich hatten bereit eine Tochter. Als sie 3 Jahre alt war, wollten wir unsere Familie durch ein zweites Kind ergänzen. Doch auch nach 14 Monaten des Versuchens wurde ich nicht schwanger. Wir machten uns zunächst keine Gedanken, waren jedoch langsam etwas besorgt, als wir die “Jahresgrenze” überschritten hatten. Wir hatten uns zuvor noch nie Gedanken über eine mögliche Unfruchtbarkeit oder Ähnliches gemacht, da es bei unserer Tochter damals so einfach geklappt hat. 

Meine Frauenärztin überwies mich zur Ursachenklärung jedoch an das Kinderwunsch Centrum. Hier wurde ich freundlich empfangen und entgegen meiner anfänglichen Skepsis wurde mein Kinderwunsch beim zweiten Kind ebenso wichtig genommen wie jener von PatientInnen, die wegen ihres ersten Kindes hier waren. Dies war wirklich beruhigend, denn gerade im Familien- und Freundeskreis erhielten wir oft Unverständnis als Reaktion, warum wir denn nun beim zweiten Kind “so einen Wind machten”. Viele verstanden vermutlich einfach nicht, dass unser Kinderwunsch ähnlich präsent war wie bei unserer Tochter damals.

Nach einigen Untersuchungen wurde jedenfalls eine sogenannte sekundäre Sterilität bei mir festgestellt. Unsere Ärztin erklärte mir, dass dies eben auch bei Frauen vorkommen kann, die bereits ein Kind bekommen haben. Auslöser war vermutlich eine Infektion, die ich mir ein Jahr zuvor eingefangen hatte, die zu einer Entzündung und im weiteren Verlauf zu einem Verschluss meiner Eileiter führte. 

Um unseren Kinderwunsch zu erfüllen, entschieden wir uns deshalb für eine künstliche Befruchtung mittels IVF. Und tatsächlich ist bereits der erste Embryotransfer geglückt. Mit der Geburt unseres Sohnes erfüllte sich damit unser zweiter Kinderwunsch und unsere Familie war perfekt.

IVF-Behandlung
Bei einer IVF-Behandlung (In-vitro-Fertilisation) werden befruchtungsfähige Eizellen direkt aus den Eibläschen entnommen und gemeinsam mit den Samenzellen des Partners in einer nährlösung kultiviert. Im Rahmen des Befruchtungs-Prozesses dringen dann die Spermien durch die Wand der Eizelle (Zona pellucida) in diese ein und aktivieren dort ihre Erbanlage. War die Befruchtung erfolgreich und die befruchteten Eizellen entwickeln sich weiter, wird der Embryo mittels eines feinen Katheters in die Gebärmutter übertragen. Die IVF-Behandlung eignet sich besonders bei Paaren, bei denen die fruchtbarkeitseinschränkende Komponente allein bei der Frau liegen – zum Beispiel durch einen verschlossenen Eileiter.

Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an das Kinderwunsch Centrum und alle ÄrztInnen, die uns im Behandlungsverlauf begegneten. Ich habe mich gerade auch mit “zweiten” Kinderwunsch sehr wohl gefühlt, weil uns stets vermittelt wurde, dass unser Kinderwunsch ebenso legitim sei, wie der von noch kinderlosen Paaren. Das hat uns wirklich geholfen. 

Wir danken Nalaya K. für ihre Offenheit und das Teilen ihrer Kinderwunsch-Geschichte. Wenn Sie ebenfalls Ihre Geschichte erzählen wollen, senden Sie uns bitte Ihren Kontakt an: kinderwunschgeschichten@ivf-muenchen.de.

Später Kinderwunsch: Behandlungsoptionen | Kinderwunsch Centrum München

Später Kinderwunsch: Behandlungsoptionen

Vorangestellte Karriereziele, der bzw. die richtige PartnerIn ist noch nicht gefunden oder in der eigenen Lebensplanung sind Kinder noch nicht an der Reihe: es gibt vielfältige Gründe für einen späten Kinderwunsch. So ist eine Altersspanne von 35 – 40 Jahren, in der die Familienplanung gestartet wird, längst keine Seltenheit mehr. Und auch wenn die Realisation des Kinderwunsches nicht im ersten Anlauf klappt, gibt es eine Vielzahl an Behandlungsmöglichkeiten, diesen auch im höheren Alter zu realisieren. Ein fortgeschrittenes Alter kann zwar ein Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch sein, muss aber nicht zwingend ein Hindernis darstellen. Um Ihnen einen Überblick rund um das Thema “später Kinderwunsch” zu geben, haben wir deshalb die wichtigsten Faktoren sowie Behandlungsmöglichkeiten zusammengefasst. 


Veränderung der Fruchtbarkeit im fortgeschrittenen Alter

Die Fruchtbarkeit ist abhängig von einer Reihe an Faktoren, von denen das biologische Alter den entscheidendsten darstellt. Unbeeinflusst vom Lebensstil und der persönlichen Fitness, altern die Eizellen und können nicht mehr neu gebildet werden. 

Die Fruchtbarkeit beginnt bereits im frühen Erwachsenenalter – mit etwa 26 Jahren – zu sinken. So liegen die Chancen für eine eintretende Schwangerschaft pro Lebensjahr bei Frauen unter 25 Jahren beispielsweise bei 90 %, in einem Alter von 26 – 35 Jahren bei etwa 70 % und in der Altersspanne 35 – 40 bei nur mehr 20 %.

Verantwortlich für die abnehmende Fertilität sind sowohl eizellabhängige als auch eizellunabhängige Faktoren. Siehe hierzu: Fruchtbarkeit der Frau im Alter: Welche Rolle spielt sie bei Kinderwunsch?


Später Kinderwunsch: Behandlungsoptionen

Bleibt ein später Kinderwunsch unerfüllt, ist eine frühe Ursachenforschung ratsam. Während bei jüngeren Frauen eine Abklärung nach etwa 12 Monaten empfehlenswert ist, sollte bei älteren Frauen, je nach gynäkologischer Vorgeschichte, bereits nach 6 Monaten über eine Ursachenforschung nachgedacht werden.

Künstliche Befruchtung 

Ein später Kinderwunsch umfasst grundsätzlich dieselben Behandlungsoptionen wie jene bei jüngeren Frauen. In Anbetracht des immer kleiner werdenden reproduktiven Zeitfensters können allerdings von Behandlungsbeginn an Techniken präferiert angewandt werden, die sich durch die größten Schwangerschaftswahrscheinlichkeiten pro Zyklus auszeichnen. So kann die Wahrscheinlichkeit auf einen erfolgreichen Schwangerschaftseintritt im Rahmen einer künstlichen Befruchtung (IVF oder ICSI) deutlich gesteigert werden. Zwar kann auch hier das Alter einen negativen Einfluss auf die Chancen haben, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft aufgrund der höheren Anzahl der Eizellen im Rahmen der künstlichen Befruchtung signifikant höher. So liegen die Erfolgsaussichten auf eine Schwangerschaft laut dem Deutschen IVF-Register bei einer 40-jährigen Frau aktuell bei etwa 20 % pro Embryotransfer, sodass auch hier die Erfüllung eines Kinderwunsches durchaus realistische Chancen hat.

Social Freezing (SOF)

Wer sich bereits frühzeitig Gedanken um die eigene Familienplanung macht, für den gibt es die Möglichkeit des sog. “Social Freezings” (SOF). Mittels der Kryokonservierung von Eizellen kann der sinkenden Anzahl an reifungsfähigen Eizellen sowie deren abnehmender Qualität vorgebeugt werden. Beim Social Freezing werden unbefruchtete, reife Eizellen nach vorangegangener hormoneller Stimulation entnommen und mittels flüssigem Stickstoff kryokonserviert. Der biologische Alterungsprozess wird so aufgehalten und ein Depot für einen zukünftigen Kinderwunsch angelegt. Mehr Details zum Ablauf der Kryokonservierung von Eizellen finden Sie auf unserer Seite Social Freezing.

Kinderwunsch-Geschichte Emanuel K. | Kinderwunsch Centrum München

Kinderwunsch-Geschichte Emanuel K.

So individuell wie die Kinderwunsch-Geschichten unserer PatientInnen ausfallen, so individuell ist auch das Alter der PatientInnen, die sich an uns wenden. Während sich manche PatientInnen bereits früh mit der Familienplanung beschäftigen, wird für manche das Thema erst später von Bedeutung. So auch für Emanuel K. und seine Frau Suza, die sich mit Ihrem Kinderwunsch an uns gewandt haben. Ihre ganz persönliche Kinderwunsch-Geschichte erzählen Sie im folgenden Beitrag.

Emanuel K.: “Wir waren beruflich sehr eingespannt” – diese Aussage hören Kinderwunschpraxen wohl häufig, wenn sich Paare im fortgeschrittenen Alter an sie wenden. Aber genau dies war auch bei meiner Frau Suza und mit der Grund, warum wir uns erst spät mit der eigenen Familienplanung befasst haben. Zu diesem Zeitpunkt war meine Frau 39 Jahre alt und ich 47. Nach Absetzen der hormonellen Verhütung wurde meine Frau auch sehr schnell schwanger. Glücklicherweise verlief die Schwangerschaft problemlos und schon bald kam unsere Tochter auf die Welt. Wir hatten uns schon immer mehrere Kinder gewünscht und in Anbetracht unseres Alters und der sinkenden Chance auf einen natürlichen Schwangerschaftseintritt beschlossen wir bereits ein halbes Jahr nach der Geburt unserer Tochter einen erneuten Versuch. Auch die zweite Schwangerschaft trat wieder sehr schnell ein. Leider hatte meine Frau allerdings eine Fehlgeburt mit Komplikationen. Trotz mehrfacher Versuche wollte es danach auf natürlichem Weg nicht mehr klappen. 

Daraufhin haben wir uns an das Kinderwunsch Centrum München gewandt. Dort wurden dann einige Untersuchungen gemacht und festgestellt, dass die Eizellreserve meiner Frau beinahe aufgebraucht ist. Das war natürlich erstmal ein großer Schock für uns, liest man doch meist eher positive Geschichten bezüglich einer späten Schwangerschaft – und Suza war doch erst 39. 

Wir haben uns im Kinderwunsch Centrum aber sehr wohl und vor allem verstanden gefühlt. In einem gemeinsamen Beratungsgespräch haben wir dann mit der Ärztin einen Behandlungsplan erstellt. Zuerst hatten wir in mehreren Therapiezyklen die Eireifung mit Hormonspritzen unterstützt – leider erfolglos. Deshalb entschieden wir uns dann zu einer IVF-Therapie. Doch auch hier kam es weder imder ersten Versuch, noch nach insgesamt drei Embryonentransfers zu einer Schwangerschaft. Letztlich war es unsere Tochter, die uns die Kraft dazu gab, nicht aufzugeben und einen weiteren Versuch zu starten. Und die Geduld sollte sich auszahlen: Etwa 10 Monate und zwei IVF-Behandlungen später erhielten wir von unserer Ärztin die fantastische Neuigkeit, dass der Schwangerschaftstest positiv war. 

Ich hoffe, dass ich mit unserer Geschichte anderen Mut machen kann, sich Hilfe zu holen und nicht zu lange zu warten, um keine wertvolle Zeit zu verlieren. Außerdem möchte ich andere Paare oder Alleinstehende ab einem gewissen Alter dazu ermutigen, über eine Social Freezing-Behandlung nachzudenken, um so den eventuell späteren Kinderwunsch zu erfüllen.

Wir danken Emanuel K. für seine Offenheit. Wenn Sie ebenfalls Ihre Kinderwunschgeschichte erzählen wollen, senden Sie uns bitte Ihren Kontakt an: kinderwunschgeschichten@ivf-muenchen.de. Wir freuen uns Ihre Geschichte zu hören! 

Langer Zyklus: Ursachen und Behandlung im Rahmen eines Kinderwunsches | Kinderwunsch Centrum München

Langer Zyklus: Ursachen und Behandlung im Rahmen eines Kinderwunsches

Das prägende Bild, das in der Gesellschaft vorherrscht ist das eines regelmäßigen Zyklus; nur wenige Frauen haben ihre Menstruationsblutung jedoch wirklich ganz regelmäßig. Ein unregelmäßiger Zyklus, also ein zu langer oder ein verkürzter Zyklus, ist also weder ungewöhnlich noch selten. Häufig schwankt der Zyklus sogar von Monat zu Monat. Gerade bei starken Abweichungen in der Länge des Zyklus stellt sich häufig die Frage nach den Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit. Bleibt der Zyklus sogar ganz aus (Amenorrhoe) bestehen so gut wie keine Chancen auf den Eintritt einer Schwangerschaft.

Ob ein erfolgreicher Schwangerschaftseintritt trotz eines langen Zyklus möglich ist und welche Auswirkungen dieser auf die Fruchtbarkeit haben kann, haben wir im Folgenden für Sie zusammengetragen. 


Wie läuft der Monatszyklus ab? 

Der Zyklus kennzeichnet den ersten Tag der Menstruationsblutung bis zum letzten Tag vor der nächsten Menstruation. Durchschnittlich dauert dieser Prozess 28 Tage; Schwankungen im Rahmen von 24 bis zu 32 Tagen sind dabei vollkommen normal. Die Dauer des Zyklus sowie der Abstand zwischen den Blutungen sollte allerdings konstant sein. Liegt eine häufiger auftretende Abweichung in Frequenz oder Länge der Menstruationsblutung vor, liegt die Diagnose Zyklusstörungen nicht fern. Diese haben ihre Ursache oftmals in hormonellen Regulationsstörungen. Bleibt die Menstruation hingegen völlig aus, sollte die Ursachenforschung u.a. auch auf mögliche Erkrankungen der Gebärmutter oder der Eierstöcke ausgedehnt werden.


Was bedeutet ein langer Zyklus für den Kinderwunsch?

Irrtümlich wird häufig angenommen, dass ein verlängerter Zyklus mit einer Verspätung der Menstruationsblutung einhergeht. Tatsächlich ist im Rahmen dessen allerdings nicht die Menstruationsblutung als solche, sondern der Eisprung, verspätet; denn dieser bestimmt das Einsetzen der Blutung. So ist bei Frauen mit langen Zyklen meist die erste Zyklusphase verlängert. Das bedeutet, dass die Eireifungs- bzw. die Follikelphase ( = Gelbkörperphase) oft (deutlich) verlängert ist.

Schätzungen zufolge haben 70 % der Betroffenen von sehr langen Zyklen dennoch einen Eisprung sowie folglich fruchtbare Tage. In diesem Falle ist ein natürlicher Schwangerschaftseintritt also durchaus möglich. Bei den verbleibenden 30 % sind die Zyklen entweder vom vollständigen Ausbleiben des Eisprungs (monophasisch) gekennzeichnet oder es liegt eine Gelbkörper- bzw. Progesteronschwäche vor. Meist ist diesem Fall die zweite Zyklushälfte auf unter 10 Tage verkürzt; folglich wird eine zu geringe Konzentration des Gelbkörperhormons Progesteron gebildet und ein Schwangerschaftseintritt stark erschwert.


Wie läuft die Behandlung eines langen Zyklus im Rahmen eines Kinderwunsches ab?

Geht ein verlängerter Zyklus mit einem unerfüllten Kinderwunsch einher, können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden, um die Ursache für den langen Zyklus zu ermitteln. Grundsätzlich gilt es, den Zyklus exakt zu beobachten und zu dokumentieren, wie und wann der Eisprung stattfindet. Eine exakte Diagnostik erlaubt das sogenannte Zyklusmonitoring. Dabei werden mehrere Ultraschalluntersuchungen durchgeführt sowie Hormonbestimmungen vorgenommen, um den Ablauf des Zyklus genau abbilden zu können. 

Anhand dieser Informationen können im Kinderwunsch Centrum München ggf. weitere Tests zur Ursachenforschung vorgenommen werden, um anschließend einen individuellen Behandlungsplan zu entwickeln.

Künstliche Befruchtung in München: Methoden und Ablauf | Kinderwunsch Centrum München

Künstliche Befruchtung in München: Methoden und Ablauf

Kommt eine Schwangerschaft auf natürlichem Weg nicht zustande, ist eine künstliche Befruchtung für viele kinderlose Paare der erfolgversprechendste Weg für einen Schwangerschaftseintritt. Im Rahmen der künstlichen Befruchtung wird letztlich die Befruchtung der Eizelle unterstützt. Hierfür gibt es verschiedene Methoden der künstlichen Befruchtung. Welche assistierte Reproduktionstechnik sich dabei im individuellen Fall am besten eignet, wird im Rahmen einer sorgfältigen Diagnostik bei beiden PartnerInnen und einem persönlichen Beratungsgespräch festgelegt. Einen Überblick über die beiden gängigen Methoden und wie in unserer Praxis eine künstliche Befruchtung in München abläuft, haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst.


Künstliche Befruchtung in München: IVF oder ICSI

Bei der klassischen In-vitro-Fertilisation (IVF) werden befruchtungsfähige Eizellen entnommen und gemeinsam mit den Samenzellen des Partners in einer Nährlösung kultiviert. Im Rahmen des Befruchtungsprozesses dringen die Samenzellen durch die Wand der Eizelle (Zona pellucida) ein und aktivieren dort ihre Erbanlage. War die Befruchtung erfolgreich und die befruchteten Eizellen entwickeln sich weiter, wird ein Embryo mit einem feinen Katheter direkt in die Gebärmutter übertragen. 

Bei der Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) wird mit einer feinen Pipette ein einzelnes Spermium direkt in das Zellinnere (Zytoplasma) einer zuvor entnommenen Eizelle injiziert. Somit ahmt diese Methode das natürliche Eindringen des Spermiums in die Eizelle nach. Der gesamte Vorgang findet außerhalb des Körpers (extrakorporal) statt und wird unter dem Mikroskop kontrolliert.


Gründe für eine künstliche Befruchtung

Die Gründe für eine künstliche Befruchtung können ganz unterschiedlich ausfallen. Dabei wird im individuellen Fall abgewogen, ob eine Behandlung mittels IVF oder mittels ICSI die geeignetere Methode darstellt. So liegt die Indikation für eine IVF Behandlung meist bei der Frau, während eine Behandlung mittels ICSI vor allem in jenen Fällen herangezogen wird, bei denen eine eingeschränkte Fertilität des Mannes vorliegt. 

Während es bei einer IVF-Behandlung zu einer spontanen Befruchtung innerhalb des Reagenzglases kommt, ähnlich der natürlichen Konzeption, wird bei einer ICSI hingegen ein einzelnes Spermium direkt in das Zytoplasma einer Eizelle injiziert. Die Durchführung einer ICSI wird also in jenen Fällen herangezogen, wenn die Anzahl, die Form oder die Beweglichkeit der Spermien für eine IVF nicht ausreicht. 

Während sich eine Behandlung mittels ICSI zudem auch für die Verwendung von zuvor  kryokonservierten Samenzellen eignet, ist eine Befruchtung mittels IVF in diesen Fällen nicht möglich. Ebenfalls ist eine ICSI auch dann notwendig, wenn genetische Untersuchungen an Eizellen oder Embryonen (z. B. Präimplantationsdiagnostik, PID) durchgeführt werden sollen.


Künstliche Befruchtung in München: Ablauf

1. Stimulation der Eierstöcke

Im natürlichen Zyklus der Frau reift in der Regel nur ein Follikel und somit nur eine Eizelle bis zum Eisprung heran. Die Wahrscheinlichkeit unter diesen Gegebenheiten mittels künstlicher Befruchtung eine intakte Schwangerschaft zu erzielen, liegt so pro Zyklus bei etwa 5 bis 15 % je nach Alter der Patientin. Um die Chancen auf einen erfolgreichen Schwangerschaftseintritt zu erhöhen, wird daher vorangehend an die eigentliche Behandlung eine hormonelle Stimulation der Eierstöcke und das darauffolgende Auslösen des Eisprungs durchgeführt. Durch das Zugeben von Hormonen wird idas Reifen von mehreren Eibläschen angeregt, um eine höhere Anzahl an verwendbaren reifen Eizellen für die künstliche Befruchtung zu erreichen.

2. Eisprung und Eizellentnahme

Stehen genügend reife Eibläschen zur Verfügung, wird der Eisprung hormonell ausgelöst. Hierfür wird eine sogenannte Eisprungspritze oder “Auslösespritze” gegeben. Etwa 36 Stunden nach der Eisprungspritze erfolgt Eizellentnahme. Im Rahmen dieser werden die Eizellen unter Ultraschallkontrolle über die Scheide aus dem Eierstock entnommen.

3. Samenprobe

Der Tag der Eizellentnahme ist üblicherweise zugleich auch der Zeitpunkt der Samenprobe. Diese wird anschließend aufgereinigt und die mobilsten Spermien werden konzentriert. Hierzu stehen mehrere Verfahren zur Verfügung. Am gängigsten ist die “Swim-up”-Methode. 

4. Zusammenführung der Ei- und Samenzellen bzw. Spermieninjektion

Bei der klassischen In-vitro-Fertilisation (IVF) werden die entnommenen Eizellen in ein Nährmedium gegeben und dort mit den Samenzellen zusammengeführt. Im Brutkasten startet anschließend der Befruchtungsprozess. Nach etwa einem Tag lässt sich unter dem Mikroskop erkennen, ob die Befruchtung stattgefunden hat. War die Befruchtung erfolgreich, wird nach zwei bis fünf Tagen die befruchtete Eizelle in die Gebärmutter eingesetzt. Die längere Kultur (“Blastozystenkultur) ist vor allem in jenen Fällen sinnvoll, in denen sich mehrere Eizellen befruchten. Ist hingegen nur eine einzelne Eizelle befruchtet, ist ein früher Transfer empfehlenswert. Eizellen, die über jene transferierten hinaus auf dem Wege zur Befruchtung sind (sog. Vorkerne), können diese kryokonserviert und für einen weiteren Versuch oder eine zweite Schwangerschaft aufbewahrt werden.

Bei der Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) wird die Samenzelle mittels einer Pipette direkt in das Zytoplasma der Eizelle injiziert. Anschließend wird die befruchtete Eizelle für zwei bis max. fünf Tage ebenfalls in den Brutschrank gegeben. War die ICSI-Behandlung erfolgreich und die befruchtete Eizelle entwickelt sich weiter, wird der Embryo in die Gebärmutter transferiert. Überzählige Eizellen, also Vorkerne können bei der ICSI ebenfalls mittels Kryokonservierung aufbewahrt werden und für einen eventuellen weiteren Versuch oder eine zweite Schwangerschaft verwendet werden.

5. Embryotransfer

Der Embryotransfer erfolgt mit einem feinen Katheter unter Ultraschallkontrolle. Der Katheter wird dabei in die Gebärmutter vorgeschoben, sodass der Embryo (bzw. die Embryonen) im idealen Einnistungsbereich der Gebärmutterhöhle, dem sogenannten Fundus, abgesetzt werden kann/können.

Empfehlung in der Zeitschrift „Eltern Kinderwunsch“

Eltern: Kinderwunsch

Das Vertrauen, dass unsere PatientInnen dem Kinderwunsch Centrum München und dem gesamten Praxisteam entgegen bringen, treibt uns täglich an. Mit langjähriger Erfahrung, einem kompetenten sowie erfahrenen Behandlungsteam und individueller Betreuung setzen wir uns stets für den unerfüllten Kinderwunsch unserer PatientInnen ein. In unserem Kinderwunschzentrum bieten wir eine umfassende Bandbreite an Behandlungsmethoden an.

Es freut uns sehr, dass das Kinderwunsch Centrum München in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift „Eltern Knderwunsch“ so positiv bewertet wurde. Im Rahmen der Bewertungstabelle wurden verschiedene Kinderwunschpraxen und -klinken unter verschiedenen Gesichtspunkten untersucht und entsprechend einer Skala bewertet. Finden Sie die gesamte Bewertungstabelle gerne anbei. Vielen Dank für die positive Bewertung! 

Zur Bewertungstabelle

Eltern: Kinderwunsch - Bewertungstabelle
Myom bei Kinderwunsch: Diagnose und Therapie | Kinderwunsch Centrum München

Myom bei Kinderwunsch: Diagnose und Therapie

Ein unerfüllter Kinderwunsch ist für Betroffene eine große Belastung. Die Ursachen hierfür können vielfältig ausfallen. Eine dieser Ursachen können Myome darstellen. Die gutartigen Geschwülste treten in der Gebärmutter auf und betreffen etwa jede vierte Frau im fruchtbaren Alter. Während diese bei vielen vollkommen symptomfrei verlaufen, können jedoch auch, je nach Lage und Größe des Myoms, starke Beschwerden auftreten. Was Betroffene über die gutartigen Muskelknoten wissen müssen, wie ein Myom Kinderwunsch beeinflussen kann und welche Therapiemöglichkeiten es gibt, haben wir im Folgenden zusammengefasst.


Myome in der Gebärmutter

Myome sind gutartige Muskelknoten, die in der Muskelschicht der Gebärmutter auftreten. Das Myom gehört zu den gutartigen Tumoren. Es dringt daher nicht in umliegendes Gewebe ein, sondern verdrängt dieses. Je nach Wachstum und Lokalisation bleibe Myome unbemerkt oder gehen mit unterschiedlichen Beschwerden einher. 

Die verschiedenen Myom-Typen

Je nachdem, wo ein Myom in der Gebärmutter entsteht und in welche Richtung dieses sich ausdehnt, wird zwischen verschiedenen Myom-Typen unterschieden:

Intramurales Myom: Das Myom wächst innerhalb der Muskelschicht der Gebärmutter. Diese Myom-Variante tritt am häufigsten auf. 

Subseröses Myom: Das Myom sitzt an der Außenseite der Gebärmutter und wächst von der Muskelschicht der Gebärmutterwand nach Außen in die Serosa oder das Bauchfell hinein.

Transmurales Myom: Das Myom entwickelt sich aus allen Schichten der Gebärmutter.

Submuköses Myom: Das Myom wächst von der Muskelschicht der Gebärmutter in die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium). Die Folge sind meist Blutungsstörungen. 

Intraligamentäres Myom: Das Myom entwickelt sich im Bindegewebe neben der Gebärmutter.

Zervixmyom: Das Myom entsteht in der Muskelschicht des Gebärmutterhalses (Zervix). Diese Myom-Variante tritt äußerst selten auf. 


Symptome eines Myoms

Bei etwa einem Viertel der Betroffenen geht ein Myom ohne Symptome einher. Häufig werden Myome daher im Rahmen von Routineuntersuchungen zufällig entdeckt. In anderen Fällen lösen Myome Symptome und gar Beschwerden aus. Wie diese ausfallen und wie stark diese ausgeprägt sind, hängt von der Größe und Lage des Myoms ab.

Häufige Anzeichen für ein Myom:

  • Blutungsstörungen: Myome verursachen mitunter eine verstärkte Regelblutung (Hypermenorrhoe), eine verstärkte und verlängerte Regelblutung (Menorrhagie) sowie Zwischenblutungen außerhalb des Menstruationszyklus (Metrorrhagie).
  • Schmerzen während der Menstruation: Myome können heftige, manchmal beinahe wehenartige Schmerzen während der Menstruation verursachen.

 
Weitere, seltener auftretende Symptome:

  • Unterbauchschmerzen
  • Rückenschmerzen und/oder Beinschmerzen, wenn das Myom auf das Rückenmark drückt
  • starker Harndrang, sofern das Myom auf die Harnblase drückt
  • Verstopfung sofern das Myom auf den Enddarm drückt
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Myom bei Kinderwunsch

Grundsätzlich stellt ein Myom in der Gebärmutter kein Hindernis für eine eintretende Schwangerschaft dar. Nur in seltenen Fällen kommt es zu Problemen mit der Fruchtbarkeit. Wie etwa, wenn ein Myom direkt vor dem Eileiter liegt und dessen Abgänge blockiert. Wächst ein Myom dagegen in die Gebärmutterhöhle hinein und liegt somit direkt unter der Schleimhaut (sog. submucöses Myom), kann dieses die Einnistung einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut verhindern. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit von Fehlgeburten sowie Eileiterschwangerschaften bei Vorliegen eines submukösen Myom erhöht.

Ebenfalls können Myome Komplikationen im Rahmen einer eingetretenen Schwangerschaft verursachen. Da die gutartigen Tumore hormonaktiv sind, wachsen diese, aufgrund des erhöhten Östrogenspiegels in der Schwangerschaft, schneller. Sitzen die Tumore zudem am unteren Ende der Gebärmutter, können diese den Geburtskanal blockieren und ein Hindernis im Geburtsverlauf darstellen. Sitzen die Knoten zudem in der muskulären Gebärmutterwand, kann es potenziell zu einer verspäteten Plazentaablösung nach der Geburt kommen, was starke Blutungen zur Folge haben kann. 


Diagnose eines Myoms

Indikatoren für ein Gebärmuttermyom können eine verstärkte Menstruation oder ein vermehrter Harndrang darstellen. Im Rahmen der Diagnose wird eine Ultraschalluntersuchung vorgenommen, die in der Regel den Myom-Verdacht bestätigt. So lassen sich die genaue Lage sowie die Größe des Myoms bzw. der Myome ermitteln. 

Bringt eine Ultraschalluntersuchung keine eindeutige Diagnose, kann alternativ eine Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) oder Bauchraumspiegelung (Laparoskopie) vorgenommen werden. 


Therapiemöglichkeiten der Diagnose Myom bei Kinderwunsch

Verursachen Myome keinerlei Beschwerden, ist eine Behandlung meist nicht erforderlich. Empfehlenswert sind lediglich regelmäßige Kontrolluntersuchungen, um Größe und Lage des Myoms zu überwachen.

Entstehen durch ein Myom bzw. mehrere Myome Beschwerden oder Komplikationen, stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Entscheidende Faktoren für die Therapiewahl sind unter anderem die Art und das Ausmaß der Beschwerden, die Lage sowie die Größe des Myoms/der Myome, das kalendarische Alter der Frau und die Frage, ob noch eine Schwangerschaft angestrebt werden soll. Ist dem so, dann kommen für die Therapie Medikamente und/oder operative Maßnahmen in Frage (zumeist minimalinvasiv, also vermittels einer Gebärmutter- und/oder Bauchspiegelung). Bei Vorliegen einer Schwangerschaft wird im Normalfall kein operativer Eingriff vorgenommen, da dieser den Embryo ernsthaft beschädigen kann und somit mit einem sehr hohen Risiko einhergeht. Das gleiche gilt für Hormontherapien. Werden viele oder große Myome vor dem Eintreten der Schwangerschaft festgestellt, empfiehlt sich die Entfernung bereits zu diesem Zeitpunkt. 

Eine weitere Methode zur Entfernung eines Myoms stellt die Behandlung mittels MR-gesteuerten fokussierten Ultraschallwellen dar. Diese sind besonders schonend und verursachen keine Verletzungen am umliegenden Gewebe. 

Gibt es bei künstlicher Befruchtung eine Altersgrenze? | Kinderwunsch Centrum München

Gibt es bei künstlicher Befruchtung eine Altersgrenze?

Das Durchschnittsalter einer Frau beim ersten Kind ist in den letzten Jahren signifikant gestiegen – es zeichnet sich ein klarer Trend zur späten Familienplanung ab. Die Konsequenz davon ist, dass das Zeitfenster, in dem die Chancen für eine Schwangerschaft günstig ausfallen, kürzer wird. Ein unerfüllter Kinderwunsch bei Frauen im fortgeschrittenen Alter ist also eine besondere Herausforderung, aber kein Hinderungsgrund. Für einen erfolgreichen Ausgang einer künstlichen Befruchtung sind insbesondere die individuellen hormonellen, genetischen und ggfs. immunologischen und infektiologischen Faktoren zu berücksichtigen. Trotz dieser Variablen stellen uns viele PatientInnen die Frage nach einer Altersgrenze bei künstlicher Befruchtung. Wir wollen diese Frage im Folgenden beantworten und skizzieren, warum es eine Altersgrenze bei künstlicher Befruchtung gibt bzw. diese auch sinnvoll ist.


Gibt es eine Altersgrenze bei künstlicher Befruchtung?

Gerade wer sich erst in einem fortgeschrittenen Alter mit dem Thema Kinderwunsch beschäftigt, für den stellt sich zwangsläufig die Frage, ob es eine Altersgrenze bei künstlicher Befruchtung gibt.

Grundsätzlich gibt es in Deutschland keine gesetzliche Regelung was die Altersgrenze bei einer künstlichen Befruchtung betrifft. Daher obliegt es jeder Klinik und Praxis selbst, eine Altersgrenze festzulegen. Selbstverständlich wird bei jeder PatientIn individuell entschieden, wo die genaue Altersgrenze liegt. Dabei sind die Gesundheit, die Vorgeschichte im Bezug auf Kinderwunschbehandlungen sowie ggf. vorherige Schwangerschaften/Geburten zentrale Kriterien zur Beurteilung. Grundlegend lässt sich jedoch festhalten, dass im Kinderwunsch Centrum München künstliche Befruchtungen bis Anfang 40 durchgeführt werden.  


Warum gibt es eine Altersgrenze für künstliche Befruchtung? 

Auch wenn in den Medien häufig ein anderes Bild gezeichnet wird, stimmen die Vorstellungen von einem späten Kinderwunsch meistens nicht mit den biologischen Fakten überein. Folglich werden die Chancen, mit zunehmenden Alter schwanger zu werden, oftmals (erheblich) überschätzt. So ist die Fruchtbarkeit von einer Reihe an Faktoren abhängig, von denen das biologische Alter einen der wichtigsten darstellt. Unabhängig von den Lebensumständen und der persönlichen Fitness altern Eizellen stetig und können nicht neu gebildet werden (sie stammen alle aus dem 3. Embryonalmonat). So nimmt die Fruchtbarkeit bereits ab dem 25. Lebensjahr ab. Siehe hierzu auch unseren Artikel “Fruchtbarkeit der Frau: Welche Rolle spielt das Alter bei Kinderwunsch”.

Verantwortlich für die Abnahme der Fruchtbarkeit sind vorwiegend genetische sowie ovarielle Faktoren. Zum einen ist der Abbau der Eizellreserve ursächlich für die sinkende Fruchtbarkeit im Alter. Im Laufe der Jahre wird diese Eizellreserve nämlich sukzessiv entleert. Während bei einer Frau zu Beginn der Pubertät noch etwa 300.000 bis 500.000 Eizellen vorhanden sind, sinkt diese Anzahl bis zum Lebensalter von 35 Jahren auf etwa 25.000 bis 50.000. Mit Einsetzen der Menopause ist diese Reserve auf etwa 1.000 bis 2.000 geschrumpft. Wie schnell die Eizellreserve allerdings tatsächlich sinkt, ist individuell bei jeder Frau durchaus unterschiedlich. So gibt es Frauen, die bereits mit 30 Jahren eine niedrige ovarielle Reserve haben, häufig aufgrund genetischer Faktoren. Auch Operationen, Nikotinkonsum oder Infektionen der Genitalorgane können einen negativen Einfluss auf die Reserve haben. 

Doch selbst wenn die Eierstockreserve weitgehend erschöpft ist, sind regelmäßige Zyklen mit Eisprüngen noch möglich. Ausschlaggebend für die sinkende Fruchtbarkeit ist hier letztlich also nicht nur die (weitgehend) erschöpfte Eizellreserve, sondern die abnehmende Eizellqualität. So kommt es neben einem verringerten Eizellpool mit zunehmendem Alter zu einer erhöhten Rate von Eizellen mit Chromosomenfehlverteilungen. Dies geht einher mit einer geringeren  Schwangerschaftswahrscheinlichkeit pro Zyklus bei gleichzeitig steigender Rate an Spontanaborten. 

Einer Altersgrenze bei künstlicher Befruchtung liegen somit biologische Faktoren zugrunde, welche die Chancen auf eine gesunde Schwangerschaft im fortschreitenden Alter abbilden. 


Wie kann der Kinderwunsch trotzdem erfüllt werden?

Bleibt der Kinderwunsch im fortgeschrittenen Alter unerfüllt, ist es daher ratsam, sich zu einem frühen Zeitpunkt an eine Kinderwunschpraxis zu wenden, um eine umfassende Ursachenforschung einzuleiten und ggf. das gesamte Spektrum an Behandlungsmethoden heranziehen zu können. 

Kinderwunsch-Geschichte VIII

Kinderwunsch-Geschichte Christoph P.

Folgt man dem gesellschaftlich gezeichneten Bild, liegen die Gründe für einen unerfüllten Kinderwunsch in der Partnerschaft häufig bei der Frau. In unserem Klinik-Alltag zeigt sich jedoch ein ganz anderes Bild: Die Gründe für eine Unfruchtbarkeit können bei beiden PartnerInnen gleichermaßen liegen, weshalb wir uns gemeinsam mit Ihnen auf eine umfassende Ursachenforschung begeben. Da über die Unfruchtbarkeit von Männern noch seltener gesprochen wird als über die Unfruchtbarkeit von Frauen, freuen wir uns besonders über die heutige Kinderwunsch-Geschichte aus Sicht von Christoph P.. Vielen Dank, dass Du Deine Geschichte mit uns teilst.

Christoph P.: Als bei meiner Frau und mir das Kinderthema aktuell wurde, hatten wir nicht im Geringsten geahnt, was uns für eine Reise bevorsteht. Dies liegt vor allem daran, dass wir noch verhältnismäßig jung waren (28 und 29) und es auch bisher medizinisch weder bei meiner Frau noch bei mir irgendwelche Auffälligkeiten gab.

Nachdem wir es bereits knapp ein Jahr auf natürliche Weise probiert hatten, ging meine Frau zu ihrer Frauenärztin, um sich nochmals durchchecken zu lassen. Mangels Auffälligkeiten hat die Ärztin ihr nochmal mehr Informationen zu ihrem Zyklus gegeben, so dass wir unser Timing ggf. noch etwas optimieren können und auf Signale achten können, was den Eisprung betrifft. Wieder knapp sechs Monate später saßen wir – diesmal zusammen – wieder vor der Ärztin und waren nun bereits etwas beunruhigt, ob nicht doch ein medizinisches Problem bei meiner Frau vorliegen könnte, das bisher unentdeckt blieb. In diesem Termin wurde ich zum ersten Mal damit konfrontiert, dass die Unfruchtbarkeit auch auf meiner Seite liegen könnte – etwas, woran wir bisher noch gar nicht gedacht hatten. 

Die Frauenärztin verwies uns an das Kinderwunsch Centrum München. Nach den ersten Untersuchungen hatten wir auch schnell Gewissheit, dass das OAT Syndrom (eine Kombination aus zu wenigen, zu langsamen und häufig fehlgeformten Spermien) bei mir zu einer verminderten Spermienqualität führt. Grund dafür war eine vorliegende Hormonstörung. 

Wir haben uns nach intensiver Besprechung mit unserem Arzt für eine Behandlung mittels Hormonpräparaten entschieden, was tatsächlich auch sehr schnell zu einer Besserung meiner Spermienqualität führte. Nur vier Monate später hielten wir dann endlich den ersehnten positiven Schwangerschaftstest in den Händen. Unser Sohn wird nun bald schon ein Jahr alt.

Der Grund, warum ich diese Geschichte hier erzähle, ist, weil ich glaube, dass – wie bei uns – häufig der Irrglaube herrscht, dass Unfruchtbarkeit vor allem Frauen betrifft, weshalb hier oft viel zu lange zugewartet wird, bevor man Untersuchungen vornimmt. Wie in meinem Fall konnte das Problem simpel behoben werden. Ich hoffe, ich mache damit auch anderen Männern Mut, über solche Themen zu sprechen und eine Ursachenfindung frühzeitig in Betracht zu ziehen.

Wir danken Christoph P. für seine Offenheit und das Teilen seiner ganz persönlichen Kinderwunschgeschichte – die erste unserer Kinderwunschgeschichten aus Perspektive eines Mannes. Wenn Sie ebenfalls Ihre Geschichte erzählen wollen, senden Sie uns bitte Ihren Kontakt an: kinderwunschgeschichten@ivf-muenchen.de 

Corona-Bestimmungen im Kinderwunsch Centrum München

Liebe PatientInnen, 


wir freuen uns sehr über das Vertrauen, das Sie uns täglich entgegenbringen. Die Realisierung Ihres Kinderwunsches hat für uns dabei stets oberste Priorität. Daher wollen wir für jede Patientin und jeden Patient eine optimale Behandlungserfahrung gewährleisten und uns stets Zeit für Ihre Vorstellungen und Wünsche nehmen. 


Wir wissen, dass Kinderwunschbehandlung nicht nur physisch, sondern auch psychisch eine Belastung darstellen können. So ist der Start in die individuelle Familienplanung ein Wechselbad der Gefühle: Zuversicht kann schnell in Enttäuschung umschlagen, wenn ein Versuch nicht geklappt hat oder eine ernüchternde Diagnose gestellt wird. Umso wichtiger ist eine umfassend Unterstützung vonseiten des persönlichen Umfelds – gerade von dem bzw. der PartnerIn. Daher laden wir Sie gerne dazu ein, zu Gesprächsterminen am Nachmittag Ihren Partner bzw. Ihre PartnerIn mitzunehmen und das Gespräch gemeinsam wahrzunehmen. So können alle offenen Fragen umfassend geklärt und ein Behandlungsplan gemeinsam besprochen werden. 

Fühlen Sie sich aufgrund der andauernden Lage nicht wohl, uns regelmäßig in unseren Räumlichkeiten zu besuchen, oder ist ein Online- Termin aufgrund eines engmaschigen Terminplans für Sie günstiger, bieten unsere behandelnde/n ÄrztInnen gerne auch Videosprechstunden für Sie an.

Unsere Vormittage stellen stets die untersuchungsintensivsten Zeiten mit hohem Patientenaufkommen dar. Daher bitten wir Sie, alleine zu kurzen (Kontroll-)Untersuchungen zu erscheinen, um das Infektionsgeschehen möglichst einzudämmen. Darüber hinaus können wir Ihnen versichern, dass in unserem Kinderwunsch Centrum alle Maßnahmen getroffen werden, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Diese Sorgfaltspflicht nehmen auch unsere ÄrztInnen sehr ernst, weshalb wir um Verständnis bitten, wenn es aufgrund von sicherheitsbedingter Quarantäne zu Terminverzögerungen kommt.  


Ihr Kinderwunsch ist unsere höchste Priorität. Um Ihnen stets eine optimale Behandlungserfahrung zu gewährleisten, ist für uns ein individuelles Beratungsgespräch sowie eine persönliche Betreuung essentiell. Ihre Wünsche und Vorstellungen haben dabei stets oberste Priorität. Unser erfahrenes Praxisteam steht Ihnen zur Seite und bietet Ihnen eine umfassende Bandbreite an Behandlungsmethoden. 

Wir freuen uns, Sie auf dem Weg zu Ihrem Wunschkind begleiten zu dürfen.

Ihr Praxisteam des Kinderwunsch Centrums München