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Autor: sophia

Kinder

Kinderwunsch-Geschichte Heike O.

Während bei manchen Paaren der Wunsch nach einer gemeinsamen Familie früher aufkommt, beschäftigen sich andere Paare erst später mit diesem Thema. Doch plötzlich scheint die biologische Uhr zu ticken und der Kinderwunsch ist da. Häufig jedoch läuft der Weg zum Wunschkind nicht reibungslos ab. So mussten es auch Heike O. und ihr Partner erleben. Ihre ganz persönliche Geschichte teilen sie im folgenden Beitrag.

Heike O.: Eine eigene Familie zu gründen und gemeinsam Kinder zu bekommen, war für meinen Mann und mich lange Zeit kein Thema in unserer Beziehung. Zuerst wollten wir die Zweisamkeit genießen, große Reisen unternehmen und all das machen, bei dem Kinder eine zu große Einschränkung wären. Doch Anfang 30 war dann unser gemeinsamer Kinderwunsch plötzlich da und wir wünschten uns nichts sehnlicher als eine eigene kleine Familie. Aus diesem Grund setzte ich nach etwa 10 Jahren die Pille zum ersten Mal ab und wartete auf das Einsetzen meiner Periode. Doch erstmal passierte nichts. Nach Internetrecherchen fand ich heraus, dass es wohl nicht selten einige Zeit dauert, bis sich der Körper nach hormoneller Verhütung regeneriert und die Periode einsetzt. Da nach sechs Monaten immer noch nichts passierte, kontaktierte ich meine Gynäkologin, welche mir nach einer unauffälligen Ultraschalluntersuchung das Aufsuchen einer Kinderwunschklinik nahelegte.

Diese Empfehlung kam für mich sehr unerwartet, denn mit PatientInnen von Kinderwunschzentren brachte ich bisher stets Paare in Verbindung, die auf natürlichem Weg nicht schwanger werden konnten. Nachdem meine Periode allerdings weitere sechs Monate auf sich warten ließ, startete ich die Suche nach einer passenden Kinderwunschklinik. So kam ich auf das Kinderwunsch Centrum München und vereinbarte gleich einen Termin. Nach einem ausführlichen Beratungsgespräch wurden diverse Untersuchungen durchgeführt. Im Ultraschall waren viele unterschiedlich große Eibläschen erkennbar, welche gemeinsam mit den Ergebnissen der Blutanalyse zur Diagnose PCO-Syndrom (Polyzystisches Ovar Syndrom) führten.

PCO-Sydrom
Das Polyzystische Ovar Syndrom ist die häufigste Ursache hormonell bedingter Unfruchtbarkeit bei Frauen im gebärfähigen Alter. Dabei erschwert eine gestörte Eizellreifung und die damit einhergehenden unregelmäßigen Eisprünge das Eintreten einer Schwangerschaft. Nähere Informationen finden Sie in unserem Beitrag PCO-Syndrom im Rahmen eines Kinderwunsches.

Im ersten Moment war die Diagnose ein großer Schock für mich. Doch dieser verging schnell, als die Ärztin mich darüber aufklärte, dass viele Frauen davon betroffen sind und sie sich sehr zuversichtlich zeigte. Nachdem ich früher bereits einen normalen Zyklus hatte, wollte ich es mit der natürlichen Familienplanung (NFP) probieren, bevor ich eine Hormon- und Medikamententherapie startete. Mittels NFP stellte sich nach fast zwei Jahren schließlich eine “normale” Regelblutung ein und dank Zyklusbeobachtung sowie terminierten Geschlechtsverkehr wurde ich tatsächlich schwanger. Dieses Glück hielt jedoch nur kurze Zeit an, denn in der elften Schwangerschaftswoche kam es zu einer Fehlgeburt, die meinem Mann und mir jegliche Hoffnung nahm. Meine Ärztin meinte, dass die Fehlgeburt nicht mit dem PCO-Syndrom in Verbindung stand, weswegen wir einige Monate danach erneut einen Versuch starteten. Aufgrund der NFP wusste ich, wann meine fruchtbaren Tage waren, und so wurde ich tatsächlich erneut schwanger. Die ersten 12 Wochen waren für mich mit sehr viel Anspannung verbunden und ich traute mich noch nicht, mich über unser Glück zu freuen. Als wir neun Monate später unsere erste Tochter in den Armen hielten, waren wir überglücklich und dankbar zugleich, dass der sehr steinige Weg zu unserem Wunschkind schlussendlich funktioniert hat. Seit der ersten Schwangerschaft habe ich einen regelmäßigen Zyklus und werde von dem PCO-Syndrom nicht mehr beeinträchtigt. Mein Mann und ich starteten danach mithilfe von NFP den ersten Versuchszyklus für unser zweites Kind und ich wurde auf Anhieb schwanger. Niemals hätte ich dies für möglich gehalten.

Wir danken Heike O. für ihre Offenheit. Wenn Sie ebenfalls Ihre Kinderwunsch-Geschichte teilen wollen, kontaktieren Sie uns gerne unter: kinderwunschgeschichten@ivf-muenchen.de. Wir freuen uns auf Ihre Geschichte!

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Kinderwunsch-Geschichte Camilla P.

Der Weg von einem unerfüllten Kinderwunsch über die Untersuchung, Diagnosestellung, und die Behandlungen bis zur Erfüllung des Wunschkindes ist kein einfacher. Oftmals verlangt es viel Geduld und Durchhaltevermögen, bis eine Schwangerschaft letztlich eintritt. Neben der eigenen Kraft, die für diesen Weg aufgebracht werden muss, spielt dabei auch die Unterstützung des engsten Umfeldes eine wichtige Rolle. So war es auch für Camilla P., die wir auf ihrem Weg zum Wunschkind begleiten durften. Wir freuen uns, dass sie ihre ganz persönliche Geschichte mit uns teilt.

Camilla P.: Der Gedanke, eines Tages ein Kind zu bekommen, war für mich lange Zeit kein Thema. Als Single habe ich mir noch weniger Gedanken über Kinder und Familiengründung gemacht. Als mir jedoch eine Freundin davon erzählte, dass sie ihre Eizellen einfrieren lassen hat, wurde ich neugierig und wollte erfahren, ob dies auch für mich gegebenenfalls eine Option sein könnte. Also habe ich meinen AMH-Wert (Anti-Müller-Hormon) überprüfen lassen, der in etwa die Größe der Eizellen-Reserve angibt. Das Ergebnis war überraschend und ernüchternd zugleich. Mein Wert lag weit unter dem Normalwert. Der Befund stellte mich psychisch vor eine große Herausforderung und ich wusste erst gar nicht, was ich machen sollte. Schließlich wollte ich doch irgendwann ein Kind bekommen. 

Ich begann mich umfassend mit dem Kinderwunsch-Thema auseinanderzusetzen und recherchierte nach Gründen, weshalb mein Körper nicht so viele Eizellen zur Verfügung stellt. Dabei stieß ich auf verschiedene Ursachen, begonnen mit einem zu hohen Stresslevel aufgrund meines Jobs bis hin zu diversen psychischen Belastungen, die ich durchlebte. Ich nahm während dieser schwierigen Zeit professionelle psychologische Unterstützung in Anspruch, die für mich besonders wichtig war und sicherlich viel geholfen hat. Meinen Körper stärkte ich mit verschiedenen pflanzlichen Mitteln der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) und der Zufuhr wichtiger Vitamine. So war ich hoffnungsvoll, doch noch fruchtbar zu sein. 

Mit 39 Jahren besuchte ich dann die erste Kinderwunschklinik, in der ich mich leider nicht gut aufgehoben fühlte. Mein Problem wurde nur sehr oberflächlich behandelt und ich habe mich überhaupt nicht verstanden gefühlt. Deswegen habe ich mich dazu entschlossen, eine zweite Meinung einzuholen. So kam ich auf das Kinderwunsch Centrum München. Der sensible Umgang mit meinem unerfüllten Kinderwunsch sowie das Verständnis, auf welches ich traf, stimmte mich von Anfang an hoffnungsvoll und ich wusste, dass ich hier richtig bin. Bei meiner ersten Behandlung bildeten sich vier Eizellen, wovon eine reife eingefroren werden konnte. Vier Monate später wurde eine weitere Entnahme vorgenommen. Dabei wurden 3 von den 7 entnommenen Eizellen eingefroren. Die beiden Eingriffe fanden jeweils unter Kurzzeitnarkose statt. Als Vorbereitung für die beiden Eingriffe musste ich mir jeden Tag Hormonspritzen, welche die Eireifung verbessern, verabreichen. Zum Glück befand ich mich zu diesem Zeitpunkt bereits in einer Partnerschaft und mein Freund unterstützte mich, wo es ging. 

Von Nebenwirkungen blieb ich während der Hormonbehandlung weitgehend verschont, trotzdem war der Weg – beginnend mit der Diagnose über die Behandlung und Eingriffe bis zum Eintreten meiner Schwangerschaft – kein leichter. Rückblickend bin ich jedoch stolz und überaus glücklich, dass ich jede Hürde auf mich genommen und nicht aufgegeben habe. Besonderen Dank möchte ich aus diesem Grund an das Kinderwunsch Centrum München richten, das mir auf meinem Weg zu meinem Wunschkind einfühlsam wie auch kompetent zur Seite stand. 

Wir danken Camilla P. für ihre Offenheit. Wenn Sie ebenfalls Ihre Kinderwunsch-Geschichte teilen wollen, kontaktieren Sie uns gerne unter: kinderwunschgeschichten@ivf-muenchen.de. Wir freuen uns auf Ihre Geschichte! 

Warum werde ich nicht schwanger? | Kinderwunsch Centrum München

Warum werde ich nicht schwanger?

“Warum werde ich nicht schwanger?”, diese Frage stellen sich mehr Paare, als man vermuten würde. Studien zufolge ist jedes siebte Paar in Deutschland ungewollt kinderlos. Eine Vielzahl an Ursachen, die sowohl aufseiten der Frau als auch aufseiten des Mannes liegen können, können Grund für das Ausbleiben einer Schwangerschaft oder für Fehlgeburten sein. Um für Sie die richtige Therapieoption zu wählen und hiermit die Erfolgschancen für den Eintritt einer fortlaufenden Schwangerschaft zu erhöhen, steht die Ursachenfindung an erster Stelle. Im Kinderwunsch Centrum München ist es uns deshalb besonders wichtig, uns für jede bzw. jeden unserer PatientInnen Zeit zu nehmen, ausführlich die Ursachen abzuklären und einen individuellen Behandlungsplan festzulegen. Um einen ersten Einblick in die möglichen Ursachen, die einer Sterilität zugrunde liegen können, zu geben, haben wir diese Übersicht verfasst.  


Dann spricht man von Unfruchtbarkeit

Nach Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist von Unfruchtbarkeit dann auszugehen, wenn bei Paaren nach zwölfmonatigem, ungeschützten, regelmäßigen Geschlechtsverkehr zur Zeit des Eisprungs keine Schwangerschaft eintritt. 

ExpertInnen gehen davon aus, dass zirka 7 – 15 % aller Paare in Deutschland einen unerfüllten Kinderwunsch haben. Da die ungewollte Kinderlosigkeit jedoch noch immer ein Tabuthema ist, empfinden Betroffene häufig einen enormen sozialen Druck, weshalb davon ausgegangen werden kann, dass die angeführte Zahl eigentlich viel höher ausfällt.  


Reduktion der Fruchtbarkeit

Es ist natürlich, dass mit zunehmendem biologischen Alter die Fruchtbarkeit von Frauen und Männern abnimmt. Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft ist Anfang 20 höher als Ende 30 bzw. Anfang 40. Zudem steigt mit dem Alter der Frau auch das Risiko für eine Fehlgeburt. Dies trägt dazu bei, dass Paare es dann oftmals länger “probieren” müssen, bis eine Schwangerschaft eintritt. Es gibt jedoch zusätzlich noch eine Vielzahl an Ursachen aufseiten der Frauen wie auch der Männer, auf die das Ausbleiben einer Schwangerschaft zurückzuführen sein kann.


Mögliche Ursachen bei der Frau

Hormonelle Störungen sind nicht selten ein Grund für das Ausbleiben einer Schwangerschaft. Oft ist ein unregelmäßiger Zyklus bereits ein erster Hinweis. So kann dieser etwa ein Symptom für eine Eibläschenreifungsstörung wie auch einen ausbleibenden Eisprung sein. Lesen Sie hier mehr über die Auswirkungen eines unregelmäßigen Zyklus auf die Fruchtbarkeit.

Das Eintreten einer Schwangerschaft mittels natürlicher Konzeption kann auch durch Funktionsstörungen der Eileiter erschwert oder unmöglich sein. Dabei wird der Transport der Eizelle in die Gebärmutter beziehungsweise der Weg der Samenzelle zur Eizelle erschwert oder verhindert. Unfruchtbarkeit kann ebenso auf Probleme bei der Einnistung der Eizelle in der Gebärmutter sowie auf Defekte am Gebärmutterhals (Vernarbungen) zurückzuführen sein. Zudem kann die Fruchtbarkeit durch das Vorliegen einer Endometriose oder eines PCO-Syndroms beeinträchtigt werden. Bei Vorliegen dieses Syndroms wird auch die Einbläschenreifung beeinflusst. Inwiefern dies die Herbeiführung einer Schwangerschaft beeinflussen kann, erfahren Sie hier. Bei der Endometriose handelt es sich um ein chronisches Leiden, bei der sich Gebärmutterschleimhaut-ähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter bildet. Näheres finden Sie in unserem Beitrag zu Endometriose


Mögliche Ursachen beim Mann

Unfruchtbarkeit beim Mann kann z. B. an einer verminderten Spermienproduktion liegen. Zur Produktion fertiler Spermien ist ein intaktes Hodengewebe erforderlich, welches durch unterschiedliche Faktoren geschädigt werden kann, was dann die Spermienproduktion negativ beeinflusst. Auch die Qualität der Spermien kann die Fruchtbarkeit deutlich reduzieren. Weist das Ejakulat dann zu wenige, zu unbewegliche oder zu viele Spermien mit einer Fehlbildung auf, kann dies zu einer eingeschränkten Zeugungsfähigkeit oder – im Extremfall – zur Zeugungsunfähigkeit führen. Auch bei Störungen bestimmter biochemischer Abläufe, die es der Samenzelle erst ermöglichen, in die Eizelle einzudringen, kann das Eintreten einer Schwangerschaft erschwert oder verhindert werden. Mehr dazu erfahren Sie hier. Eine weitere Ursache, auf die ein unerfüllter Kinderwunsch zurückzuführen sein kann, ist ein gestörter Transportweg der Samenflüssigkeit, angefangen vom Hoden über den Nebenhoden, durch die Samenleiter bis hin zur Prostata. 

Kinderwunsch-Geschichte Isabella N.

Ein unerfüllter Kinderwunsch sowie das Nichteintreten einer Schwangerschaft mittels natürlicher Konzeption sind auf viele Ursachen zurückzuführen, die sowohl bei der Frau als auch beim Mann liegen können. Gründliche Untersuchungen beider zukünftiger Elternteile sind für die richtige Diagnosestellung und die Auswahl der geeigneten Behandlungsmethode besonders wichtig. So auch im Falle von Isabella N. und ihrem Mann, die ihre ganz persönliche Kinderwunsch-Geschichte in diesem Beitrag mit uns teilen.

Isabella N.: Seit Beginn unserer Partnerschaft waren mein Mann und ich uns über die Gründung einer eigenen Familie einig. Es war für uns beide der größte Wunsch, gemeinsam ein Kind zu bekommen. Uns war auch bewusst, dass es keine Seltenheit ist, dass dies manchmal nicht auf Anhieb funktioniert. Mit jedem erfolglosen Versuch minimierte sich allerdings unsere Hoffnung und das Gefühl von Verzweiflung wurde immer größer. Nach 15 Monaten des Versuchens haben wir dann beschlossen, uns Unterstützung zu suchen. Nachdem ich nicht wirklich wusste, an wen wir uns mit unserem unerfüllten Kinderwunsch wenden sollten, haben wir das Thema in Google eingegeben. Nach einer kurzen Recherche haben wir uns dann für das Kinderwunsch Centrum München entschieden.

Nach wenigen Untersuchungen war schnell klar, dass die Ursache für unseren unerfüllten Kinderwunsch auf meinen Mann zurückzuführen war. Die Diagnose: Oligo-Astheno-Terazoospermie (kurz OAT), war erstmal ein Schock. Das Kinderwunsch Centrum klärte uns jedoch umfangreich über wichtige Details dieses Symptoms auf und wir erfuhren, dass es trotzdem gute Chancen für die Erfüllung unseres Kinderwunsches gibt.

Infobox
Das OAT Syndroms (“Oligo-Astheno-Terazoospermie”) beschreibt das Auftreten mehrerer Symptome, die gemeinsam eine krankhafte Minderung der Zeugungsunfähigkeit beschreiben. Dabei sind zu wenige, vermehrt fehlgeformte und/oder Spermien mit zu wenig ausgeprägter Beweglichkeit vorhanden. Mehr dazu finden Sie in unserem Beitrag: OAT Syndrom: Verminderte Spermienqualität.

Nach erfolgloser Zyklusoptimierung und Insemination entschieden wir uns gemeinsam mit unserer behandelnden Ärztin für eine künstliche Befruchtung in Form einer ICSI-Behandlung. Dafür wurden zuerst die Eibläschen mit Hilfe von Hormonen zum Wachsen angeregt und anschließend die Eizellen entnommen. Im Anschluss wurden in diese je ein Spermium injiziert; so konnte die Auswahl der Samenzelle zuvor nach Beweglichkeit und Form des Spermiums getroffen werden. Der so entstandene Embryo wurde dann transferiert. Ich hoffte so sehr, dass die Einnistung aufgrund der mir verabreichten Hormone erfolgreich sein würde, doch leider war das nicht der Fall. Bei meinem Mann und mir wuchsen die Verzweiflung und Traurigkeit zugleich an. Als in der Folge auch der zweite Versuch nach einer kurzzeitigen Schwangerschaft mit dem Einsetzen von Blutungen endete, waren wir kurz davor, unseren größten Wunsch aufzugeben. Zum Glück standen uns Familie und FreundInnen, die uns stets Mut zusprachen und für uns da waren, beiseite. 

So stärkten sie auch unser Durchhaltevermögen, was uns dazu brachte, einen dritten Versuch durchzuführen. Mit Erfolg! Wer hätte das gedacht? Wir konnten unser Glück nicht fassen. Unsere Ausdauer hat sich gelohnt. Als wir unseren Sohn in den Händen hielten, waren wir immer noch überwältigt und einfach nur dankbar, dass es schließlich funktioniert hat.

An dieser Stelle wollen wir unseren allerherzlichsten Dank an das gesamte Team des Kinderwunsch Centrum München aussprechen. Ohne die einfühlsame Begleitung wäre unsere Kinderwunscherfüllung nicht möglich gewesen. 

Wir danken Isabella N. für ihre Offenheit. Wenn Sie ebenfalls Ihre Kinderwunsch-Geschichte teilen wollen, kontaktieren Sie uns gerne unter: kinderwunschgeschichten@ivf-muenchen.de. Wir freuen uns auf Ihre Geschichte! 

Zyklusmonitoring im Rahmen eines Kinderwunsches | Kinderwunsch Centrum München

Zyklusmonitoring im Rahmen eines Kinderwunsches

Zyklusmonitoring beschreibt eine grundlegende Untersuchungsreihe, die besonders bei unerfülltem Kinderwunsch von Bedeutung ist. Dabei wird ein gesamter Zyklus mit Hilfe von Ultraschalluntersuchungen sowie Blutanalysen überwacht und detailliert dokumentiert. Hierdurch wird überprüft, ob die Hormonwerte zu den jeweiligen Zyklusphasen passen, oder ggf. ein Ungleichgewicht besteht. Zudem ermöglicht es die Bestimmung des geeignetsten Zeitpunkt einer Empfängnis, welcher einerseits bei einer natürlichen Konzeption hilfreich sein kann, andererseits maßgeblich für erfolgversprechende ART-Behandlungen ist. Erfahren Sie im Folgenden mehr über die Vorteile des Zyklusmonitorings, wann dieses durchgeführt wird und wie der Ablauf aussieht.  


Wozu dient Zyklusmonitoring?

Um das Eintreten einer Schwangerschaft zu ermöglichen, muss das Spermium genau dann auf die Eizelle treffen, wenn die Eizelle aus dem Eierstock in den Eileiter gewandert ist. Vor allem bei Frauen mit einem unregelmäßigen Zyklus, bei dem der Zeitpunkt des Eisprungs nicht bekannt ist, kann es oftmals schwierig werden, diesen Moment zu treffen. Die Befruchtung kann innerhalb von 24 Stunden, wenn die Eizelle durch den Eileiter wandert, stattfinden. Folglich wird die größte Chance auf eine Schwangerschaft erreicht, wenn der Geschlechtsverkehr zeitnah am Eisprung stattfindet. 

Mittels des Zyklusmonitorings kann die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Befruchtung gut vorhergesagt und die natürliche Konzeption so optimiert werden. Dabei werden hormonelle Vorgänge sowie Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut und der Eierstöcke während des Zyklus genau untersucht. Somit ermöglicht das Monitoring u.a. die Einschätzung, ob beziehungsweise wann ein Eisprung stattfindet bzw. stattgefunden hat. 


Wie läuft ein Zyklusmonitoring ab?

Zur Überwachung des Monatszyklus sind mehrere Ultraschalluntersuchungen sowie Blutabnahmen notwendig. In einem ersten Termin, der etwa zur Zyklusmitte stattfindet (individuelle Entscheidung, je nach Zykluslänge z. B. 8-10 Zyklustag), wird eine Hormonkontrolle durchgeführt.. Hierbei wird der Wert all jener Hormone ermittelt, die einen Einfluss auf die Eizellreifung haben. Dazu zählen beispielsweise das luteinisierende Hormon (LH), das follikelstimulierende Hormon (FSH), das Stresshormon Prolaktin, die Schilddrüsenhormone sowie Androgene, also männliche Hormone. Zusätzlich werden mittels Ultraschall die Eierstöcke wie auch die Gebärmutter untersucht. Hierbei kann erkannt werden, inwiefern Eibläschen herangereift sind und ob diese sich auf den Eisprung vorbereiten. Des Weiteren wird der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut beobachtet und es kann untersucht werden, ob sich der Muttermund geöffnet hat, damit Spermien in die Gebärmutter gelangen können (sog. Cervixscore).   

Die zweite und letzte Untersuchung in diesem Zyklus findet eine Woche nach dem Eisprung statt und dient dazu, den Hormonspiegel im Blut zu ermitteln. Besonderes Augenmerk wird dabei auf das Gelbkörperhormon Progesteron gelegt. Der Progesteronspiegel ist für die Einnistung des Embryos in die Gebärmutterschleimhaut maßgeblich. 


In welchen Fällen ist Zyklusmonitoring hilfreich?

Es gibt unterschiedliche Gründe für ein Zyklusmonitoring. Speziell eignet es sich vor allem bei Paaren mit Kinderwunsch, bei denen keine fruchtbarkeitsmindernden Faktoren bekannt sind, denn es ermöglicht die Ermittlung des optimalen Zeitpunkts der Empfängnis. Es wird auch angewendet, um den optimalen Zeitpunkt für eine Insemination oder Eizellenentnahme zu ermitteln, also bei der künstlichen Befruchtung mittels In-Vitro-Fertilisation sowie ICSI.

Kinderwunsch-Geschichte Karin H.

Schwanger zu werden ist für die einen das Einfachste der Welt, für andere scheinbar unmöglich. Es gibt eine Vielzahl an Ursachen, die hinter einem unerfüllten Kinderwunsch stecken können. In manchen Fällen kann jedoch keine Diagnose für den Grund des Ausbleibens einer Schwangerschaft gestellt werden (idiopathische Sterilität). Gerade dann ist der Umgang mit einer solchen Stresssituation für betroffene Paare oftmals noch schwieriger. Karin H. und ihr Mann haben das durchlebt, bis es mit ihrem Wunschkind geklappt hat. Wir freuen uns, dass sie ihre Geschichte in diesem Beitrag teilen.

Karin H.: Für meinen Mann und mich war es schon immer der größte Wunsch, eine Familie zu gründen. Mein Bauchgefühl sagte mir jedoch, dass es nicht einfach wird, schwanger zu werden. Wir hätten aber niemals gedacht, dass wir damals erst am Anfang eines harten sowie sehr steinigen Weges standen. Nachdem die Erfüllung unseres Kinderwunsches mittels natürlicher Konzeption erfolglos war, entschieden wir uns für die Behandlung in einer Kinderwunschklinik. 

Nun liegen bereits vier Jahre mit vielen Behandlungen in Kinderwunschkliniken hinter uns. Das ist eine lange Zeit, mit einer Vielzahl unterschiedlicher Methoden: Begonnen mit Geschlechtsverkehr nach Plan über Inseminationen und letztendlich fünf In Vitro Fertilisationen inklusive zahlloser Kryotransfers, ließen wir und die Kinderwunschklinik nichts unversucht. Mit all den Versuchen waren unzählige Arztbesuche, Wartezeiten, eine Unzahl an gefahrenen Kilometern, drei biochemische Schwangerschaften, eine Eileiterschwangerschaft, zwei Bauchspiegelungen, Unmengen an Tabletten wie auch Spritzen inklusive der dazugehörenden Nebenwirkungen sowie alle Arten an alternativer Medizin. verbunden. Das Ganze zeigte natürlich ebenso starke Auswirkungen auf unsere Psyche. Deswegen nahmen wir in dieser Zeit professionelle Unterstützung in Anspruch.

Lange Zeit waren wir in einer Kinderwunschklinik nahe unserer Heimat in Behandlung. Leider fühlten wir uns dort jedoch nicht gut aufgehoben und zudem gingen der Klinik die Ideen aus, um doch noch einen Erfolg herbeizuführen. Deswegen haben wir uns dazu entschieden, zum Kinderwunsch Centrum München, das 250 Kilometer von unserem Wohnort entfernt liegt, zu wechseln. Da wir in dem Klinikwechsel eine Chance sahen, unseren Wunsch doch noch zu erfüllen, nahmen wir die weite Entfernung und die damit verbundenen Kosten sowie den Aufwand auf uns. 

Wie sich schließlich herausstellte, war diese Entscheidung die Beste, die wir hätten treffen können und wir sind unendlich dankbar dafür, den Weg in das KCM und zu Herrn Dr. Gottfried Krüsmann gefunden zu haben. Jede Sekunde, in der wir unser kleines Wunder in den Händen halten, sind wir überglücklich, dass die Erfüllung unseres größten Wunsches schlussendlich geklappt hat. Rückblickend wissen wir, dass es wichtig war, nach all den Rückschlägen immer wieder aufzustehen und dass sich unsere Hartnäckigkeit allemal ausgezahlt hat. Der unerfüllte Kinderwunsch war für uns das Schmerzhafteste, das wir je erlebt haben, oft dachten wir, wir zerbrechen daran. 

Wir hoffen, mit unserer Geschichte all denjenigen Mut zu machen, die bereits einige Versuche hinter sich haben. Auch wenn es keine Diagnose für das Ausbleiben der Schwangerschaft gibt, können immer Wunder passieren. 

Ich schreibe diese Geschichte, während ich wieder, nach zwei weiteren Eileiterschwangerschaften, in der Klinik an einer Infusion hänge. Ob wir ein zweites Wunder erleben dürfen, ist noch offen, aber immerhin halten wir unser erstes in den Händen.

Vielen Dank an das gesamte Praxisteam für die gefühlvolle Begleitung und besonderen Dank an Dr. G. Krüsmann und Frau Faralisz.   

Wir danken Karin H. für ihre Offenheit. Wenn Sie ebenfalls Ihre Kinderwunsch-Geschichte teilen wollen, kontaktieren Sie uns gerne unter: kinderwunschgeschichten@ivf-muenchen.de. Wir freuen uns auf Ihre Geschichte! 

Polyp in der Gebärmutter bei Kinderwunsch: Diagnose und Therapie | Kinderwunsch Centrum München

Polyp in der Gebärmutter bei Kinderwunsch: Diagnose und Therapie

Studien zeigen, dass sich bei drei von zehn Frauen im Laufe des Lebens ein Polyp in der Gebärmutter bilden kann. Meist ist diese Diagnose ohne Bedeutung, gelegentlich kann so ein Polyp freilich zur Minderung der Fruchtbarkeit führen. Was ein Polyp in der Gebärmutter im Rahmen eines Kinderwunsches bedeutet, welche Symptome damit einhergehen können, wie die Diagnose gestellt wird und welche Therapieansätze es gibt, haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.


Polyp in der Gebärmutter 

Bei Gebärmutterpolypen handelt es sich um Schleimhautwucherungen an der Innenwand der Gebärmutter, die in manchen Fällen sogar bis in den Muttermund hineinreichen können. Die Wucherungen sind meistens gutartig und reagieren nicht auf zyklische hormonelle Veränderungen. Nur in seltenen Fällen handelt es sich dabei um “präkanzeröse Polypen”, also Vorstufen, aus denen sich Krebs entwickeln kann. Polypen variieren dabei in ihrer Beschaffenheit: so können diese fest und fibrös, aber auch weich und zystenartig sein. In unterschiedlichen Größen treten sie zudem einzeln oder in Gruppen auf. 

Grundsätzlich können Frauen jedes Alters von einem Polyp in der Gebärmutter betroffen sein. Vermehrt bilden sich Polypen jedoch während der Wechseljahre, also bei Frauen im Alter zwischen 45 und 60 Jahren. Welche Ursachen zur Bildung von Polypen im Uterus führen, ist bislang nicht restlos geklärt. Es wird davon ausgegangen, dass eine Ursache das gestörte Gleichgewicht der weiblichen Geschlechtshormone, Progesteron und Östrogen ist. Außerdem wird davon ausgegangen, dass Entzündungen im Bereich der Gebärmutter sowie der Scheide, wie auch übermäßiger Stress und Immundefizite das Auftreten von Polypen begünstigen.

Zusätzlich zu hormonellen Veränderungen, die das Auftreten von Polypen in der Gebärmutter begünstigen können, gibt es weitere Faktoren, welche die Bildung von Gebärmutterpoypen verursachen können. So kann das Wachstum von Gebärmutterpoypen etwa durch starkes Übergewicht sowie Bluthochdruck gefördert werden. Es wird auch davon ausgegangen, dass Medikamente wie zum Beispiel Tamoxifen, welches zur Brustkrebstherapie eingesetzt wird, einen Einfluss haben.


Symptome

Da die meist harmlosen Wucherungen der Schleimhaut häufig keine Symptome zeigen, wird ein Polyp in der Gebärmutter bei vielen Frauen zunächst nicht bemerkt. Es können jedoch Beschwerden auftreten. So können etwa das Eintreten von Schmierblutungen außerhalb der normalen Regelblutungen, nach dem Geschlechtsverkehr oder in den Wechseljahren auf einen Polyp in der Gebärmutter hinweisen. Neben einem geschwollenen Unterbauch sowie kolikartigen Unterbauchschmerzen können vermehrter, schleimiger wie auch eitriger Ausfluss ebenfalls ein Symptom sein. Auch plötzlich auftretende Schmerzen während der Menstruation können auf Polypen hinweisen.


Diagnosestellung

Festgestellt wird ein Polyp in der Gebärmutter, je nach Lokalisation, meist im Zuge einer gynäkologischen Ultraschalluntersuchung. Für die genaue Diagnose muss eine Hysteroskopie, also eine Gebärmutterspiegelung, durchgeführt werden. Diese ermöglicht eine präzise Untersuchung des Polypen und eine detaillierte Beurteilung der Schleimhaut. Durch eine Biopsie wird festgestellt, ob es sich um eine gut- oder bösartige Wucherung handelt. 

Das Eintreten einer Schwangerschaft ist im Regelfall trotz Vorliegen eines Polypen in der Gebärmutter möglich. Tritt dieser jedoch an einer ungünstigen Stelle auf, können Spermien daran gehindert werden, zur Eizelle zu gelangen oder die befruchtete Eizelle kann sich nicht optimal in die Gebärmutterhöhle einnisten. Hierdurch kann die Chance auf einen Schwangerschaftseintritt (deutlich) reduziert sein.


Therapie im Rahmen des Kinderwunsches

Es kommt vor, dass sich Polypen in der Gebärmutter aufgrund hormoneller Einflüsse selbständig zurückbilden. Ist dies nicht der Fall, wird gerade bei Frauen mit Kinderwunsch eine operative Entfernung durchgeführt. Bei kleinen, an der Oberfläche des Gebärmuttermundes wachsenden Polypen wird unter örtlicher Betäubung eine Entfernung und histologische Begutachtung durchgeführt. Häufig liegen Polypen jedoch tief in der Gebärmutter: In solchen Situationen wird im Zuge der Hysteroskopie eine Entfernung vorgenommen. Nach einem erfolgreichen Eingriff ist die Wahrscheinlichkeit einer eintretenden Schwangerschaft deutlich erhöht, vorausgesetzt, es liegen keine weiteren fruchtbarkeitsmindernden Faktoren vor. Kommt es trotz Entfernung des Polypen zu keiner Schwangerschaft mittels natürlicher Konzeption, gibt es eine Vielzahl an reproduktionsmedizinischen Methoden, welche die Erfüllung eines Kinderwunsches dennoch ermöglichen können.

Kinderwunschgeschichte Linda A. | Kinderwunsch Centrum München

Kinderwunschgeschichte Linda A.

Es gibt eine Vielzahl an Ursachen, welche die Verwirklichung eines Kinderwunsches erschweren oder in manchen Fällen sogar unmöglich machen. Für betroffene Paare stellt ein unerfüllter Kinderwunsch eine starke Belastung dar und geht oftmals mit einem langen Leidensweg, verbunden mit Stress sowie innerem und äußerem Druck, einher. Häufig verlangt die Reise hin zur gewünschten Familie daher viel Kraft und Geduld. So haben es auch Linda A. und ihr Mann Lukas. erlebt. Das junge Paar musste einen langen und vor allem schwierigen Weg gehen, bis es schließlich mit ihrem Wunschkind geklappt hat. Wir freuen uns, dass Sie den Mut haben, Ihre ganz persönliche Geschichte in diesem Beitrag öffentlich zu machen.

Linda A.: Mein Mann Lukas und ich spielten schon immer mit dem Gedanken, eine kleine Familie zu gründen, wollten jedoch davor unsere Ausbildungen abschließen und in die Arbeitswelt eintauchen. Von Anfang an war uns bewusst, dass unsere Familienplanung keine leichte wird, denn aufgrund meiner bereits diagnostizierten Endometriose wussten wir, dass das Eintreten einer Schwangerschaft schwer bis unmöglich ist.

Endometriose
Endometriose ist eine chronische Erkrankung, bei der sich Gebärmutterschleimhaut-ähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter, etwa am Eierstock oder Eileiter, bildet bzw. ansiedelt. Vor allem während der Regelblutung können verstärkt Schmerzen im Unterleib auftreten. Ebenfalls kann die Fruchtbarkeit durch eine Endometriose vermindert sein.

Trotzdem wollten wir es keinesfalls unversucht lassen. Nach monatelangen Versuchen und ausbleibenden Erfolg ging unsere anfänglich positive Einstellung doch recht schnell verloren. Das Ausbleiben der Schwangerschaft löste einen enormen Druck in mir aus, sodass es sogar zu depressiven Verstimmungen kam. Auch mein Mann wirkte zunehmend bedrückt. 

Nach unserem Umzug nach München stießen wir durch Zufall rasch über soziale Netzwerke auf das Kinderwunsch Centrum München. Zwar haben wir zuvor nie darüber nachgedacht, eine Kinderwunschklinik zur Erfüllung unseres Wunsches heranzuziehen, doch sahen wir darin eine Chance und wollten keine Zeit mehr verstreichen lassen. So wendeten wir uns an das Kinderwunsch Centrum München und vereinbarten unser erstes Beratungsgespräch. Das Glück stand auf unserer Seite und wir erhielten sehr schnell einen Termin. Nach der Anamnese klärte uns unsere behandelnde Ärztin über alle Möglichkeiten auf und begegnete uns mit Verständnis sowie Mitgefühl. Fortan fühlten wir uns in besten Händen. Gestartet wurde die Behandlung mit einer Hormontherapie, wofür mir mein Mann über mehrere Zyklen hinweg Hormonspritzen in den Bauch geben musste. Aufgrund starker Nebenwirkungen wie Unterleibsschmerzen und Stimmungsschwankungen wollte die Ärztin es dann doch mit einer Tablettentherapie versuchen, die den Eisprung auslösen sollte. Nachdem auch hier starke Nebenwirkungen einsetzten, wurden die Tabletten nach kurzer Zeit wieder abgesetzt und ich wurde darüber aufgeklärt, dass meine Periode als Folge der “Hormonüberlastung” erstmal ausbleibt. Auch der nächste Kontrollultraschall zeigte, dass ich wieder keinen Eisprung hatte und meine Periode blieb weiterhin aus. In der Klinik wurde mir mitgeteilt, dass mein Eisprung wahrscheinlich erneut hormonell ausgelöst werden muss, sie aber noch zur Sicherheit einen Schwangerschaftstest machen wollen. In meiner Verzweiflung fand ich das total sinnlos. Durchgeführt wurde aber trotzdem einer; zum Glück, denn der Grund für das Ausbleiben meiner Periode war eine bereits eingetretene Schwangerschaft als Folge einer erfolgreichen Hormonbehandlung. 

Erst im Nachhinein wurde mir bewusst, dass ich gar nicht mehr an meinen Körper geglaubt und den Kinderwunsch innerlich bereits aufgegeben hatte. Unsere Tochter ist nun 20 Wochen alt und wir könnten nicht glücklicher sein. Unendlich dankbar sind wir auch, dass uns das Kinderwunsch Centrum München auf unserem steinigen Weg begleitet hat.

Wir danken Linda A. für ihre Offenheit. Wenn Sie ebenfalls Ihre Kinderwunsch-Geschichte teilen wollen, kontaktieren Sie uns gerne unter: kinderwunschgeschichten@ivf-muenchen.de. Wir freuen uns auf Ihre Geschichte! 

Hormonbehandlung bei Kinderwunsch | Kinderwunsch Centrum München

Hormonbehandlung bei Kinderwunsch

Ein unerfüllter Kinderwunsch lässt sich in vielen Fällen auf Störungen des Hormonhaushaltes zurückführen. Deshalb spielen Hormonpräparate eine wichtige Rolle in der Behandlung von Fruchtbarkeitsstörungen. Auch wenn hormonelle Ursachen sowohl bei Männern als auch bei Frauen vorliegen, erfolgt die Hormonbehandlung bei Kinderwunsch in der Regel bei Frauen. Eine Hormonbehandlung zielt dabei darauf ab, die Eizellreifung zu fördern, einen Eisprung auszulösen und die 2. Zyklushälfte (Gelbkörperphase) zu stützen. So lässt sich die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung und Schwangerschaft steigern. Welche Indikationen für eine solche Behandlung vorliegen können und wie eine Hormonbehandlung bei Kinderwunsch abläuft, lesen Sie im folgendem Artikel. 


Hormonbehandlung bei Kinderwunsch: Indikationen und Behandlung

Liegt ein unerfüllter Kinderwunsch vor, werden in einem ersten Beratungsgespräch eine umfassende Zyklusanamnese vorgenommen und Zyklusbeobachtungen analysiert. Häufig sind hormonelle Störungen Ursachen für Zyklusverschiebungen oder seltene bzw. ausbleibende Eisprünge. 

Hormonelle Störungen können beispielsweise verursacht werden durch:

Auch wenn hormonelle Störungen ursächlich für einen unerfüllten Kinderwunsch sein können, sind diese in den meisten Fällen gut behandelbar. Durch die gezielte hormonelle Stimulation der Eierstöcke normalisiert sich der Zyklus und der Eisprung findet in der Folge regelmäßig statt. Nicht selten kommt es im Rahmen mehrerer solcher Zyklen zu einer Schwangerschaft auf natürlichem Wege.

Besteht zudem eine leichte Einschränkung der männlichen Fertilität, kann eine zusätzliche Insemination (IUI) ratsam sein, um die Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen. Auf vorangegangene Hormonbehandlungen kann bei Ausbleiben einer Schwangerschaft zudem eine künstliche Befruchtung mittels IVF oder ICSI folgen.


Bei der Behandlung eingesetzte Hormone

Üblicherweise wird die Hormonbehandlung bei Kinderwunsch zuerst mit Tabletten durchgeführt. Meist wird dabei der Wirkstoff Clomifen oder neuerdings auch Letrozol eingesetzt. Die Tabletten werden zu Beginn des Zykluses eingenommen und stimulieren das Wachstum der Eibläschen. Ist das Eibläschen reif genug, kann der Eisprung mittels einer zusätzlichen Hormongabe ausgelöst werden. 

Führt die Hormonbehandlung in Tablettenform nicht zu dem gewünschten Ergebnis, kann in einem nächsten Schritt eine Kombination oder alleinige Stimulation mit FSH (Follikelstimulierendes Hormon) und gegebenenfalls LH (Luteinisierendes Hormon) erwogen werden. Die beiden körpereigenen Hormone sind maßgeblich für das Eizellwachstum und die Eizellreifung zuständig. Die Stimulation mit FSH und LH erfolgt als Injektion unter die Haut (=subcutan (s.c.)). Nach einer umfassenden Beratung durch unser Praxisteam spritzen sich die PatientInnen die Hormone dabei täglich zu Hause in das Unterbauchfettgewebe.


Hormonbehandlung bei Kinderwunsch: Ablauf der Stimulation

In einem ausführlichen Beratungsgespräch wird die individuelle Dosis für die Hormonbehandlung nach vorangegangener Hormonanalyse und Ultraschalluntersuchung festgelegt. Zudem werden in dem Gespräch alle offenen Fragen geklärt und ggf. der richtige Umgang mit den Injektionen demonstriert. Sobald der darauffolgende Zyklus beginnt, findet ein erster Ultraschalltermin bei uns statt. Hierbei werden die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) sowie die Eibläschen (Follikel) beurteilt und zudem Blut für eine Hormonanalyse abgenommen. Danach wird ebenfalls der weitere Verlauf der Hormonbehandlung besprochen und ggf. ein zweiter Ultraschalltermin festgelegt. 

Verklebter Eileiter und/oder verwachsener Eierstock: Ursache für unerfüllten Kinderwunsch | Kinderwunsch Centrum München

Verklebter Eileiter und/oder verwachsener Eierstock: Ursache für unerfüllten Kinderwunsch

Es gibt eine Vielzahl von Ursachen für einen unerfüllten Kinderwunsch; bei etwa einem Drittel aller ungewollt kinderlosen Frauen bestehen verklebte Eileiter beziehungsweise verwachsene Eierstöcke. Solche Verwachsungen können bei Betroffenen am Eierstock direkt wie auch an einem sowie beiden Eileitern auftreten. Oftmals wird die Diagnose erst durch das Nichteintreten einer Schwangerschaft gestellt, da die Veränderungen bei den Betroffenen im Regelfall symptomfrei sind. Vor allem wenn die Veränderungen bereits stark ausgeprägt sind, kann eine Schwangerschaft meist nicht vermittels natürlicher Konzeption eintreten. Welche Ursachen einem verklebten Eileiter bzw. verwachsenen Eierstock zugrunde liegen, welche Folgen das für den Kinderwunsch haben kann und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, haben wir für Sie im Folgenden zusammengefasst.


Verklebter Eierstock: Ursachen

Ein verklebter Eileiter bzw. verwachsene Eierstöcke sind häufig die Folge einer vorangegangenen Adnexitis, also einer Eierstock- und/oder Eileiterentzündung. Diese Entzündungen entstehen oftmals durch eine Infektion, die über die Gebärmutter zu den Eileitern aufsteigt. Hauptauslöser hierfür sind in den meisten Fällen Chlamydien sowie Gonokokken (umgangssprachlich “Tripper”). Vor allem Chlamydien wie auch Mykoplasmen können sich, ohne dabei Symptome hervorzurufen, über einen längeren Zeitraum im Körper vermehren und schließlich mangels Behandlung zu einer Verklebung der Eileiter führen. Der Grund ist, dass sich durch die Entzündung das Gewebe verändert, so dass Verwachsungen und Vernarbungen entstehen können. Macht sich die Infektion jedoch bemerkbar, können folgende Symptome auftreten:

  • Schmerzen im Unterbauch
  • Fieber
  • Zwischenblutungen
  • generelles Krankheitsgefühl

Neben aufsteigenden Entzündungen kann auch eine Endometriose zugrunde liegen. Dabei kommt es zu gutartigen Wucherungen von Gewebe – ähnlich der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) – außerhalb der Gebärmutter. Eine eher seltene Ursache sind angeborene Fehlbildungen der Eileiter und/oder der Eierstöcke. 

Ein verklebter Eierstock bzw. Eileiter wird häufig erst bei Abklärung eines unerfüllten Kinderwunsches diagnostiziert. Welche Methode angewendet wird, um die Durchgängigkeit der Eileiter zu untersuchen, hängt von der individuellen Situation ab und wird individuell für die jeweiligen PatientInnen ausgewählt. In unserem Artikel Eileiterdurchgängigkeitsprüfung im Rahmen eines Kinderwunsches können Sie gerne nachlesen, welche diagnostischen Verfahren hierfür angewendet werden können.


Folgen eines verklebten Eileiters im Bezug auf Kinderwunsch

Die Eileiter sind etwa 6-8 Zentimeter lang und liegen am oberen Ende der Gebärmutter. Wenn ein oder beide Eileiter aufgrund von Gewebeverwachsungen nicht mehr durchgängig sind, können dort keine Befruchtungen mehr stattfinden: der Eileiter ist nämlich der Ort der Befruchtung. 

Wie bereits angeführt, sind die häufigsten Auslöser aufsteigende Infektionen, die entweder das Fimbrienende (das obere Ende des Eileiters) oder den Eileiter selbst betreffen. Aufgabe des Fimbrienendes ist es, nach erfolgtem Eisprung die unbefruchtete Eizelle aus dem Eierstock einzufangen und zur Befruchtung in den Eileiter zu bringen. Ist das obere Ende verklebt, kann die Eizelle nicht in den Eileiter gelangen und eine Befruchtung kann nicht stattfinden. Wird in Folge einer Entzündung der gesamte Eileiter verklebt, kommt es zu einer Schädigung des Flimmerepithels, also der inneren Zellschicht, die mit zarten Härchen versehen ist, die die Eizelle zur Gebärmutter transportiert.


Behandlungsmöglichkeiten bei Kinderwunsch

Abhängig von der Ausprägung der Verklebungen/Verwachsungen der Eileiter und evtl. Eierstöcke, beraten wir Sie im Kinderwunsch Centrum bezüglich  der passendsten Behandlungsoptionen. Werden Verklebungen frühzeitig erkannt, kann eine konservative Behandlung mit entzündungshemmenden Medikamenten eingesetzt werden, um so die Durchblutung zu fördern und gegen den drohenden Verschluss anzukämpfen. Darüber hinaus kann auch operativ versucht werden, die Eileiter zu öffnen, was freilich nur bei kleineren Veränderungen sinnvoll ist. 

Dem gegenüber hat sich die IVF-Behandlung, also die In-Vitro-Fertilisation, als erfolgversprechendste Methode bei verschlossenen Eileitern etabliert. Sie bietet die größte Chance auf eine Schwangerschaft und somit die Erfüllung eines Kinderwunsches. Die IVF-Methode zählt heutzutage somit zu den Standardverfahren und erreicht eine Schwangerschaftsrate von circa 30 % pro Versuch/Zyklus. Dabei findet die Befruchtung der Eizelle außerhalb des Körpers statt. Anschließend wird der frühe Embryo (“Präimplantationsembryo”) direkt in die Gebärmutter eingesetzt. Auf diese Art und Weise werden die Eileiter umgangen.