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Autor: sophia

Verkürzter Zyklus: Behandlung von Zyklusstörungen im Rahmen eines Kinderwunsches | Kinderwunsch Centrum München

Verkürzter Zyklus: Behandlung von Zyklusstörungen im Rahmen eines Kinderwunsches

Zyklusstörungen sind keine Seltenheit und viele Frauen sind zumindest zeitweise davon betroffen. So kann die Menstruationsblutung in Intensität, Häufigkeit sowie Dauer variieren und auch auftretende Schmerzen oder ein vollständiges Ausbleiben dieser sind möglich. Auch Abweichungen in der Zykluslänge können auftreten. Da der exakte Ablauf des Monatszyklus entscheidend Einfluss auf die Fruchtbarkeit hat, kann es bei Zyklusstörungen auch zu Problemen bei der Realisation eines Kinderwunsches kommen. Wie z. B. verkürzte Zyklen die Fruchtbarkeit beeinflussen und was dies für den Kinderwunsch bedeutet, haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst.


Verkürzter Zyklus: Wie läuft ein normaler Zyklus ab?

Der Zyklus beginnt am ersten Tag der Menstruationsblutung und dauert durchschnittlich 28 Tage. Individuelle Schwankungen in einem Rahmen von 24 bis 32 Tagen sind normal. Gesteuert wird der Zyklus von verschiedenen Hormonen. Er lässt sich in folgende Phasen unterteilen:

In der ersten Zyklushälfte reift meist ein Eibläschen (Follikel) in einem der Eierstöcke heran. Die Phase wird deshalb auch als Follikelphase bezeichnet.

In der Zyklusmitte findet dann der Eisprung statt. Dabei wird die reife Eizelle vom Eierstock abgegeben und wandert über den Eileiter zur Gebärmutterhöhle. Trifft die Eizelle im Eileiter auf Samenzellen, so kann es zu einer Befruchtung kommen. Das gesprungene Eibläschen wandelt sich im Anschluss an den Eisprung in den sogenannten Gelbkörper um. Dieser sorgt für eine hohe Produktion des Gelbkörperhormons Progesteron. Dieses Hormon sorgt anschließend für eine geeignete Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut, so dass sich ein Embryo gut einnisten kann.

Kommt es zu keiner Befruchtung, wird die Schleimhaut abgestoßen. Der Zyklus beginnt von Neuem.


Zyklusstörungen: Wann spricht man von einem verkürzten Zyklus?

Ein zu kurzer Zyklus (Polymenorrhoe) liegt vor, wenn der Abstand zwischen den Menstruationsblutungen anhaltend unter 24 Tagen beträgt. Dabei fällt in der Regel die erste Zyklusphase, also die Eireifungsphase, sehr kurz aus. Dennoch findet der Eisprung für gewöhnlich statt und eine natürliche Schwangerschaft ist möglich.


Wie wirkt sich ein verkürzter Zyklus auf den Kinderwunsch aus?

Ist der Zyklus stark verkürzt, lässt sich häufig nur sehr schwer einschätzen, in welchem Zeitraum genau der Eisprung stattfindet. So lässt sich auch der optimale Zeitpunkt für den Geschlechtsverkehr nur schwer bestimmen. Ein viel zu früh eintretender Eisprung kann zur Folge haben, dass die Eizelle nicht optimal herangereift ist. Eine Befruchtung der dann noch unreifen Eizelle ist nicht möglich.

Fällt die luteale Phase, also die Phase zwischen dem Eisprung und dem Eintritt der nächstes Menstruationsblutung, zu kurz aus, kann eine Einnistung des Embryos in der Gebärmutter erschwert werden. Hat die befruchtete Eizelle, also der Embryo, nicht ausreichend Zeit sich in der Gebärmutter einzunisten, kann dieser unter Umständen mit der Gebärmutterschleimhaut gemeinsam abgebaut und ausgeschieden werden.

Bei verkürzten Zyklen zeigt sich also oft eine Gelbkörperschwäche – das Hormon Progesteron wird in einer zu kleinen Menge und nicht lange genug ausgeschüttet. In diesem Fall wird der natürliche Schwangerschaftseintritt zusätzlich erschwert.

Selten können zu kurze Abstände zwischen zwei Menstruationsblutungen zudem ein Indiz dafür sein, dass der Eisprung vollständig ausgeblieben ist.


Wie sieht die Behandlung bei einem verkürzten Zyklus im Rahmen eines Kinderwunsches aus?

Grundsätzlich ist ein verkürzter Zyklus nicht zwingend behandlungsbedürftig. Erst wenn dieser negative Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit hat, können im Rahmen eines vorliegenden Kinderwunsches verschiedene Maßnahmen ergriffen werden.
In einem ersten Schritt gilt es, den Zyklus genau zu beobachten, um exakt zu erfahren, wann und wie der Eisprung stattfindet.

So können die Messung der Basaltemperatur und die Beobachtung von Fruchtbarkeitsmerkmalen (wie z. B. Beobachtung des Zervixschleims) erste Anhaltspunkte geben..

Eine genauere Diagnostik erlaubt das sog. Zyklusmonitoring. Hierbei wird durch mehrfache Ultraschalluntersuchungen und Hormonbestimmungen der genaue Ablauf des Zyklus in all seinen Phasen abgebildet. So kann die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Befruchtung gut eingeschätzt und die natürliche Empfängnis optimiert werden. Dabei werden die hormonellen Vorgänge sowie Veränderungen in der Gebärmutterschleimhaut und den Eierstöcken während des Zyklus genau untersucht. Das Monitoring ermöglicht unter anderem die Feststellung, ob und wann ein Eisprung stattfindet oder stattgefunden hat. Erfahren Sie mehr zum Ablauf des Zykluymonitorings.

Anhand dieser Informationen kann im Kinderwunsch Centrum München anschließend ein individueller Behandlungsplan aufgestellt werden. Möglich ist beispielsweise eine gezielte Hormonbehandlung/Stützung mit Hormonen (z. B. Gelbkörperhormon), um die eingeschränkte Fruchtbarkeit auszugleichen.

Sekundäre Sterilität: Was bedeutet Unfruchtbarkeit genau? | Kinderwunsch Centrum München

Sekundäre Sterilität: Was bedeutet Unfruchtbarkeit genau?

Tritt trotz mehrfacher Versuche die ersehnte Schwangerschaft nicht ein, steht für viele Paare sowie alleinstehende Frauen die Diagnose “Sterilität” im Raum. Für viele ist diese Wahrnehmung fast ein Schock. Das gilt ganz besonders, wenn es mit einem weiteren Kind nicht klappen will (= sekundäre Sterilität). Entgegen der immer wieder gehörten Annahme, dass Sterilität mit der vollständigen Aufgabe des eigenen Kinderwunsches einhergeht, steht heutzutage eine Vielzahl diagnostischer und auch therapeutischer Methoden zur Verfügung, die in der Lage sind, die individuellen Ursachen zu diagnostizieren und demzufolge passgenaue Therapieansätze anzubieten (“personalisierte Medizin”).


Häufigkeit von Sterilität

Bezüglich der genauen Zahl der ungewollt kinderlosen Paare (egal ob dauerhaft oder vorübergehend) in Deutschland lässt sich nur schwer eine Aussage treffen. Im Schnitt gehen ExpertInnen jedoch davon aus, dass etwa 7 – 15 % der Paare betroffen sind. Das bedeutet, dass diese Paare trotz intensiver Bemühungen innerhalb eines Jahres kein Kind zeugen konnten. Schuldgefühle, Scham und sozialer Druck von Außen sorgen leider oft dafür, dass der unerfüllte Kinderwunsch tabuisiert wird. Deshalb ist davon auszugehen, dass die genannte Zahl in der Realität noch deutlich höher ausfällt. 


Formen von Unfruchtbarkeit: Primäre Sterilität, Sekundäre Sterilität und weitere

Bei Fruchtbarkeitsstörungen wird grundsätzlich zwischen primärer und sekundärer Sterilität unterschieden. Daneben kursieren noch einige weitere Begriffe, die nachfolgend erläutert werden sollen. 

Primäre Sterilität

Von primärer Sterilität wird gesprochen, wenn innerhalb von 12 Monaten trotz ungeschützten Geschlechtsverkehrs bisher noch keine Schwangerschaft eingetreten ist. 

Sekundäre Sterilität

Die sekundäre Sterilität hingehen betrifft Paare/alleinstehende Frauen, die bereits einmal Eltern/Mutter geworden sind, eine zweite Schwangerschaft jedoch ausbleibt. Eine sekundäre Sterilität kann beispielsweise durch zwischenzeitliche Infektionen oder Operationen entstehen oder wenn sich durch das mittlerweile fortgeschrittene Alter der Eltern Fruchtbarkeitsstörungen ergeben. 

Idiopathische Sterilität

Lässt sich trotz umfangreicher Untersuchungen keine eindeutige Ursache für das Ausbleiben der Schwangerschaft ausmachen, wird von einer idiopathischen Sterilität gesprochen.

Infertilität

Ein weiterer wichtiger Begriff im Zusammenhang mit einem unerfüllten Kinderwunsch ist die Infertilität. In jenen Fällen gelingt zwar die Zeugung, die Schwangerschaft endet allerdings stets mit einer Fehlgeburt. 


Ursachen für sekundäre Sterilität

Eine Fruchtbarkeitsstörung kann vielfältige Ursachen haben und betrifft beide Geschlechter gleichermaßen: Bei etwa 50 % liegt der Grund für das Ausbleiben einer Schwangerschaft beim Mann, bei etwa 30 % bei der Frau und bei weiteren 30 % bei beiden PartnerInnen gleichermaßen. Bei den übrigen 10 %  Prozent kann keine eindeutige Ursache festgemacht werden (= idiopathische Sterilität).

Auch bei einer sekundären Sterilität können vielfältige Ursachen zugrunde liegen. Zu nennen ist zum einen die abnehmende Fruchtbarkeit der Frau mit fortschreitendem Alter. Zum anderen können Komplikationen bei der Geburt des ersten Kindes, wie z. B. Infektionen, Plazentaprobleme oder Verwachsungen nach einem eine Kaiserschnitt Auslöser für das Ausbleiben einer zweiten Schwangerschaft sein. Auch Faktoren wie erhöhter (Dis-)Stress sowie Schlafmangel (z. B. durch Schichtdienste) können einen Schwangerschaftseintritt erschweren. 

Häufig sind die Ursachen bei der sekundären Sterilität dieselben wie bei einer primären Sterilität. Lesen Sie in folgenden Artikeln die häufigsten Gründe, die zu einer Unfruchtbarkeit bei der Frau sowie zur Unfruchtbarkeit beim Mann führen. 


Behandlung einer sekundären Sterilität

Grundsätzlich kommen bei der sekundären Sterilität, je nach Ursache dieser, dieselben Behandlungen in Betracht, wie bei primärer Sterilität. 

Insemination-IUI

Eine Insemination eignet sich vor allem dann als Behandlungsmethode, wenn eine Ursache vorliegt, die es unwahrscheinlich erscheinen lässt, dass die Samenzellen auf natürlichem Weg durch die Eileiter in die Gebärmutter gelangen. Daher werden bei der Insemination (IUI) werden die Samenzellen direkt in die Eileiter und/oder Gebärmutter eingebracht. Mehr zu dieser Art der Befruchtung finden Sie auf unserer Seite Insemination.

Künstliche Befruchtung -IVF/ ICSI

Erscheinen andere Therapieformen aufgrund der diagnostischen Befunde aussichtlos, kann auf eine künstliche Befruchtung zurückgegriffen werden. Zur künstlichen Befruchtung werden zwei Methoden eingesetzt: die klassichen In vitro-Fertilisation (IVF) und die intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI). Mehr zur Behandlung mittels IVF sowie ICSI erfahren Sie auf unserer Seite Künstliche Befruchtung.

Tabuthema unerfüllter Kinderwunsch: Warum es Zeit ist, endlich offen darüber zu sprechen | Kinderwunsch Centrum München

Tabuthema unerfüllter Kinderwunsch: Warum es Zeit ist, endlich offen darüber zu sprechen

Etwa jedes zehnte Paar in Deutschland ist ungewollt kinderlos. Dennoch wird kaum über unerfüllten Kinderwunsch gesprochen. Zu stark ist das gesellschaftliche Bild, dass jedes Paar, das Kinder will, auch eine Familie gründen kann. Und zwar ohne längere Wartezeit. 

Dass kaum über ungewollte Kinderlosigkeit gesprochen wird, ist vor allem für Betroffene häufig schwierig, da es somit an AnsprechpartnerInnen mangelt, die die emotionale Belastung teilen. Auch im Klinik-Alltag machen wir häufig die Erfahrung, dass Paare, die bei uns in Kinderwunschbehandlung sind, wenig bis gar nicht mit Familie und FreundInnen über bevorstehende Behandlungen sprechen. Zu groß ist die Angst vor ständigen Rückfragen oder gut gemeinten Ratschlägen, wie z.B.: “Ihr müsst doch nur mal entspannen” bis hin zu befürchteten Hänseleien. Woher das gesellschaftliche Tabu kommt, welche Auswirkungen dieses mit sich bringt und warum es Zeit ist, mit dem Tabu zu brechen, haben wir für Sie zusammengefasst.


Kinderlosigkeit als gesellschaftliches Tabu

Frauen werden häufig früher als gewünscht mit der Frage nach der Familienplanung konfrontiert. Zu sehr wird die Rolle der Frau in der Gesellschaft mit der einer Mutter gleichgesetzt. Ein moralischer Imperativ, der mit zunehmendem Alter immer stärker zu werden scheint. Die gesellschaftliche Erwartungshaltung sowie das ständige Nachfragen nach der Familienplanung stellen eine ungemeine Belastung für Betroffene dar – unabhängig davon, ob die Kinderlosigkeit gewollt oder ungewollt ist.

Im Falle einer ungewollten Kinderlosigkeit steigt der ohnehin schon große psychische Druck noch weiter, da diese häufig mit persönlichem oder zumindest körperlichem Scheitern gleichgesetzt wird. Immerhin betreffen mögliche Ursachen für eine ungewollte Kinderlosigkeit die intimsten Lebensbereiche der Betroffenen. 


Kinderwunschbehandlungen als gesellschaftliches Tabu

Neben dem Tabu ungewollter Kinderlosigkeit und der damit einhergehenden psychischen Belastung besteht dieses ebenfalls noch immer auch im Bereich der professionellen Hilfestellung in Form von Ursachenforschung und/oder Kinderwunschbehandlungen. Dabei sind häufig nicht einmal eingriffsintensive Behandlung notwendig, um den Kinderwunsch zu erfüllen; oftmals reichen bereits kleinere Hilfestellungen wie beispielsweise eine hormonelle Zyklusoptimierung aus, um den Kinderwunsch zu realisieren.

Da eine anstehende Kinderwunschbehandlung häufig viel Kraft, Mut und vor allem Ausdauer kostet, ist eine Unterstützung durch Freunde oder Familie jedoch hier besonders wichtig. 


Tabuthema unerfüllter Kinderwunsch: Auswirkungen

Psychologischer Druck wird weiter erhöht

Der Druck, der auf kinderlosen Paaren lastet, ist ohnehin schon groß, wird jedoch durch unbedachte Kommentare oder vermeintlich gut gemeinte Ratschläge von FreundInnen und Familie noch verstärkt. Auch Kommentare und Fragen wie “Genießt doch Eure Freiheit!” oder “Wann ist es denn bei Euch soweit?” sind in den seltensten Fällen hilfreich. So fühlen sich ungewollt kinderlose Frauen und Paare mit ihren Gefühlen von Unsicherheit, Frust und Trauer oft allein gelassen. 

Personen wenden sich häufig zu spät an professionelle Hilfe

Ein weiteres Problem, das sich aus der Tabuisierung von ungewollter Kinderlosigkeit ergibt, ist, dass sich Betroffene häufig erst spät professioneller Hilfe zuwenden. Da in vielen Fällen jedoch Faktoren wie das Alter eine tragende Rolle spielen, ist eine zeitnahe Ursachenforschung bzw. ein frühzeitiger Behandlungsbeginn entscheidend. Monate- gar Jahre-lange Unsicherheit oder Entscheidungshemmung sich an die/den Gynäkologin/Gynäkologen oder ein Kinderwunschzentrum zu wenden, mindern daher häufig die Erfolgschancen.

Schlimmstenfalls resignieren Betroffene

In Ausnahmefällen kann es sogar so weit kommen, dass die Tabuisierung des ungewollten Kinderwunsches zu einer Resignation der Betroffenen führt und gar keine Hilfe in Anspruch genommen wird. Ein Abfinden mit einem Lebensmodell ohne Kinder ist zwar für viele Ultima Ratio, jedoch aufgrund des vorhandenen Stigmas nicht ausgeschlossen.


Informationskampagne „Gemeinsam Familien gründen“

Um mit diesem Stigma zu brechen und fehlende Informationen rund um das Thema ungewollte Kinderlosigkeit zur Verfügung zu stellen, wurde die Bundes-Informationskampagne “Gemeinsam Familien gründen” ins Leben gerufen. Die Kampagne will das Thema “Unerfüllter Kinderwunsch” stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Für Enttabuisierung soll vor allem ein Info-Truck sorgen, der im Sommer 2022 in sechs deutschen Städten Station macht und Betroffenen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen und emotionale Unterstützung zu erfahren. Mehr Informationen zu der Kampagne erhalten Sie hier


Familien gründen im Kinderwunsch Centrum München

Uns für Ihren individuellen Kinderwunsch einzusetzen und dafür zu sorgen, dass ungewollte Kinderlosigkeit enttabuisiert wird, ist unsere Motivation. Unsere Kompetenz, unser Wissen sowie unsere langjährige Erfahrung sind wichtiger Teil unserer Behandlungen und leiten all unser Tun. Um Sie auf dem Weg zur Erfüllung Ihres Kinderwunsches bestmöglich zu begleiten, erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen einen individuellen Behandlungsplan und bieten ein breites Behandlungsspektrum an, das von Zyklusoptimierung bis hin zu operativen Maßnahmen reicht.

Sprechen Sie mit uns über Ihren Kinderwunsch und lassen Sie uns gemeinsam die Ursachen klären und Wege finden, wie Sie über Ihren unerfüllten Kinderwunsch sprechen können, um die Unterstützung zu erfahren, die es in dieser Situation braucht.

Fruchtbarkeit der Frau im Alter: Welche Rolle spielt das Alter bei Kinderwunsch | Kinderwunsch Centrum München

Fruchtbarkeit der Frau im Alter: Welche Rolle spielt das Alter bei Kinderwunsch

Mit zunehmendem Alter der Frau nimmt die Fruchtbarkeit ab. Bereits ab einem Alter von etwa 25 Jahren beginnt die Fruchtbarkeit bei Frauen zu sinken – unabhängig von der körperlichen Fitness und trotz steigender Lebenserwartung. Dies liegt vor allem daran, dass die Anzahl der Eizellen kontinuierlich geringer wird und die Eizellen rein rechnerisch bereits älter sind als das kalendarische Alter der Frau. Mit zunehmendem Alter wird ein Schwangerschaftseintritt also erschwert, sowohl auf natürlichem Weg als auch bei einer künstlichen Befruchtung.

Dies ist vor allem deshalb problematisch, weil das Durchschnittsalter der Erstgebärenden mehr und mehr steigt. So nimmt das Durchschnittsalter etwa im Dreijahresintervall um ein Jahr zu. Derzeit liegt es bei etwa 30 Jahren. Die Gründe hierfür sehen ganz unterschiedlich aus: So spielen sowohl ein gewandeltes Frauenbild als auch längere Ausbildungszeiten und ein stärkeres berufliches Engagement eine Rolle. Ein wesentlicher Grund ist aber häufig auch die Überschätzung der eigenen Fruchtbarkeit. Fälschlicherweise wird z. B. körperliche Fitness mit Fruchtbarkeit assoziiert. Wir wollen deshalb in diesem Artikel mit einigen Mythen „aufräumen“ und erklären, was es mit der Fruchtbarkeit der Frau im Alter wirklich auf sich hat.


Fruchtbarkeit der Frau im Alter: Ursachen für die sinkende Fruchtbarkeit

Für ein besseres Verständnis ist es hilfreich einen kleinen Rückblick in den Biologieunterricht zu machen. Die Eizellen bilden sich bereits beim Fötus im Mutterleib. Ein 20 Wochen alter Fötus besitzt etwa sieben Millionen Eizellen. Bis zur Geburt ist diese Reserve bereits auf zwei Millionen gesunken und bis zum Beginn der Pubertät nochmals auf ca. 300.000 bis 500.000 Eizellen. Dies ist ein natürlicher und kontinuierlicher Prozess und unbeeinflusst von äußeren Umständen (Lebensweisen, Medikamenten etc.).

Unter Berücksichtigung dessen ist es verständlicher, dass die Fruchtbarkeit bereits im frühen Erwachsenenalter – mit etwa 25 Jahren – zu sinken beginnt. So liegen die Chancen für eine eintretende Schwangerschaft pro Lebensjahr bei Frauen unter 25 Jahren beispielsweise bei 90 %, in einem Alter von 26 – 35 Jahren bei etwa 70 % und in der Altersspanne 35 – 40 bei nur mehr 20 % (vgl. Fruchtbarkeitskurve).

Verantwortlich für die abnehmende Fertilität sind sowohl einzellabhängige als auch eizellunabhängige Faktoren.

Eizellunabhängige Faktoren

  • Stress bzw. Dis-Stress (= schlechter Stress) z. B. durch ständig hohe Lärmpegel
  • Ernährung und Gewicht
  • Umwelteinflüsse (Industrieschadstoffe etc.)
  • Extremer Leistungssport
  • Alkohol
  • Nikotin
  • Stoffwechsel- und Unterleibserkrankungen (z. B. Myome, Endometriose, chronische Endometritis, auffälliges Mikrobiom (Keimbesiedelung) der Gebärmutter)
  • Operationen, Tumorbehandlungen

Eizellabhängige Faktoren

  • Alter der Eizellen (dadurch z. B. erhöhte Rate an chromosomal veränderten Eizellen und somit auch mehr Spontanaborte → bei einer 40-jährigen Frau sind beispielsweise im Schnitt 60-65 % aller reifen Eizellen genetisch auffällig)
  • Sinkende Eizellreserve
  • Nachlassende „Vitalität“ der Zellsubstanz (der Embryo baut zu 100 % auf die Zellsubstanz der Eizelle auf)

Wie hoch ist die Eizellreserve?

Um einen ersten Anhaltspunkt über die vorhandene Eizellreserve zu erhalten ist es sinnvoll, den Anti-Müller-Hormon-Wert (AMH) im Blut zu bestimmen. Das AMH wird bei geschlechtsreifen Frauen in den heranwachsenden Eizellen des Eierstocks gebildet. Zwischen dem AMH Spiegel im Blut und der Anzahl reifungsfähiger Eizellen besteht eine gewisse direkte Korrelation.

Ferner ist es notwendig eine Kontrolle der sogenannten Basishormonwerte durchzuführen. Liegt beispielsweise der AMH Wert sehr niedrig, und ist das FSH mehrfach deutlich erhöht, so kann dies ein erster Hinweis für eine beginnende Menopause sein.

Bei der Ultraschallkontrolle wird zudem die Anzahl der aktuell darstellbaren Follikel gezählt, das ist der so genannte Antralfollikelcount (AFC). Auch die Anzahl der hier sichtbaren Follikel lässt Rückschlüsse auf die aktuelle Eizellreserve zu.


Fruchtbarkeit der Frau im Alter: Möglichkeiten zum Umgang bei sinkender Fruchtbarkeit

Führen Sie einen gesunden Lebensstil! Was ist damit gemeint?

Ernähren Sie sich gesund und ausgewogen; treiben Sie Sport, aber übertreiben Sie es nicht; reduzieren Sie Stress/Dis-Stress, gänzlich vermeiden lässt er sich meist leider nicht – egal ob in der Arbeit oder selbst auf dem Weg zur Erfüllung des Kinderwunsches selbst etc.; Verzichten Sie auf Nikotin und Alkohol.

Social Freezing

Für einen ggf. zukünftig bestehenden Kinderwunsch gibt es die Möglichkeit des Social Freezings: hiermit kann man der sinkenden Anzahl der reifungsfähigen Eizellen sowie der abnehmenden „Qualität“ vorzubeugen. Dabei werden der Frau nach hormoneller Stimulation unbefruchtete, aber reife Eizellen entnommen und diese mittels flüssigem Stickstoff kryokonserviert. So wird der biologische Alterungsprozess der Eizellen aufgehalten und ein Eizelldepot zur Realisation eines später ggf. bestehenden unerfüllten Kinderwunsches angelegt. Wie die Vitrifikation von Eizellen im Detail abläuft, finden Sie auf unserer Seite Social Freezing.

Häufig gestellte Fragem zum Thema Fruchtbarkeit der Frau im Alter:

  • Kann ein Kinderwunsch auch noch mit 40 plus erfüllt werden?
    Ein unerfüllter Kinderwunsch bei Frauen mit 40 plus ist aufgrund der sinkenden Fruchtbarkeit eine besondere Herausforderung, aber keinesfalls ein Hinderungsgrund. Bleibt der Kinderwunsch unerfüllt, ist es ratsam, bereits zu einem früheren Zeitpunkt eine Abklärung und Ursachenforschung einzuleiten, als im Rahmen eines Kinderwunsches in einem jüngeren Alter. Dies kann je nach gynäkologischer Vorgeschichte bereits nach 3 - 6 Monaten sinnvoll sein. Unser erfahrenes Praxisteam steht Ihnen sehr gerne zur Seite und unterstützt Sie umfassend bei Ihrem Weg zur Familienplanung.
  • Wie funktioniert Social Freezing?
    Social Freezing beschreibt das Eingefrieren (=Kryokonservieren) von unbefruchteten Eizellenreife Eizellen. Dabei werden Eizellen entnommen und mittels flüssigem Stickstoff schockgefroren, um so den biologischen Alterungsprozess der Eizellen aufzuhalten. Die Eizellen können so über Jahrzehnte hinweg gelagert werden und ggf. zu einem späteren Zeitpunkt für die Familienplanung genutzt werden.  Wir vom Kinderwunsch Centrum München unterstützen Sie gerne auf Ihrem Weg der Familienplanung. Gerne berät Sie unser erfahrenes Praxisteam in allen Fragen rund um das Thema Social Freezing.
  • Wohin kann ich mich wenden?

    Unser Praixsteam steht Ihnen jederzeit sehr gerne als vertrauensvoller Partner bei einem unerfüllten Kinderwunsch zur Seite. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir herausfinden, welche Ursache dem zugrunde liegt und einen optimalen Behandlungsplan für Ihren erfolgreichen Start in die Familienplanung erarbeiten.

Kinderwunsch-Geschichte Celine M.

Auch wenn das gesellschaftliche Bild einer Familie häufig aus Vater, Mutter und Kind(ern) besteht, so gibt es auch viele Frauen mit Kinderwunsch, die aufgrund fehlenden Partners bzw. fehlender Partnerin oder sogar ganz bewusst ein anderes Familienmodell anstreben. Da wir davon überzeugt sind, dass ein bestehender Kinderwunsch jeden und jede betreffen kann, unterstützen wir im Kinderwunsch Centrum München neben Paaren daher auch Single Frauen bei Ihrem Weg zur Familienplanung. Eine dieser Frauen, die sich mit ihrem Wunsch vom eigenen Kind an uns gewendet hat, ist Celine M.. Wir freuen uns sehr, dass sie heute ihre Geschichte mit uns teilt.

Celine M.: Es war schon immer mein Wunsch, Mutter zu werden bzw. eine Familie zu gründen. Doch trotz verschiedener Beziehungen war nie ein Partner dabei, mit dem ich mir genau das, nämlich die Gründung einer Familie vorstellen konnte. Als ich mich dann Anfang 30 mit meinen Zielen und dem, was ich mir noch vom Leben wünsche, beschäftigte, fiel mir erstmals auf, dass ich meinen Kinderwunsch viel zu lange von dem Vorhandensein eines passenden Partners abhängig gemacht hatte. Ich wollte nicht weiterhin externe Faktoren für meine Zukunft verantwortlich machen und las mich daher in die Thematik “Kinderwunsch als Single” ein. Im Rahmen meiner Recherche stieß ich auf das Kinderwunsch Centrum München.

Ich sprach noch mit meiner Familie sowie den engsten Freunden über mein Vorhaben und meldete mich dann bezüglich eines Termins im Kinderwunsch Centrum. Bei meinem ersten Termin gingen wir nochmal alle Voraussetzungen durch und besprachen, wer als Garantieperson, also diejenige Person, die sich im Falle meines Ablebens oder Krankheit um mein Kind kümmern soll (sowohl finanziell als auch hinsichtlich der Betreuung) in Frage käme. Nach dem Beratungsgespräch entschied ich mich dazu, meine Schwester zu fragen, ob sie meine Garantieperson werden wolle. Nach ihrer positiven Zusage nahmen wir an allen Folgeterminen, so auch an einem psychologischen Beratungsgespräch, bei dem wir alle möglichen Herausforderungen meiner “speziellen” Familienplanung besprachen, gemeinsam teil. Dies machte den Prozess ohne Partner eine Familie zu gründen für mich deutlich einfacher.

Eine für mich entscheidende Frage war es, woher der Spendersamen stammt. Meine Ärztin erklärt mir, dass das Kinderwunsch Centrum ausschließlich mit Samenspenden von zertifizierten Samenbanken arbeitet, was bedeutet, dass Spender strenge gesundheitliche Vorgaben erfüllen müssen und auch auf genetische und übertragbare Erkrankungen untersucht werden, was letztlich der Grund war, weshalb ich mich gegen den Gedanken einer Samenspende aus dem erweiterten Freundeskreis entschied.

Im Anschluss an eine sorgfältige Untersuchung entschieden wir uns für eine entsprechende Behandlung im Kinderwunsch Centrum.

Die hierfür verwendete Hormontherapie empfand ich durchaus als sehr anstrengend, weshalb ich froh war, dass wir einerseits Herausforderungen wie diese vorab in dem Beratungsgespräch durchgegangen sind. Darüber hinaus fühlte sich meine Schwester als Garantieperson auch für mich im Rahmen des Prozesses verantwortlich, weshalb ich die bestmögliche Unterstützung auch in dieser frühen Phase bereits erhielt.

Die Behandlung war bereits beim ersten Mal erfolgreich und ich hielt schon bald einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand. Meine Schwangerschaft verlief weitestgehend reibungslos und 9 Monate später durfte ich gemeinsam mit meiner Schwester erleben, wie mein Sohn auf die Welt kam. Und auch wenn in Zukunft sicher noch häufiger Herausforderungen kommen, die sich aus unserem Familienmodell ergeben werden, so habe ich noch nicht eine Sekunde bereut, diesen Schritt gegangen zu sein und mich und meine Lebensvorstellungen mutig verfolgt zu haben – losgelöst von der Partnersituation.

Ich hoffe mit meiner Geschichte auch anderen Frauen Mut zu machen, alleine ihren Kinderwunsch zu verwirklichen, wenn der passende Partner noch fehlt.

Wir danken Celine M. für ihre Offenheit und das Teilen ihrer ganz persönlichen Kinderwunsch-Geschichte. Wenn Sie ebenfalls Ihre Geschichte erzählen wollen, senden Sie uns bitte Ihren Kontakt an: kinderwunschgeschichten@ivf-muenchen.de.

Kinderwunschgeschichte | Kinderwunsch Centrum München

Kinderwunsch-Geschichte Luzia N.

Im Kinderwunsch Centrum München erreichen uns häufig Fragen, ob wir denn auch Familienmodelle jenseits des klassischen Mutter-Vater-Kind-Modells im Rahmen unserer Kinderwunschbehandlungen unterstützen. Bei uns hat Ihr Kinderwunsch absolute Priorität, unabhängig der Familienform, weshalb wir seit Jahren auch gleichgeschlechtliche Paare im Rahmen ihrer Familienplanung unterstützen. So auch Luzia N., die uns vor knapp 3 Jahren gemeinsam mit ihrer Partnerin, Anne, aufsuchte und nun bereits zum zweiten Mal bei uns in Behandlung ist. Ihre Geschichte sowie die Voraussetzungen, die es als lesbisches Paar im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung zu erfüllen gibt, möchte sie heute mit uns teilen.

Luzia N.: Gemeinsam mit meiner Partnerin Anne habe ich lange überlegt, auf welche Weise wir unsere Familie gründen wollen. Adoption und das Gründen einer Pflegefamilie standen hierbei genauso zur Diskussion wie eine künstliche Befruchtung mittels Spendersamen. Nach vielen Gesprächen entschieden wir uns jedoch für den Weg einer künstlichen Befruchtung zur Familiengründung und suchten hierzu das Kinderwunsch Centrum München auf.

Wir fühlten uns von Anfang an gut betreut, da man uns schon im Rahmen des Erstgesprächs den Ablauf sowie die Besonderheiten einer künstlichen Befruchtung als lesbisches Paar genauestens erklärte und uns half, die vertraglichen Vereinbarungen, was Garantieperson, Unterhalt und Samenspende betrifft, entsprechend auszufüllen. Da wir zu diesem Zeitpunkt bereits verheiratet waren, konnten wir umgehend mit dem Prozess beginnen.

Einziger Wermutstropfen: Kinderwunschbehandlungen durch künstliche Befruchtungen von lesbischen Paaren werden (noch) nicht von den Krankenkassen übernommen, weshalb wir für die Behandlung selbst aufkommen mussten. Zu diesem Zeitpunkt fühlte sich eine Schwangerschaft jedoch bereits wie der richtige Weg für uns an, weshalb wir uns für die Behandlung entschieden.

Nach Klärung all unserer Fragen entschieden wir uns für eine künstliche Befruchtung mittels Insemination. Das bedeutet, dass im Rahmen einer Behandlung der Spendersamen direkt in die Gebärmutter gespült wird. Die Behandlung verlief dabei völlig schmerzlos.

Schon wenige Wochen später durften wir uns über das positive Ergebnis unserer Schwangerschaft freuen. An diesem Tag wussten wir auch, dass es die bürokratischen Hürden, die es als lesbisches Paar zu überwinden gibt, wert waren.

Unsere Tochter ist mittlerweile bereits zwei Jahre alt. Vor wenigen Wochen haben wir uns nun entschieden, unsere Familie noch einmal zu erweitern. Diesmal wird sich meine Ehefrau Anne in die Hände des Ärzteteams des Kinderwunschzentrums begeben.

Ich hoffe, mit dieser Kinderwunsch-Geschichte vor allem lesbischen Paaren Mut zu machen. Denn auch wenn die verschiedenen Voraussetzungen, die es für gleichgeschlechtliche Paare gibt, zunächst abschreckend wirken, darf man sich nicht entmutigen lassen. Eine Familie mittels künstlicher Befruchtung zu gründen, war für uns der richtige Weg und mit der richtigen Betreuung auch gut umsetzbar. Danke hier nochmal an das gesamte Kinderwunsch Centrum Team!

Wir danken Luzia N. für ihre Offenheit und das Teilen ihrer ganz persönlichen Kinderwunsch-Geschichte. Wenn Sie ebenfalls Ihre Geschichte erzählen wollen, senden Sie uns bitte Ihren Kontakt an: kinderwunschgeschichten@ivf-muenchen.de. Wir freuen uns Ihre Geschichte zu lesen!

PMS Behandlung im Rahmen des Kinderwunsches | Kinderwunsch Centrum München

PMS Behandlung im Rahmen des Kinderwunsches

Als prämenstruelles Syndrom (PMS) wird eine Vielzahl unterschiedlicher Symptome sowie Beschwerden zusammengefasst, die einige Tage bis zwei Wochen vor Einsetzen der Periode regelmäßig wiederkehren. Anzeichen für eine PMS können sowohl körperliche als auch psychische Probleme in den Tagen vor der Periode sein. Jede vierte Frau in Deutschland ist von dem prämenstruellen Syndrom (PMS) betroffen. In welchen Symptomen sich das PMS äußerst, welche Ursachen für das Syndrom vermutet werden und welche Möglichkeiten es für die PMS Behandlung im Rahmen eines Kinderwunsches gibt, haben wir im Folgenden für Sie zusammengetragen.


Symptome des prämenstruellen Syndroms

Die Symptome infolge eines PMS können sehr vielfältig ausfallen sowie unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Grundsätzlich lassen sich die Beschwerden in zwei Gruppen unterteilen: körperliche sowie psychische Symptome. Zu dem am häufigsten auftretenden körperlichen Symptomen zählen Spannungsgefühl in der Brust, Gewichtszunahme, Hautveränderungen, Müdigkeit, vermehrte Wassereinlagerungen, Kopf-, Rücken- oder Unterbauchschmerzen sowie Übelkeit und Kreislaufprobleme. Psychische Symptome äußern sich in der Regel in Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Angstzustände oder depressive Schüben. Bei einigen Betroffenen treten lediglich wenige Symptome auf, andere wiederum empfinden die gesamte zweite Zyklushälfte als belastend. Für etwa 30 bis 50 % aller Betroffenen – vor allem für Frauen zwischen 30 und 40 Jahren – werden die Symptome des prämenstruellen Syndroms zur Belastung. Etwa 5 % leiden so stark unter den Beschwerden, dass diese Auswirkungen auf das familiäre, soziale und berufliche Umfeld haben.

Sowohl die körperlichen als auch die psychischen prämenstruellen Beschwerden treten in der zweiten Hälfte des Zykluses auf, d.h. nach dem Eisprung und stoppen mit dem Einsetzen der Regelblutung abrupt.

Wer die Vermutung hat, selbst unter PMS zu leiden, für den kann ein PMS-Tagebuch eine hervorragende Möglichkeit darstellen, um die doch häufig unspezifischen Beschwerden zu deuten. Fallen die Beschwerden stets stark konzentriert in den Zeitraum der zweiten Zyklushälfte, liegt der Verdacht auf ein vorliegendes PMS nahe.


Ursachen des PMS Syndroms

Die Ursachen des prämenstruellen Syndroms sind trotz intensiver und langjähriger Forschung nicht eindeutig geklärt. Als Ursache wird ein Zusammenhang mit einer Schwächung des Gelbkörpers (Störung der Progesteronbildung) vermutet bzw. eine Dysbalance zwischen der Progesteron- und Östrogenkonzentration. Die vielfältigen Symptome lassen es jedoch unwahrscheinlich erscheinen, dass sich die PMS auf eine Ursache zurückführen lässt und stattdessen mehrere Faktoren zusammenspielen. PMS ist also eine multifaktoriell bedingte Störung, dessen Faktoren in der Psyche, im Nerven- und im Hormonsystem zu finden sind.


PMS Behandlung im Rahmes des Kinderwunsches

Aufgrund der different auftretenden Symptome wird die Diagnose für ein PMS häufig erst sehr spät gestellt. Im Rahmen der Untersuchung wird eine Blut- sowie eine Hormonanalyse durchgeführt. So kann das prämenstruelle Syndrom von der prämenstruellen dysphorischen Störung (PMDS) abgegrenzt werden. Am meisten Aufmerksamkeit wird im Rahmen der Behandlung den Symptomen gewidmet, die für Betroffene am belastendsten sind.

Eine häufige Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch stellt ein Gelbkörpermangel dar – und ist aufgrund der vermuteten Ursache des PMS das größte Problem im Rahmen der Diagnose. Dabei kommt das Gelbkörperhormon (Progesteron) in zu geringer Konzentration im Körper vor. Das Hormon wird nach dem Eisprung in den Eierstöcken gebildet und sorgt für eine stärkere Durchblutung der Gebärmutter. So bereitet sich dieses auf die Einnistung der Eizelle sowie eine mögliche Schwangerschaft vor.

Vor allem im Rahmen eines Kinderwunsches hat ein Progesteronmangel Auswirkungen auf den erfolgreichen Eintritt einer Schwangerschaft. Kommt Progesteron in einer zu geringen konzentration vor, kann sich die befruchtete Eizelle nicht richtig einnisten. Dadurch kommt entweder keine Schwangerschaft zustande oder das Risiko einer Fehlgeburt in den ersten zwölf Wochen ist erhöht.

Die individuelle PMS Behandlung im Rahmen eines Kinderwunsches besprechen wir mit Ihnen umfassend. In schwereren Fällen kann eine Hormonbehandlung helfen, um den Hormonhaushalt auszugleichen. Dies kann beispielsweise durch die Gabe eines Progesteron- oder Gestagenpräparates in der zweiten Zyklushälfte erfolgen.

Was bedeutet der TSH-Wert bei Kinderwunsch? | Kinderwunsch Centrum München

Was bedeutet der TSH Wert bei Kinderwunsch?

Die Schilddrüse hat signifikanten Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Besteht eine Schilddrüsenüberfunktion (zu niedriger TSH-Wert) oder -unterfunktion (zu hoher TSH-Wert) können Zyklusstörungen die Folge sein. Bleibt die Regelblutung vollständig oder teilweise aus, ist die Fruchtbarkeit herabgesetzt und die Chance für eine eintretende Schwangerschaft verringert sich. Doch selbst bei einer erfolgreich eingetretenen Schwangerschaft können TSH-Werte außerhalb des Normalbereichs Probleme verursachen. In diesem Artikel haben wir zusammengetragen was der TSH-Wert im Detail bedeutet oder wie sich der TSH-Wert bei Kinderwunsch auswirkt.


Was bedeutet der TSH-Wert bei Kinderwunsch?

Der Hormonhaushalt in unserem Körper wird maßgeblich von der Hirnanhangdrüse sowie der Schilddrüse bestimmt. Das Thyreoidea-stimulierende Hormon, kurz TSH, wird in der Hirnanhangdrüse produziert und stimuliert die Funktion der Schilddrüse. Die Schilddrüse selbst wiederum schüttet Hormone aus, welche weitere Vorgänge im Körper steuern. Liegt der Verdacht auf TSH-Werte außerhalb des Normalbereiches vor, wird zur Bestimmung die TSH-Konzentration im Blut gemessen. So kann festgestellt werden, ob eine Über- oder Unterproduktion der Schilddrüse vorliegt.

Besonders interessant ist der TSH-Wert im Zusammenhang mit einem bestehenden Kinderwunsch. Denn das TSH fördert verschiedene Hormone die im Rahmen einer entstehenden Schwangerschaft wichtig sind.
Ein zu niedriger Wert deutet auf eine Schilddrüsenüberfunktion hin und kann Zyklusstörungen hervorrufen.
Auch ein zu hoher Wert, der auf eine Schilddrüsenunterfunktion hindeutet, kann sich negativ auf die Fertilität auswirken.

Liegen die Schilddrüsenwerte außerhalb des Normbereichs, können Probleme bei der Eizellreifung die Folge sein. All diese Fruchtbarkeitsfaktoren reduzieren die Chance auf einen Schwangerschaftseintritt und können bei bestehender Schwangerschaft das Risiko einer Früh- oder Fehlgeburt erhöhen. Mehr zum Einfluss der Schilddrüse auf den Kinderwunsch erfahren Sie in unserem Artikel “Schilddrüsenunterfunktion vor und während der Schwangerschaft”.


Was bedeutet ein zu hoher TSH-Wert?

Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) hat vielfache Auswirkungen für eine geplante Schwangerschaft, weshalb sie im Rahmen von Kinderwunschbehandlungen eine wichtige Rolle spielt. Zum einen kann ein zu hoher TSH-basal bei einer Schilddrüsenunterfunktion vermehrt zu Früh- sowie Fehlgeburten führen. Zum anderen kann ein TSH-Spiegel, der über dem Normbereich liegt, mit einem niedrigen Geburtsgewicht sowie Lungenproblemen bei Neugeborenen in Verbindung gebracht werden.


Was bedeutet ein zu niedriger Wert?

Ist der TSH-Wert im Blut zu niedrig, wird von einer Schilddrüsenüberfunktion bzw. einer Hyperthyreose gesprochen. Zu den Ursachen gehören eine Entzündung der Schilddrüse, eine angefangene Hormontherapie oder eine erhöhte Ausschüttung hormonproduzierender Hormone.


Wie wird der TSH-Wert bei Kinderwunsch behandelt?

Geringfügige Abweichungen von den für die Reproduktionsmedizin üblichen Referenzwerten können direkt von uns durch die Verordnung entsprechender Schilddrüsenpräparate eingestellt werden.

Bei ausgeprägten oder dauerhaften Abweichungen erfolgt die Empfehlung zur Vorstellung beim Hausarzt/Hausärztin bzw. internistischen KollegInnen, um dort die diesbezügliche Diagnostik und ggf. entsprechende (medikamentöse) Einstellungen vorzunehmen.


Ist eine Schwangerschaft trotz Fruchtbarkeitsproblemen möglich?

Wird eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert, bedeutet das nicht, dass eine Schwangerschaft mittels natürlicher Konzeption unmöglich ist. Aufgrund der erfolgversprechenden Behandlungsmöglichkeiten können Über- wie auch Unterfunktionen der Schilddrüse sehr gut therapiert werden. Das Nichteintreten einer Schwangerschaft kann jedoch auf zahlreiche andere Faktoren zurückzuführen sein. Es ist von besonderer Wichtigkeit die dahinter stehende Ursache zu finden, um diese gezielt mit der richtigen Methode zu behandeln.


Was ist der optimale TSH-Wert in der Schwangerschaft?

Nachdem eine Schwangerschaft festgestellt wurde, ist es ebenso besonders wichtig, die Schilddrüsenwerte weiterhin zu beobachten. Denn durch eine eingetretene Schwangerschaft werden die Schilddrüsenfunktion sowie die TSH-Werte verändert. Vor allem in der Frühschwangerschaft liegt der TSH-Wert niedriger, da die Schilddrüse gleichermaßen durch das Hormon TSH sowie HCG stimuliert wird, was dazu führt, dass die Schilddrüse weniger TSH ausschüttet.

Zur Orientierung kann sich an folgenden Normalwerten während einer Schwangerschaft orientiert werden:

  1. Trimester: 0,1 – 2,5 mU/l
  2. Trimester: 0,2 – 3,0 mU/l
  3. Trimester: 0,3 – 3,0 mU/l

Speziell bei Vorliegen von Funktionsstörungen der Schilddrüse, sollten mehrmalige Kontrollen der Werte während einer Schwangerschaft vorgenommen werden, denn ein zu hoher TSH-Wert kann das Risiko einer Fehl- oder Frühgeburt maßgeblich steigern. 

Zudem wird das zusätzliche Einnehmen von Jodidtabletten während der Schwangerschaft, welche essentiell für die Bildung der Schilddrüsenhormone sind, empfohlen.

Kinderwunsch ohne Mann | Kinderwunsch Centrum München

Kinderwunsch ohne PartnerIn

Auch wenn das klassische Mutter-Vater-Kind-Familienmodell häufig als Idealbild in unserer Gesellschaft wahrgenommen wird, träumen lang nicht alle Menschen von genau diesem Modell. Zudem gibt es natürlich auch noch all jene Personen, die lange Zeit nach diesem Modell gestrebt haben, aber erkennen, dass dieses in den individuellen Lebensumständen nicht realisierbar ist. Die Gründe hierfür können ganz vielfältig ausfallen: vielleicht ist der ideale Partner für eine gemeinsame Familiengründung nicht gefunden oder man möchte die Verantwortung für die Familiengründung selbständig und unabhängig von anderen treffen. Frauen, die sich aktiv dazu entscheiden, die Rolle der alleinerziehenden Mutter einzunehmen (“Single Mom By Choice”), stehen dann vor der Herausforderung Kinderwunsch ohne Mann bzw. ohne PartnerIn. Welche Möglichkeiten es gibt, in diesen Fällen den Kinderwunsch zu verwirklichen und was es dabei zu bedenken gilt, erläutern wir anhand der am häufigsten gestellten Fragen zu dem Thema Kinderwunsch ohne PartnerIn.


Welche Möglichkeiten gibt es, um den Kinderwunsch ohne Mann bzw. PartnerIn zu erfüllen?

Die rechtliche Lage in Deutschland als alleinstehende Frau ein Kind zu bekommen ist durchaus kompliziert. Neben der Möglichkeit, nicht-leibliche Kinder aufzunehmen beispielsweise Pflegemutter zu werden oder sich bei einer Adoptionsstelle zu bewerben, stellt die künstliche Befruchtung eine Option zur Erfüllung eines Kinderwunsches ohne PartnerIn dar. Dafür verwenden wir im Kinderwunsch Centrum München Spendersamen aus zertifizierten Samenbanken. Im Rahmen der künstlichen Befruchtung kann auf zwei verschiedene Verfahren zurückgegriffen werden: Die Insemination (IUI) oder die künstliche Befruchtung mittels IVF bzw. ICSI.

Nach Vorliegen sämtlicher Befunde wird gemeinsam mit der Patientin entschieden, ob die Behandlung im natürlichen Zyklus erfolgt oder ob eine hormonelle Stimulation sinnvoller erscheint.
Bei der Insemination wird zum Zeitpunkt des Eisprungs durch einen dünnen Katheter der Spendersamen direkt in die Gebärmutterhöhle gespült.
Liegen einschränkende Faktoren vor, wie beispielsweise (teilweise) verschlossene Eileiter, oder bleiben mehrere Inseminations-Behandlungen erfolglos, kommt alternativ die künstliche Befruchtung mittels IVF oder ICSI infrage. Dabei werden die Eizellen mit dem Spendersamen im Labor befruchtet. Die sich dann hier entwickelten (1-2) Embryonen werdem am Transfertag direkt in die Gebärmutter zurückgesetzt. Entstehen planwidrig überzählige Embryonen, können diese kryokonserviert werden.


Welche Voraussetzungen müssen Single Moms By Choice für eine Kinderwunschbehandlung erfüllen?

Grundsätzlich können Single Moms By Choice eine künstliche Befruchtung auch ohne PartnerIn durchführen lassen. Voraussetzung für eine Behandlung ist, dass sie vor Beginn einer Kinderwunschbehandlung eine Garantieperson festlegen, welche im Falle von Krankheit, Tod etc. der Mutter dann sowohl finanziell für das Kind aufkommt, als auch deren/dessen Betreuung übernimmt. Die Garantieperson kann beispielsweise ein Elternteil, Schwester/Bruder oder auch eine gute Freundin/ein guter Freund sein. Mit der gewählten Garantieperson wird ein entsprechender Vertrag geschlossen, der notariell beglaubigt werden muss.

Empfehlenswert sind zudem ein psychologisches Beratungsgespräch vor Behandlungsbeginn, bei dem die Herausforderungen dieser Familienplanung besprochen werden.


Werden die Kosten für eine künstliche Befruchtung von der Krankenkasse übernommen?

Kinderwunschbehandlungen mittels künstlicher Befruchtung werden von Krankenkassen derzeit nicht übernommen und müssen selbst getragen werden.


Woher stammt die Samenspende für eine künstliche Befruchtung?

Im Kinderwunsch Centrum München arbeiten wir ausschließlich mit Samenspenden von zertifizierten Samenbanken. Dabei müssen Spender strenge gesundheitliche Vorgaben erfüllen (vgl. Samenspendergesetz). Im Vorfeld wird eine umfassende Untersuchung vorgenommen und eine gründliche Anamnese erhoben – besonders im Bezug auf chronische sowie genetische Erkrankungen. Ebenso werden übertragbare Erkrankungen ausgeschlossen.

Zwar wird häufig auch im privaten Umfeld oder über Internetportale nach Samenspendern gesucht, da hierbei keine umfassende gesundheitliche Prüfung/Eignung als Samenspender vorliegt und sich unter Umständen rechtliche Herausforderungen im Bezug auf Unterhaltszahlungen etc. ergeben können, werden im Kinderwunsch Centrum München Behandlungen ausschließlich mit Spendersamen von zertifizierte Samenbanken durchgeführt.


Wie läuft eine künstliche Befruchtung bei Kinderwunsch ohne Mann bzw. PartnerIn ab?

In einem ersten Schritt erfolgt ein Beratungsgespräch, bei dem alle Fragen geklärt und die Patientinnen ausführlich über die Behandlung informiert werden. Zugleich berät die entsprechende Samenbank die Patientinnen ausführlich zur Samenspende sowie zu den psychosozialen Fragen. Im Anschluss erfolgt eine sorgfältige Untersuchung und die daraus resultierende Auswahl des geeigneten Behandlungsverfahrens: künstliche Befruchtung mittels Insemination oder IVF bzw. ICSI.

Inseminationen erfolgen ebenso wie die Beratung direkt in der Samenbank. IVF- bzw. ICSI-Behandlungen werden in unserem Kinderwunschzentrum durchgeführt.

Heterologe Insemination: Ablauf und Gründe | Kinderwunsch Centrum München

Heterologe Insemination: Ablauf und Gründe

Die Gründung einer eigenen Familie ist für viele fester Bestandteil der eigenen Lebensplanung. Für einige gestaltet sich der Weg zum eigenen Kind jedoch schwieriger als für andere. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Ein Grund hierfür kann beispielsweise eine stark eingeschränkte Zeugungsfähigkeit des männlichen Partners sein. Für Paare oder alleinstehende Frauen mit Kinderwunsch bietet eine Behandlung mit Spendersamen, wie zum Beispiel eine heterologe Insemination, ggf. auch eine Möglichkeit zum Start in die Familiengründung. Was eine heterologe Insemination im Detail bedeutet, wie diese abläuft und was es im Rahmen einer Behandlung mittels Fremdsamen im Kinderwunsch Centrum München zu beachten gilt, haben wir für Sie zusammengefasst.


Was bedeutet heterologe Insemination?

Die heterologe Insemination ist ein Verfahren der sogenannten assistierten Reproduktion. Bei der heterologen (“verschiedenartig”) Insemination werden Samen eines fremden Spenders in die Gebärmutter der Frau eingebracht; homologe Insemination hingegen meint, dass der Samen des Partners verwendet wird. Was eine Inseminationsbehandlung generell umfasst, lesen Sie auf unserer Inseminations-Seite.


Wann ist eine Behandlung mittels heterologer Insemination sinnvoll/notwendig?

Die Gründe, warum sich Paare oder Frauen ohne PartnerIn für eine Behandlung mittels heterologer Insemination entscheiden, sind sehr unterschiedlich: Für Paare kommt eine solche Behandlung vor allem dann in Betracht, wenn eine schwere männliche Sterilität vorliegt. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn sich weder im Ejakulat noch im Hoden funktionsfähige Spermien finden lassen. Ein weiterer Grund für die Verwendung von Fremdsamen kann sein, wenn bei einer humangenetischen Beratung festgestellt wird, dass eine Erbkrankheit vorliegt, die nicht an das Kind weitergegeben werden soll und eine Präimplantationsdiagnostik (PID) nicht möglich ist oder nicht gewünscht wird. Gleichermaßen kann eine heterologe Insemination auch angezeigt sein, um lesbischen Paaren oder Frauen ohne PartnerIn die Erfüllung des Kinderwunsches zu ermöglichen.

Damit eine Befruchtung mittels heterologer Insemination erfolgreich durchgeführt werden kann, müssen die Eileiter der Partnerin durchgängig sein. Sind beide Eileiter verschlossen oder bleiben mehrere Inseminationen ohne Erfolg, können Spendersamen auch im Rahmen einer künstlichen Befruchtung (IVF oder ICSI) eingesetzt werden.


Wie läuft eine Behandlung mittels Fremdsamen ab?

Im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung mittels Fremdsamen wird im Kinderwunsch Centrum München ausschließlich auf Spendersamen von zertifizierten Samenbanken zurückgegriffen. Dabei müssen Samenspender strenge gesundheitliche Vorgaben erfüllen (vgl. Samenspendergesetz). Dazu zählt, dass jeder Spender vor einer Spende umfassend untersucht und eine ausführliche Anamnese in Bezug auf genetische sowie chronische Erkrankungen erhoben wird. Auch werden übertragbare Krankheiten ausgeschlossen. Bei einem Termin in einer Samenbank wird anschließend alles Weitere besprochen und ein passender Spender gesucht. Bei der Auswahl spielen sowohl die Persönlichkeit als auch das äußere Erscheinungsbild eine wichtige Rolle. Die Behandlung selbst wird dann im Kinderwunsch Centrum München durchgeführt.

Mehr zum Thema Samenspende erfahren Sie auf unserer Seite Samenspende.


Wie läuft die heterologe Insemination ab?

Im Rahmen einer heterologen Insemination werden zum Zeitpunkt des Eisprungs die aufbereiteten Fremdspermien in konzentrierter Form mittels eines dünnen Katheters direkt in die Gebärmutterhöhle übertragen. So wird das Zusammentreffen von Eizelle und Spermien zeitlich optimiert und zudem Spermienverluste auf dem Weg durch die Fortpflanzungsorgane der Frau verhindert. Mehr zur Insemination erfahren Sie auf unserer Inseminations-Seite.